LONDON / LONDON (IT BOLTWISE) – EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel sieht Anzeichen dafür, dass der Hype um Stablecoins nachlässt. Bei einer Podiumsdiskussion verwies er auf ein stagniertes ausstehendes Volumen von etwa 320 Milliarden US-Dollar gegenüber früheren Erwartungen von 1 Billion US-Dollar. Er stellte klar, dass Stablecoins nicht der günstige Weg für Überweisungen sind, wie es teils behauptet wurde, und verwies auf versteckte Kosten. Gleichzeitig sieht er in einem digitalen Euro, Apia sowie Pontes und tokenisierten Einlagen Alternativen für ein europäisches öffentliches Gut im Zahlungsverkehr.

Joachim Nagel, EZB-Ratsmitglied, hat auf einer Podiumsdiskussion in London die Erwartungsspirale um Stablecoins gedämpft. Der Kern seiner Aussage: Das ausstehende Volumen stagniere seit den vergangenen zwölf Monaten bei ungefähr 320 Milliarden US-Dollar, nachdem es vor einiger Zeit Prognosen gegeben habe, Stablecoins könnten ein Volumen von 1 Billion US-Dollar erreichen. Damit verschiebt Nagel den Fokus von der reinen Wachstumsstory hin zur Frage, ob Stablecoins im Alltag wirklich die versprochene Effizienz liefern.
Technisch argumentiert Nagel dabei weniger über die grundlegende Machbarkeit von Krypto-gestützter Abwicklung, sondern über den Nutzen im Zahlungsverkehr. Stablecoins seien aus seiner Sicht kein günstiger Weg, um Geld von A nach B zu transferieren, auch wenn diese Behauptung häufig im Markt kursierte. Entscheidend ist sein Hinweis auf „versteckte Kosten“: Im Kontext von Stablecoin-Transfers können das unter anderem Gebühren entlang der Nutzungskette, Liquiditäts- und Spread-Effekte sowie betriebliche Kosten für Betrieb, Abwicklung und Absicherung sein. Die Botschaft zielt damit auf die Gesamtkosten („Total Cost of Ownership“) einer Lösung, nicht nur auf die sichtbare Transaktionsgebühr.
Diese Kritik fügt sich in eine breitere Debatte ein, wie stark tokenisierte Systeme bestehende Zahlungs- und Abwicklungsprozesse ersetzen oder ergänzen sollen. Nagel sagte zudem, die zugrunde liegende Technologie sei „keineswegs so überlegen“, wie viele es vor einigen Jahren erwartet hatten. Für Unternehmen und Plattformbetreiber ist das relevant, weil Stablecoin-Use-Cases häufig mit Konzepten wie schneller Abwicklung und planbaren Kosten beworben werden. Wenn aber der Markt in der Praxis eher bei einem stagnierenden Volumen endet, rückt die Frage nach Skalierung, Risiko-Management und Betrieb in den Vordergrund: Welche Rolle spielen dabei Liquiditätstiefe, Kursschwankungen bei der Preisankerung, regulatorische und technische Kontrollmöglichkeiten sowie die Integration in bestehende Zahlungslandschaften?
Parallel verknüpft Nagel die Diskussion um Stablecoins mit Europas eigener Entwicklungsrichtung. Anfang der Woche hatte der Bundesbankpräsident darauf hingewiesen, dass die EZB Stablecoins mit einem digitalen Euro „überflüssig machen“ könnte. Nagel konkretisierte seinen Ansatz: Es gebe einen digitalen Euro, außerdem das Apia-Projekt und das Pontes-Projekt, und man denke über tokenisierte Einlagen nach. Aus Zentralbank-Sicht sei es möglich, ein öffentliches Gut bereitzustellen, das die Bedürfnisse bedient, wenn man über Zahlungssysteme in Europa spricht. Für den Markt bedeutet das: Stablecoins werden nicht nur als einzelnes Produkt betrachtet, sondern als Teil eines Konkurrenzumfelds, in dem staatlich getragene oder staatlich koordinierte Infrastruktur eine direkte Alternative darstellen kann.
Nicht zuletzt geht es um die zeitliche Perspektive. Nagel rechnet damit, dass dieser Prozess Ende dieses Jahres beendet sein könnte. Das ist mehr als ein politischer Zeithorizont: In der Praxis hängt daran, wie schnell sich Anforderungen an Interoperabilität, Nutzerzugang, Abwicklungsfähigkeit und Sicherheitskonzepte in reale Produkte überführen lassen. Auch für Entwicklerteams und FinTechs stellt sich damit die strategische Frage, ob sie ihre Roadmaps stärker auf tokenisierte Einlagen, digitale-Euro-nahe Schnittstellen oder auf Stablecoin-basierte Workflows ausrichten. Gerade dort, wo Anwendungen heute mehrere Dienste kombinieren müssen, kann eine klarere, interoperable Kerninfrastruktur den Entwicklungs- und Wartungsaufwand reduzieren.
Aus Markt- und Industriep erspektive lässt sich die Aussage zudem als Signal interpretieren, dass Wachstum allein kein belastbarer Erfolgsindikator ist. Wenn Erwartungen wie die von 1 Billion US-Dollar nicht eingetreten sind und das Volumen bei etwa 320 Milliarden US-Dollar stagniert, steigt die Bedeutung von belastbaren Kennzahlen: Kosten pro Transfer im realen Betrieb, Robustheit unter Last, Kompatibilität mit bestehenden Abwicklungssystemen und die Fähigkeit, Risiken konsistent zu managen. Genau diese Kriterien entscheidet letztlich, ob tokenisierte Zahlungslösungen im Massengeschäft eine dominante Rolle spielen oder ob sie eher Nischen bleiben. In diesem Spannungsfeld wird die weitere Umsetzung eines digitalen Euro und die Verzahnung mit Projekten wie Apia und Pontes genau beobachtet werden.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel: Stablecoin-Hype ist vorbei" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel: Stablecoin-Hype ist vorbei" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel: Stablecoin-Hype ist vorbei« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!