LONDON (IT BOLTWISE) – Ein aktueller Vergleichstest mehrerer Multikocher zeigt klare Unterschiede bei der Kombination aus Druckgaren und Heißluftfrittieren. Während Instant Pots Duo Mini und Duo Crisp Linsensuppe jeweils etwa zehn Minuten benötigen, liegt der Fokus bei Pommes besonders auf der knusprigen Textur. Der Ninja Foodi 14-in-1 erreicht hier mit rund 14 Minuten das beste Ergebnis im Testfeld. Gleichzeitig wirkt sein Funktionsumfang im direkten Vergleich am breitesten, was die Gerätewahl auch nach Nutzungsprofilen beeinflusst.

Multikocher sollen vor allem eins: Arbeitsfläche sparen und die Zahl spezialisierter Küchengeräte reduzieren. Genau in diese Richtung argumentiert auch ein Vergleichstest von drei aktuellen Modellen der Marken Instant Pot und Ninja, der Ende September 2026 veröffentlicht wurde. Im Zentrum standen dabei der kompakte Instant Pot Duo Mini, der größere Instant Pot Duo Crisp sowie der Ninja Foodi 14-in-1. Alle drei verfolgen dasselbe Grundprinzip: In einem Gerät bündelt der Hersteller mehrere Zubereitungsarten, die sonst getrennt angeschafft werden müssten. Entscheidend ist aber nicht nur, welche Modi vorhanden sind, sondern wie gut sie im Alltag funktionieren, etwa wenn aus einer Idee wie „schnell“ tatsächlich eine verlässliche Routine wird.
Technisch betrachtet ist Druckgaren unter Dampf für viele Multikocher das sichtbarste Verkaufsargument. Durch den erhöhten Druck steigt die Temperatur, wodurch sich Speisen schneller durchgaren lassen sollen als auf dem klassischen Herd. Laut dem Testbericht können solche Verfahren die Zubereitungszeit gegenüber herkömmlichen Methoden um bis zu 70 Prozent verkürzen. Im praktischen Teil zeigte sich dieser Effizienzanspruch recht eindeutig: Für eine Linsensuppe benötigten sowohl die beiden Instant-Pot-Modelle als auch der Ninja Foodi jeweils ungefähr zehn Minuten. Das ist ein starkes Signal für alle, die vor allem „planbare Basisgerichte“ wollen, bei denen Zeitersparnis spürbar ist, ohne dass man permanent nachsteuern muss.
Spannender werden die Unterschiede dort, wo Multikocher besonders variantenreich sein sollen: beim Heißluftfrittieren. In der Testlogik liefert dieses Modul häufig den größten wahrnehmbaren Qualitätsunterschied, weil es über Temperaturführung und Luftumwälzung maßgeblich beeinflusst, ob ein Ergebnis eher weich oder tatsächlich knusprig ausfällt. Bei der Zubereitung von Pommes frites liegt der Ninja Foodi 14-in-1 mit rund 14 Minuten vorn, während der Instant Pot Duo Crisp etwa 15 Minuten benötigt. Der Bericht hebt dabei hervor, dass der Ninja bei der Knusprigkeit das beste Ergebnis im gesamten Testfeld erzielt und außerdem den umfangreichsten Funktionssatz bietet. Damit verschiebt sich der Fokus bei der Gerätewahl: Wer häufig frittierähnliche Produkte zubereitet, schaut weniger nur auf die allgemeine Schnellheit, sondern auf die Performance der Heißluftfritteuse als Kernkompetenz.
Für die Kaufentscheidung zählt daneben fast immer die Kombination aus Kapazität, Programmbreite und Preis. Der Vergleich macht das konkret über die Topfgröße: Der Instant Pot Duo Mini arbeitet mit einem 3-Liter-Topf und bietet 14 vordefinierte Programme. Er richtet sich laut den Angaben im Testumfeld klar an kleinere Haushalte und kostet zum Testzeitpunkt 90 Euro. Der Instant Pot Duo Crisp steigt auf 5,7 Liter Fassungsvermögen und ergänzt eine integrierte Heißluftfunktion; entsprechend liegt der Preis bei 250 Euro. Der Ninja Foodi 14-in-1 nimmt mit 7,5 Litern die größte Kapazität ein und ist laut Hersteller für bis zu acht Personen ausgelegt; der Testzeitpunkt liegt hier bei 230 Euro. Diese Preisspanne ist interessant, weil sie zeigt, dass „größer“ nicht automatisch „teurer“ bedeutet, sondern dass Funktionsumfang und Zielgruppe stärker preiswirksam sind als allein die Literzahl.
Der Trend hinter solchen Modellen ist nicht neu, aber er wird konsequenter: Multikocher stehen exemplarisch für die Reduktion von Haushaltsgeräten. Wenn ein Gerät Dampfgarer, Schongarer, Reiskocher und Heißluftfritteuse in einem Gehäuse vereint, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass man nach dem Kauf fünf Einzelgeräte „für seltene Anlässe“ dauerhaft in der Küche stehen hat. Genau hier liegt zugleich der Haken für Käufer mit minimalistischem Anspruch: Ein Multikocher ersetzt nicht automatisch jeden Zweck, sondern bündelt bestimmte Funktionen. Wer seine Arbeitsfläche wirklich effizient halten will, sollte daher vor dem Kauf nüchtern prüfen, welches Behältervolumen im Alltag tatsächlich benötigt wird und wie oft die zusätzlichen Modi wirklich genutzt werden. Sonst steht zwar ein modernes All-in-one-Gerät bereit, aber die Kernfunktion deckt nicht den persönlichen Rhythmus ab.
Aus Anwendersicht lässt sich außerdem ableiten, wie sich solche Tests in Küchenentscheidungen übersetzen. In der Praxis bedeutet das: Druckgaren liefert in vielen Fällen die „schnell und reproduzierbar“-Komponente, während Heißluftfrittieren über die wahrgenommene Textur entscheidet. Der Ninja Foodi punktet in diesem Testfeld besonders dort, wo das Ergebnis sichtbar knusprig sein soll. Gleichzeitig zeigt der Instant Pot Duo Mini, dass ein günstiges Einstiegsmodell vor allem dann sinnvoll ist, wenn Platz und Bedarf begrenzt bleiben und man die 14 Programme als ausreichend betrachtet. Der Duo Crisp wiederum stellt die Mittelklasse zwischen Topfgröße und Heißluftfunktion dar und eignet sich damit eher für Haushalte, die sowohl klassische Multikocher-Gerichte als auch häufiger frittierähnliche Speisen zubereiten.
Für die weitere Marktentwicklung sind solche Vergleichstests auch deshalb relevant, weil sie die Qualitätsfrage von „Feature Listen“ weg hin zu messbaren Zubereitungsprofilen schieben. Die Zeiten bei der Linsensuppe sind in der Breite ähnlich, aber die Knusprigkeit bei Pommes wird zum Differenzierungsmerkmal. Für Unternehmen und technisch interessierte Haushalte heißt das: Ein Multikocher wird weniger als Gadget bewertet, wenn er bei den typischen Alltagsprodukten zuverlässig liefert. Gleichzeitig erhöht der Funktionsumfang die Komplexität der Bedienung und damit die Notwendigkeit, Programme nicht nur zu haben, sondern auch zu verstehen. Wer Multikocher langfristig nutzen will, profitiert am meisten von einem Modell, dessen Stärken zum eigenen Kochverhalten passen – und das lässt sich aus solchen Testergebnissen deutlich besser ableiten als aus reinen Marketingversprechen.
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