DÜSSELDORF / LONDON (IT BOLTWISE) – Aengevelt hat einen Zehnjahresmietvertrag für neue Büroflächen von rund 900 m² für Buchalik Brömmekamp und plenovia in den Twin Cubes vermittelt. Die Anmietung basiert auf einem exklusiven „Stay versus Go“-Mandat und wurde durch eine Belegungsstudie sowie ein maßgeschneidertes Arbeitskonzept vorbereitet. Im neuen Modell soll die Flächennutzung eine hohe Share-Desk-Quote mit modernen Arbeitsweisen abbilden. Der Umzug folgt nach 25 Jahren am bisherigen Standort und zielt auf engere Teamzusammenarbeit und effizientere Mandantenunterstützung ab.

Nach 25 Jahren am bisherigen Standort in Düsseldorf-Heerdt mussten die Schwestergesellschaften Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (BBR) und plenovia GmbH ihre Büroflächen neu ausrichten. Laut der Vermittelung über Aengevelt ist der Schritt diesmal nicht einfach eine klassische Standortverlagerung, sondern an ein konkretes Arbeitsmodell gekoppelt: Rund 900 m² Bürofläche wurden in den „Twin Cubes“ am Heerdter Lohweg 53 angemietet. Der Vertrag läuft zehn Jahre, vermittelt im Rahmen eines exklusiven „Stay versus Go“-Mandats, das Aengevelt von BBR und plenovia erhalten hatte.
Technisch und organisatorisch beginnt die Entscheidung damit, wie ein Büro künftig genutzt werden soll. Im Vorfeld erarbeiteten Aengevelt gemeinsam mit BBR, plenovia sowie dem Workplace-Berater „PlanUp“ ein maßgeschneidertes Arbeitskonzept. Dabei standen nicht nur Standortfragen auf dem Plan, sondern auch die Frage nach der Belegung: Das Modell soll den Flächenbedarf unter Berücksichtigung moderner Arbeitsweisen und einer hohen Share-Desk-Quote „optimal abbilden“. Share-Desk-Ansätze erfordern allerdings mehr als zusätzliche Sitzplätze; sie setzen klare Regeln für Reservierung, Verfügbarkeit und Tagesrhythmus voraus, damit die tägliche Flexibilität nicht in der Praxis zu Engpässen führt.
Dass Aengevelt dabei parallel auch alternative Standorte geprüfte hat, zeigt die Logik des „Stay versus Go“-Ansatzes: Zuerst wird die Heimspiel-Option bewertet, dann wird ein Wechsel unter kontrollierten Kriterien abgewogen. Entsprechend entstand laut den Angaben eine Belegungsstudie, die gemeinsam mit BBR und PlanUp zu einer Flächeneffizienz führte. Diese Effizienz wiederum bildet laut dem Immobilien-Asset-Management die wirtschaftliche Grundlage, um in „höherwertigere Flächen“ umzuziehen. Für Unternehmen ist genau das der entscheidende Hebel: Die reine Mietpreissicht sagt wenig aus, wenn sich die Nutzungsintensität und die Produktivität pro m² durch ein angepasstes Arbeitsplatzkonzept verändern.
Der neue Standort liegt in einem Neubaukomplex mit insgesamt mehr als 14.000 m² Nutzfläche, in dem die Deutsche Rückversicherung AG und die VöV Rückversicherung KÖR einen wesentlichen Teil selbst nutzen. Insgesamt sind rund 7.000 m² Bruttogeschossfläche als Headquarter vorgesehen; die neu angemieteten Büroflächen für BBR und plenovia sind damit eingebettet in ein Umfeld, das auch intern stark genutzt wird. Für die „Twin Cubes“ spricht zudem, dass das Objekt als modern beschrieben wird und eine klare Nutzerorientierung bietet. In selektiven Marktphasen ist genau diese Kombination aus Konzept und Objektqualität für viele Mieter relevant, weil sie die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Umzug nicht nur kurzfristig, sondern langfristig funktioniert.
Die Aussagen der Beteiligten unterstreichen dabei unterschiedliche Facetten der Entscheidung. Dr. Jasper Stahlschmidt, Geschäftsführer von BBR, verweist auf die Notwendigkeit, das Arbeitsplatzkonzept nach 25 Jahren am bisherigen Standort zu überdenken. Das Ziel ist eine Aufstellung, die modernen Arbeitsweisen gerecht wird, statt das Altmodell einfach fortzuführen. Andreas Weiße(l)berg, Geschäftsführer von plenovia, hebt die enge Zusammenarbeit der Teams hervor, die durch den neuen Standort besser gelingen soll; das wirkt sich direkt auf die vernetzte Unterstützung der Mandanten aus. Für Aengevelt wiederum ist die Vermittlungsarbeit eng mit der laufenden Verhandlungstätigkeit verbunden: Laut Projektbeschreibung führte das Team nicht nur Gespräche mit dem bisherigen Vermieter, sondern sondierte auch Alternativen im Markt.
Ein zusätzlicher praktischer Faktor ist der Flächenstatus im Objekt. Für das Gebäude werden derzeit noch rund 3.500 m² Bürofläche als verfügbar genannt. Für BBR und plenovia bedeutet das: Die Mietentscheidung steht im Zusammenhang mit einem konkreten Ausbau- und Vermietungsstand, wodurch der Übergang in die neuen Flächen planbarer werden kann. Gleichzeitig zeigt die Zahl, dass der Komplex nicht vollständig ausgelastet ist und damit Spielraum für weitere Mieter bietet, die ähnliche Anforderungen haben – etwa moderne Bürogrundrisse, klare Nutzerwege und ein Raumkonzept, das sich mit flexiblen Desk-Regeln kombinieren lässt.
Für die Branche lässt sich aus dem Vorgang vor allem eine übertragbare Botschaft ableiten: Büroimmobilienentscheidungen werden zunehmend von Workplace-Strategien getrieben, nicht nur vom Objekt selbst. Der „Twin Cubes“-Fall verbindet daher drei Ebenen – Mietvertragslaufzeit, Flächeneffizienz und Arbeitsorganisation. Genau diese Kopplung ist auch in anderen Verhandlungen relevant, weil sie die Qualität der Entscheidung messbarer macht: Eine Belegungsstudie und eine definierte Share-Desk-Quote senken das Risiko, dass Flächen langfristig ungenutzt bleiben oder dass die Umsetzung in der Belegungsrealität scheitert. Am Ende profitieren beide Seiten, wenn Vermieter ein klar nachgefragtes Nutzungskonzept bedienen und Mieter zugleich ihre Betriebsabläufe modernisieren.
Die nächsten Monate werden für BBR und plenovia vor allem damit gefüllt sein, das Konzept vom Papier in die täglichen Abläufe zu übersetzen: Desk-Logik, Kollaborationszonen und Übergänge zwischen Präsenz- und flexibler Arbeit müssen so abgestimmt werden, dass die versprochene Zusammenarbeit auch wirklich spürbar wird. Für Aengevelt und „PlanUp“ liegt der Fokus dann auf der Umsetzungsvorbereitung, während die Vermieterseite bei den Twin Cubes parallel den verbleibenden Vermietungsbestand im Blick behalten dürfte. Wenn sich die Annahmen der Belegungsstudie in der Realität bewähren, ist der Schritt für BBR und plenovia mehr als ein Standortwechsel – er ist eine strukturelle Modernisierung des Arbeitsalltags, die nach Jahren der Stabilität neue Skalierungsoptionen eröffnet.
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