KREMS / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Campus des IMC Krems füllt sich zum Wintersemester wieder mit Leben. Über 4.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern starten in 28 Studiengängen, während rund 50 Prozent aus Niederösterreich kommen. Einfährungs- und Orientierungsprogramme sollen den Einstieg erleichtern und das Miteinander fördern. Das Studienangebot reicht von Digitalisierung und KI bis zu Life Sciences, Entrepreneurship und Management.

Mit dem Wintersemester kehrt am Campus des IMC Krems spürbar Alltag ein: Hörsäle und Labore werden wieder zu Lernorten, an denen sich internationale Perspektiven und regionale Verankerung direkt begegnen. Der Hintergrund ist klar messbar: Laut Angaben der Hochschule studieren derzeit mehr als 4.000 Menschen aus mehr als 70 Ländern am IMC Krems. Damit bleibt Krems nicht nur geografisch, sondern auch inhaltlich ein „Tor“ für Wissensaustausch in Niederösterreich – gerade weil viele Studieninteressierte offenbar den Weg in eine große Metropole vermeiden und stattdessen internationale Studienbedingungen in unmittelbarer Nähe suchen.
Die Hochschule positioniert diese Mischung aus Internationalität und lokaler Bindung als Erfolgsformel für den Standort. Rund 50 Prozent der Studierenden kommen aus Niederösterreich; diese Nachfrage sieht das IMC Krems als Beleg für seine starke Einbettung in die Region. Gleichzeitig betont die Einrichtung, dass die internationale Zusammensetzung nicht nur kulturelle Vielfalt schafft, sondern auch Netzwerke erweitert und Know-how aus unterschiedlichen Bildungskontexten in die Region trägt. In der Ansprache zum Semesterstart sagt IMC-Geschäftsführerin Ulrike Prommer: „Wir freuen uns sehr, so viele neue Studierende wie noch nie begrüßen zu dürfen. In unseren 28 Studiengängen kommen Menschen aus über 70 Ländern zusammen, um gemeinsam zu lernen, neue Perspektiven zu entwickeln und Freundschaften zu schließen.“
Auch aus Wirtschafts- und Arbeitsmarktsicht versucht das IMC Krems die Wirkung des Studiums greifbar zu machen. Laut Bericht bringen Studierende über den Zeitraum des Studiums Kaufkraft in die Region; daneben wird internationaler Wissensaustausch als langfristiger Standortfaktor beschrieben. Udo Brändle, ebenfalls Geschäftsführer des IMC Krems, ordnet das in einen größeren Zusammenhang ein: „Wenn sich junge Menschen für Krems entscheiden, ist das nicht nur ein Gewinn für unsere Hochschule, sondern für den gesamten Wissens- und Wirtschaftsstandort Niederösterreich.“ Der Punkt dahinter ist strategisch: Hochschulstandorte konkurrieren zunehmend nicht über „Anwesenheit“, sondern über das Versprechen, dass sich Lernen später in Projekte, Praktika und Einstiege in Unternehmen übersetzt. Genau darauf zielt das IMC Krems mit seiner starken Praxisorientierung.
Technisch und didaktisch zeigt sich diese Ausrichtung auch in den Studieninhalten. Das neue Studienjahr nimmt Themen auf, die in vielen Unternehmen gerade in der Umsetzung stehen: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Gesundheitswissenschaften und Life Sciences sowie Nachhaltigkeit, Entrepreneurship und Management. Im Bereich der Physiotherapie verweist der akademische Leiter und Studiengangsleiter Andreas Lichtenwö lther darauf, wie praxisnahe Ausbildung wissenschaftliche Kompetenz mit Teamarbeit verbindet: „In den Gesundheitswissenschaften zeigt sich, wie wichtig praxisnahe Ausbildung, wissenschaftliche Kompetenz und Zusammenarbeit sind, um den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu begegnen.“ Für die Ausbildung bedeutet das typischerweise, dass Konzepte nicht nur theoretisch vermittelt werden, sondern sich in klinisch nahen Übungen, interdisziplinären Fallbearbeitungen und anwendungsorientierten Prüfungsformaten widerspiegeln.
Daneben setzt die Hochschule explizit auf Innovation und Unternehmertum, was in der modernen Hochschulstrategie zunehmend als Brücke zwischen Forschung, Prototyping und marktnaher Umsetzung verstanden wird. Tanja Ihden, stellvertretende akademische Leiterin und Studiengangsleiterin StartUp Management, formuliert den Anspruch an die Studierendengeneration so: „Die heutige Studierendengeneration möchte nicht nur auf bestehende Berufe vorbereitet werden, sondern aktiv an Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen arbeiten. Unternehmerisches Denken, Innovationskraft und die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und umzusetzen, werden dabei immer wichtiger.“ Für Unternehmen ist das besonders relevant, weil sich dadurch Kompetenzen entwickeln, die über reine Fachkenntnis hinausgehen: vom strukturierten Erkennen von Problemstellungen bis hin zur Fähigkeit, Ideen in umsetzbare Konzepte zu überführen.
Zum Start selbst spielt die Organisation des Campus eine ebenso große Rolle wie die inhaltliche Ausrichtung. Mit Semesterbeginn füllen sich laut Mitteilung Hörsäle und Labore, und in den kommenden Wochen stehen Einführungsveranstaltungen sowie Orientierungsprogramme im Mittelpunkt. Das ist in der Praxis mehr als „Willkommen heißen“: Neue Studierende müssen organisatorische Hürden wie Kurswahl, Studienabläufe und Zugänge zu Laboren bewältigen, während gleichzeitig soziale Anbindung entsteht. Genau diese Kombination reduziert Reibungsverluste, erhöht die Teilnahmequote und sorgt dafür, dass die ersten Wochen nicht nur administrativ, sondern lernwirksam sind.
Unternehmens- und Talentperspektive runden Kennzahlen die Darstellung ab: Das Studienjahr startet mit starken Werten, darunter eine Beschäftigungsquote von 99 Prozent. Das Alumni-Netzwerk umfasst mittlerweile rund 15.000 Absolventinnen und Absolventen weltweit, zudem nennt die Hochschule mehr als 220 Partneruniversitäten und Mobilitätsmöglichkeiten, die rund 30 Prozent der Studierenden wahrnehmen. Für Technik- und Innovationsmanager ist außerdem relevant, dass mehr als 50 Prozent der Studiengänge auf Englisch angeboten werden und das Portfolio aktuell 15 Bachelor- und 13 Master-Studiengänge umfasst. Im Ergebnis adressiert das IMC Krems damit genau die Schnittstelle, an der heute viele Budgets entschieden werden: Ausbildung mit direktem Praxisbezug, internationale Anschlussfähigkeit und Themen, die von Künstlicher Intelligenz bis zu Life Sciences reichen.
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