NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Ölpreise haben zum Wochenstart deutlich angezogen: Brent kletterte auf 105,15 US-Dollar je Barrel. Ausschlaggebend sind Berichte über mögliche neue US-Aktionen gegen den Iran und die daraus abgeleiteten Unsicherheiten am Öl-Transitweg von Hormus. Gleichzeitig belasten die Folgen von Störungen in Raffineriekapazitäten sowie das gestiegene Risiko für Angriffe auf Öltanker die Versorgungslage. Hinzu kommt eine Drosselung der Fördermengen im Golf von Mexiko wegen eines sich verstärkenden Tropensturms.

Der nächste Preisschub am Ölmarkt wirkt zunächst wie ein klassisches Risiko-Signal: Brent wird wieder über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar gedrückt, und am Donnerstag stieg der Preis laut Bericht auf 105,15 US-Dollar je Barrel. Das sind 4,93 US-Dollar mehr als am Vortag; in der Spitze wurden 105,46 US-Dollar erreicht, damit der höchste Stand seit einer Woche. Auffällig ist dabei weniger die kurzfristige Volatilität als die Gemengelage aus politischem Eskalationsdruck, realen Transport- und Tankerrisiken sowie zusätzlicher Angebotsdrosselung durch Wetterereignisse.
Im Zentrum steht die Nachrichtendynamik rund um das Verhältnis der USA zum Iran. Berichten zufolge soll das Weiße Haus das Pentagon angewiesen haben, Optionen für Angriffe gegen den Iran auszuarbeiten, die noch vor den US-Zwischenwahlen im November umgesetzt werden könnten. Der Bericht widerspricht damit der zuvor vorherrschenden Erwartung, US-Präsident Donald Trump würde vor den Wahlen eine weitere Eskalation vermeiden. Über Umfang, Ziele und die konkrete Umsetzung der Pläne werde zwar noch beraten, dennoch reicht diese Unsicherheit aus, um den Markt in einen „Risk Premium“-Modus zu versetzen.
Für die Preisbildung ist dabei entscheidend, wie stark der Markt den Transportkorridor am Golf von Hormus mitrechnet. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran habe bereits Exporte aus dem Nahen Osten eingeschränkt und Energieinfrastruktur beschädigt, heißt es im Bericht. Dazu kommt, dass der Schiffsverkehr zwar zugenommen hat, parallel aber auch die Angriffe auf Öltanker gestiegen sind. Diese Kombination erhöht die effektiven Kosten pro Lieferung: Nicht nur Versicherung und Umlaufzeiten, auch die operative Unsicherheit fließen in die Kalkulation ein – selbst dann, wenn die Rohölmengen auf dem Papier verfügbar scheinen.
Dass das Angebot zusätzlich unter Druck geraten ist, liegt nicht nur am Nahen Osten. Im laufenden Ukrainekrieg seien zudem viele russische Raffinerien zerstört worden, wodurch das Angebot an Benzin und Diesel eingeschränkt wird. Das ist für die Terminstruktur besonders relevant: Wenn Produkte knapper werden, können sie die Nachfrage nach Rohöl verschieben und in Teilbereichen die Spreads verändern. Gleichzeitig reagierte Saudi-Arabien nach Angaben des Berichts auf Angriffe auf Flughäfen im Land: Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis habe eine umfassende Operation gestartet und 82 militärische Ziele der Huthi-Miliz im Jemen in mehreren Provinzen zerstört, so der Sprecher Turki al-Maliki.
Auch Marktanalyst Saul Kavonic, leitender Energieanalyst bei MST Marquee, ordnet die Preisentwicklung als Folge mehrerer gleichzeitiger Engpässe ein. Entscheidend seien demnach eine zwar verbesserte Erholung der Lieferungen aus dem Nahen Osten, aber weiterhin ein knappes Angebot an Ölprodukten, extrem hohe Transportkosten sowie das „große Risiko“ einer iranischen Eskalation. Solche Aussagen erklären, warum der Markt nicht einfach zu einem „Normalisierungs“-Pfad zurückkehrt: In Phasen mit erhöhtem Risiko werden selbst kleine Störungen überproportional eingepreist, weil Logistik, Sicherheit und Produktverfügbarkeit zusammenhängen.
Unterdessen verschärft ein Wetterereignis die Lage an anderer Stelle. Laut Bericht haben Ölproduzenten im Golf von Mexiko wegen eines herannahenden Tropensturms ihre Förderung um mehr als 510.000 Barrel pro Tag gedrosselt; das entspricht etwa einem Viertel der regionalen Produktion. Der Sturm habe sich anschließend zu einem Hurrikan verstärkt. Der Direktor des Hurrikan-Zentrums, Michael Brennan, warnte am Mittwoch (Ortszeit) bis in das Wochenende hinein vor vielfach gefährlichen, lebensbedrohenden Auswirkungen entlang Abschnitten der nördlichen Golf-Küste. Für Rohölmärkte ist das nicht automatisch ein langfristiger Angebotsknick, aber kurzfristig erhöht jede Förderunterbrechung den Druck – vor allem, wenn gleichzeitig Transport- und Sicherheitsrisiken anderswo bestehen.
Für Unternehmen und Entscheidungsträger ergibt sich daraus ein praktischer Schluss: Risikomanagement rund um Energie bleibt in solchen Konstellationen mehr als eine reine Preishandelsfrage. Wer Beschaffung, Lagerhaltung und Preisrisiken steuert, muss die Kette aus Fördermenge, Produktknappheit, Transportkosten und Sicherheitslage als integriertes System betrachten. Gerade weil politische Entscheidungen noch offen sind („es wird noch beraten“) und gleichzeitig operative Faktoren wie Wetterdrosselungen greifen, kann sich die Preisbildung zwischen geopolitischen Schlagzeilen und physischer Angebotslage schnell drehen. Der Markt signalisiert damit vor allem eines: Solange die Unsicherheiten am Hormus-Korridor und das Risiko weiterer Eskalationsschritte präsent bleiben, bleibt auch die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Brent auf hohem Niveau bleibt und Rücksetzer jeweils zügig wieder verkauft werden.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Ölpreise steigen: US-Iran-Eskalationsrisiko und Sturmdrosselung treiben Brent auf 105,15 US-Dollar" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Ölpreise steigen: US-Iran-Eskalationsrisiko und Sturmdrosselung treiben Brent auf 105,15 US-Dollar" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Ölpreise steigen: US-Iran-Eskalationsrisiko und Sturmdrosselung treiben Brent auf 105,15 US-Dollar« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!