MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die neuesten Berichte über geschmolzene Stromanschlüsse bei NVIDIAs RTX 5090 Grafikkarten werfen erneut Fragen zur Zuverlässigkeit des 12VHPWR-Stromanschlusses auf. Diese Probleme erinnern an ähnliche Vorfälle mit der RTX 4090 vor zwei Jahren.

Die jüngsten Berichte über geschmolzene Stromanschlüsse bei NVIDIAs RTX 5090 Grafikkarten haben die Technologie-Community in Aufruhr versetzt. Zwei Besitzer der neuen RTX 5090 Founders Edition haben Schäden an ihren Netzteilen und geschmolzene Anschlüsse gemeldet. Diese Vorfälle erinnern stark an die Probleme, die bereits bei der RTX 4090 auftraten, als der 12VHPWR-Stromanschluss nicht korrekt verbunden wurde.
Ein Nutzer auf Reddit berichtete von einem brennenden Geruch, während er Battlefield 5 spielte, und entdeckte anschließend den Schaden an seinem System. Die Bilder zeigen verbranntes Plastik sowohl am Netzteil als auch am Anschluss der Grafikkarte. Der verwendete Kabelhersteller MODDIY ist bekannt für seine maßgeschneiderten Kabel, und der Nutzer versicherte, dass das Kabel korrekt angeschlossen war.
Auch der spanische YouTuber Toro Tocho erlebte ähnliche Probleme mit einem von FSP gelieferten Kabel. Dies deutet darauf hin, dass das Problem nicht nur auf bestimmte Kabelhersteller beschränkt ist. NVIDIA führte den 12VHPWR-Anschluss ursprünglich mit der RTX 40-Serie ein, um höhere Leistungsanforderungen zu unterstützen. Die RTX 5090 kann bis zu 575 Watt über diesen Anschluss ziehen, was nahe an der maximalen Belastbarkeit von 600 Watt liegt.
Um die Zuverlässigkeit zu verbessern, hat die PCI-SIG, die für den 12VHPWR-Anschluss zuständige Normungsorganisation, den Anschluss auf die neue 12V-2×6-Version aktualisiert. Diese Version verfügt über kürzere Erkennungspins und längere Leiteranschlüsse, um sicherzustellen, dass die Verbindung korrekt hergestellt wird. NVIDIA hat diese Änderungen bei der RTX 50-Serie umgesetzt, erlaubt jedoch weiterhin die Nutzung bestehender 12VHPWR-Kabel.
Interessanterweise hat AMD, ein Mitbewerber von NVIDIA, den 12VHPWR-Anschluss bisher nicht übernommen und setzt weiterhin auf die bewährten 8-Pin-PCIe-Anschlüsse. Dies könnte ein strategischer Vorteil sein, da AMD bereits 2022 auf die potenziellen Risiken des neuen Anschlusses hingewiesen hatte.
Die erneuten Probleme mit dem 12VHPWR-Anschluss werfen Fragen zur Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Technologie auf. Experten fordern eine gründliche Untersuchung und mögliche Designänderungen, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden. NVIDIA hat sich bisher nicht zu den aktuellen Berichten geäußert, was die Unsicherheit in der Community weiter verstärkt.
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