LONDON (IT BOLTWISE) – XRP wird häufig mit dem rund 900 Milliarden US-Dollar schweren Remittanzen-Markt in Verbindung gebracht, doch die Annahme scheitert schnell an der realen „Token-Velocity“. Zahlungssysteme halten XRP typischerweise nur für Minuten, während Wertbildung am Markt eher von Haltedauer und Nachfragepfaden abhängt. Rechnet man mit Szenarien auf Basis des IFAD-Werts von 729 Milliarden US-Dollar für 2025, bleibt der Preis bei einem Tages-Holding selbst bei hohen Marktanteilen sehr niedrig. Zusätzlich wird der Preispfad durch die schrittweise Freigabe von XRP aus Treuhandbeständen und durch verlangsamte Spot-ETF-Zuflüsse begrenzt.

Die Debatte um XRP wirkt auf den ersten Blick plausibel: Jährlich überweisen Migranten laut Berichten einer UN-Sonderorganisation rund 729 Milliarden US-Dollar (IFAD) nach Hause; häufig wird daraus im Markt eine Zielgröße von etwa 900 Milliarden US-Dollar abgeleitet. Aus dieser Größenordnung entsteht die Hoffnung, dass XRP als „Brücke“ in Zahlungsströmen dauerhaft stark nachgefragt wird. Doch schon eine nüchterne Betrachtung der Funktionslogik von Zahlungs- und Handelsprozessen setzt hier einen harten Rahmen: Wenn Marktteilnehmer XRP nicht über längere Zeit halten, sondern für Transfers nur kurz einsetzen, dann spiegelt sich ein großer Gesamtumsatz nicht zwangsläufig in einer entsprechend großen Marktbewertung wider.
Ein Kernpunkt ist die Token-Velocity, also wie oft ein Token den Besitzer wechselt. Im Zahlungsbetrieb kaufen und verkaufen Payment-Firmen XRP nach der Darstellung in der Quelle typischerweise innerhalb von Sekunden oder Minuten, um Geld über die Zeit hinweg zu bewegen. Genau daraus folgt, warum ein „1-Milliarde-Transaktionsvolumen“-Narrativ oft zu kurz greift: Selbst wenn ein erheblicher Geldbetrag umgeschlagen wird, muss das nicht bedeuten, dass der gesamte Betrag dauerhaft als Wertanlage in XRP gehalten wird. Für den Preismechanismus zählt vielmehr, wie viel Nachfrage in „Halten“ statt in „Umschichten“ übergeht.
Die Quelle macht diese Logik anhand von Szenarien rechnerisch greifbar: Bei 1% Marktanteil und der Annahme, XRP würde ein Jahr lang gehalten, ergibt sich demnach ein Kurs von 0,12 US-Dollar; bei „einem Tag gehalten“ läge der Wert bei 0,0003 US-Dollar. Bei 10% Marktanteil wären es bei Jahres-Holding etwa 1,15 US-Dollar, der Kurs läge aber bei Tages-Holding nach dieser Rechnung unter einem Cent. Selbst ein sehr ambitioniertes Szenario – 25% Marktanteil – führt im Jahresfall auf 2,89 US-Dollar, also weiterhin unter dem dokumentierten Allzeithoch von 3,65 US-Dollar. Nimmt man zusätzlich den gesamten 900-Milliarden-Remittanzenmarkt als theoretische Grundlage, landet die Quelle bei einem Jahres-Holding-Wert um 14,26 US-Dollar. In der realistischeren Tagesperspektive – weil Zahlungen eben schnell abgewickelt werden – reduziert sich der Effekt jedoch auf etwa 0,04 US-Dollar pro XRP. Das ist die zentrale Enttäuschungsstelle vieler Remittanzen-These: Ohne längere Haltedauer bleibt die Bewertungswirkung begrenzt.
Dazu kommt ein zweiter technischer und ökonomischer Bremshebel, der in der Quelle explizit angesprochen wird: die wachsende Umlaufmenge. Laut Darstellung zirkulieren rund 63,13 Milliarden XRP; insgesamt sind 100 Milliarden XRP als Obergrenze vorgesehen. Wenn man das zirkulierende Supply mit einem Kursumfeld kombiniert, ergibt sich eine Marktkapitalisierung von etwa 83,3 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig wurde in der Quelle erklärt, dass Ripple Tokens aus Treuhand- bzw. Escrow-Beständen über die Zeit freigibt. Das bedeutet: Schon bei gleichem Kurs führt mehr umlaufendes Supply rechnerisch zu höherer Marktbewertung – gleichzeitig erschwert eine steigende Umlaufmenge häufig die Kursbildung, weil zusätzliche Angebotskomponente auf die Nachfrage trifft.
Der dritte Faktor ist die langfristige Nachfrage über den Kapitalmarkt – und auch hier liefert die Quelle eine eher ernüchternde Momentaufnahme. Spot-XRP-ETFs halten demnach tatsächlich XRP und werden an Börsen gehandelt; ETF-Anleger halten ihre Positionen im Durchschnitt länger als Händler im Zahlungsfluss. Als Kennzahl nennt die Quelle für die USA kumulierte Nettozuflüsse von 1,80 Milliarden US-Dollar, während die gesamten Net Assets später auf 1,49 Milliarden US-Dollar zurückgingen. Besonders relevant ist dabei die Dynamik: Die Quelle beschreibt, dass die ETF-Zuflüsse zuletzt verlangsamten, mit einer Tagesgröße von nur 3,6 Millionen US-Dollar in der letzten Sitzung und sogar Sessions ohne Nettoflüsse im Oktober. Der höchste Zuflusstermin im betrachteten Monat lag bei 22,6 Millionen US-Dollar am 25. September – zeitlich passend zum monatlichen Preishoch nahe 1,63 US-Dollar. Damit wird zumindest indirekt sichtbar, wie eng Preisbewegungen an Zuflusstakte gekoppelt sein können.
Kann der Remittanzenmarkt allein XRP wieder auf frühere Rekordniveaus bringen? Die Antwort in der Quelle lautet klar: Remittanzenvolumen allein sei dafür unwahrscheinlich, insbesondere weil Payment-Prozesse XRP nicht dauerhaft binden. Um das in der Logik der Quelle nachzuvollziehen, braucht es zwei „Stellschrauben“: Erstens müsste XRP zunächst seine September-Marke um 1,63 US-Dollar zurückgewinnen. Zweitens müsste der Nachfrageimpuls über ETFs stark genug werden; konkret nennt die Quelle eine tägliche ETF-Zuflussgröße von über 22,6 Millionen US-Dollar kombiniert mit einem Close oberhalb von 1,63 US-Dollar als Signal für anhaltendes Käuferinteresse. Ohne beide Bedingungen, so die Schlussfolgerung, sei ein deutlicher Sprung über das heutige Kursniveau – und erst recht ein Zurück zum 3,65er Rekord – schwer vorstellbar.
Für Marktteilnehmer und Unternehmen ist die eigentliche Lehre weniger die kurzfristige Kursfrage als die sauberere Modellierung von Wertübertragung. Zahlvolumen ist nicht automatisch Nachfrage nach einem Token, solange die reale Nutzung vor allem in kurzfristigen Umschichtungen stattfindet. Ebenso zeigt die Supply-Dynamik, dass Kursannahmen ohne Berücksichtigung von Escrow-Freigaben oft zu optimistisch ausfallen. Und schließlich macht der ETF-Teil deutlich, dass Kapitalmarktvehikel mit längeren Haltedauern einen anderen Bewertungshebel darstellen als der Zahlungsstrom selbst. In der aktuellen Betrachtung wird XRP damit weniger als „Messgerät für Remittanzen“ positioniert – sondern eher als Asset, dessen Preis vor allem durch Haltedauer, Angebotspfad und Zuflussdynamik angetrieben wird.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "XRP-Preisprognose: Warum 900 Milliarden Remittanzen den Kurs kaum tragen" für unsere Leser?

#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "XRP-Preisprognose: Warum 900 Milliarden Remittanzen den Kurs kaum tragen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »XRP-Preisprognose: Warum 900 Milliarden Remittanzen den Kurs kaum tragen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!