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LONDON (IT BOLTWISE) – XRP pendelt nach einem kurzen Rücksetzer wieder um die 1,25-US-Dollar-Marke. Im Tageschart befindet sich der Coin weiterhin in einer Korrekturphase seit den frühen-2026-Höchstständen nahe 2,40 US-Dollar. Entscheidend ist nun, ob Käufer die 1,25 verteidigen oder ob ein Bruch zur 1,10- und darunter zur 1,00-Dollar-Zone durchreichen kann. Auf der Unterseite rückt dabei außerdem das 4-Stunden-Muster mit fallendem Kanal und zuletzt getesteten Tiefs um 1,20 in den Fokus.

XRP-Kurs im Check: Was bei Verlust der 1,25-Dollar-Unterstützung droht
XRP-Kurs im Check: Was bei Verlust der 1,25-Dollar-Unterstützung droht (Foto: IT BOLTWISE)
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XRP steht derzeit wieder im Spannungsfeld zwischen Stabilisierung und Fortsetzung der Korrektur. Laut den im Tages- und 4-Stunden-Chart beschriebenen Kursbewegungen versucht der Token, sich um etwa 1,25 US-Dollar zu „parken“, nachdem er kurzfristig in Richtung 1,20 abrutschte. Diese Rückkehr in eine als Support-Zone markierte Region ist nicht automatisch ein Signal für Erholung, aber sie entscheidet darüber, ob die zuletzt dominierende Abwärtsdynamik ausläuft oder sich über tiefere Preisniveaus fortsetzt. Für Trader ist genau diese Phase besonders relevant, weil die Preisbildung in engen Spannen häufig entweder zu einem Stabilitätsausbruch nach oben oder zu einem erneuten Ausverkauf nach unten kippt.

Der Tageschart zeichnet dabei eine deutlich größere, strukturelle Korrektur nach: Die Phase soll nach den frühen-2026-Höchstständen um rund 2,40 US-Dollar begonnen haben. Auffällig ist vor allem die Abfolge gescheiterter Erholungen: Der kräftige Rebound aus dem Bereich um 1,00 US-Dollar blieb zwar nicht aus, wurde jedoch knapp unter der Angebotszone zwischen etwa 1,70 und 1,80 gestoppt. Solche Zonen wirken in der Praxis wie „Magnete“, weil dort zuvor Liquidität lag – Käufer werden dort öfter wieder zu Verkäufern, sobald der Markt zurück auf bekannte Niveaus kommt. Danach verschoben sich die „Swing Highs“ nach unten, unter anderem um 1,65 und später um 1,40, wodurch die Marktstruktur kurzfristig klar in Richtung Abwärtsfavorit kippt.

Auf der aktuellen Ebene wird die Diskussion daher sehr konkret an der 1,25-US-Dollar-Marke festgemacht. Diese Zone wird als September-Tiefbereich beschrieben, der bereits vor der Rally in Richtung 1,65 als Referenz diente. In den letzten Sitzungen habe es demnach einen Impuls gegeben, der die Marke kurzfristig unterbot – etwa bis auf rund 1,20 –, woraufhin aber eine schnelle Rückeroberung folgte. Technisch lässt sich daraus meist ein „Absorptions“-Szenario ableiten: Solange das Preisniveau nach einem Abtauchen schnell wieder zurück in die Zone läuft, scheint Nachfrage vorhanden zu sein, um das zu erwartende Verkaufsvolumen aufzufangen. Umgekehrt wäre ein nachhaltiger Bruch unter 1,25 eher ein Hinweis darauf, dass Käufer nicht mehr genügend Volumen nachschieben, und dass der Markt bereitwillig tieferer Liquidität folgt.

Genau für diesen Fall nennen die vorliegenden Chartbeschreibungen eine logische Abfolge möglicher Trigger. Wenn 1,25 nicht hält, rückt demnach die 1,10-US-Dollar-Nachfragezone in den Fokus. Unterhalb davon bleibt im Chartbild der Bereich um 1,00 als „final major floor“ sichtbar, also als letzte größere Stütze, die schon einmal den Ausgangspunkt der gesamten August-Rally bildete. Wichtig ist dabei die Wirkung solcher großen Marken: Sie sind weniger kurzfristige „Zufallslevel“ als vielmehr Bereiche, in denen Marktteilnehmer typischerweise bereit sind, Risiko neu zu bewerten. Von dort aus kann es zu einer Gegenbewegung kommen, aber auch zu einem erneuten Vertrauensverlust, wenn Käufer auch an diesen tieferen Preiszonen nicht mehr ausreichend auftreten. Für die Risikosteuerung heißt das: Nicht nur der Einstieg, auch die Annahmen zur möglichen Skala eines Moves sollten vorab klar sein.

Der Blick auf den 4-Stunden-Chart liefert zusätzliche Erklärungsarbeit, weil dort ein fallender Kanal als dominantes kurzfristiges Muster beschrieben wird. Seit einem Top nahe 1,65 Ende September seien demnach Rebounds jeweils mit niedrigeren Hochs verbunden gewesen. Als jüngster Rückschlag wird eine Ablehnung an der oberen Kanalgrenze um etwa 1,34 genannt, die anschließend zu einem deutlichen Abverkauf unter 1,25 führte – inklusive einer „Wick“-Bewegung bis ungefähr 1,20, bevor Nachfrage wieder einsetzte. Dass XRP seitdem in einer engen Spanne um 1,25 konsolidiert, passt zu einem Markt, der zwar noch nicht entschlossen dreht, aber den Verkaufsdruck zumindest temporär abfedert. Eine Fortsetzung nach oben würde laut Beschreibung zunächst die obere Trendlinie um etwa 1,28 „in Reichweite“ bringen. Der nächste strukturelle Prüfstein läge dann bei der 1,40-US-Dollar-Angebotszone, wo Verkäufe beim Oktober-Rebound offenbar wieder stark zugeschlagen haben.

Für das Szenario auf der Unterseite ist der 4-Stunden-Chart ebenso präzise: Das erneute Scheitern der Stabilisierung wäre bei Verlust des zuletzt genannten 1,20-Swing-Lows zu erwarten. In diesem Fall würde die Konsolidierung um 1,25 nicht mehr als „Puffer“ funktionieren, sondern eher als Vorstufe für einen Rutsch zur unteren Kanalbegrenzung. Diese wird bei rund 1,15 verortet, mit der darunterliegenden 1,10-Nachfragezone als nächstem Ziel. Selbst wenn es kurzfristig immer wieder Gegenbewegungen gibt, bleibt in diesem Muster die typische Erwartung bestehen, dass Rebounds auf der Oberseite auf erhöhten Verkaufsdruck stoßen – genau deshalb werden im Text auch die „oben“ liegenden Ablehnungszonen betont. Praktisch bedeutet das: Solange die Abwärtsstruktur im Kanal dominiert und die obere Trendlinie nicht klar zurückerobert wird, sind Erholungen für viele Marktteilnehmer eher Zwischenphasen als Trendwenden.

Mit Blick auf die Marktlogik erklärt sich damit auch, warum die Frage nach dem „1,25-Verlust“ so viel Gewicht bekommt. Wer die 1,25 halten kann, entscheidet darüber, ob XRP im engen Korridor bleibt und Zeit für neue Kaufbereitschaft gewinnt. Wer hingegen deutlich unter die Zone rutscht, legt die Grundlage für eine Bewegung in Richtung der nächsten tieferen Liquiditätsbereiche – zuerst 1,10, dann potenziell bis in den Bereich um 1,00. Für Unternehmen, Fonds oder einzelne große Krypto-Teams, die Positionen entlang von Risikobudgets steuern, ist genau diese Hierarchie wichtig: Sie macht aus einer abstrakten Kursbewegung ein nachvollziehbares Stufenmodell. In den nächsten Sitzungen wird dabei nicht nur der endgültige Schlusskurs zählen, sondern auch, wie schnell der Markt auf Rücksetzer reagiert – ob XRP nach einem „Dip“ wieder zurückkommt oder ob die Stabilisierung erst bricht und dann bestätigt.

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