INDONESIEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die indonesische Lebensmittelaufsicht BPOM prüft die Marke Beeru Stevia wegen Vorwürfen, dass Zutaten nicht korrekt deklariert sind. Im Raum stehen laut Angaben Ergebnisse aus externen Labortests, wonach unter anderem Sukralosa und Neotam im Produkt enthalten sein sollen. Die Behörde hat bereits Proben des im Handel befindlichen Produkts entnommen, ein endgültiges Testergebnis steht jedoch noch aus. Der Hersteller hat vorläufig den Verkauf gestoppt und unternehmensinterne Tests angekündigt.

In Indonesien rückt die Kennzeichnung von Süßungsmitteln erneut in den Fokus der Aufsicht: Die BPOM (Badan Pengawas Obat dan Makanan) prüft das Produkt Beeru Stevia, weil Vorwürfe im Raum stehen, dass Inhaltsstoffe nicht wie vorgeschrieben auf dem Etikett ausgewiesen sind. Die Dringlichkeit entsteht dabei nicht durch eine allgemeine Konsumdebatte, sondern durch einen konkreten Abgleich zwischen dem, was vermarktet wird (zucker- oder kalorienfrei), und dem, was im Labor nachgewiesen werden soll. Schon die ersten Schritte der Behörde zeigen, wie stark regulatorische Prozesse in der Lebensmittelbranche an Dokumentation, Probenkette und analytischer Verifikation hängen.
Auslöser der behördlichen Maßnahmen waren Berichte eines Influencers namens Doktif („Dokter Detektif“), der nach eigenen Angaben eine unabhängige Laboranalyse veröffentlicht hat. Den Angaben zufolge enthalte Beeru Stevia demnach künstliche Süßstoffe wie Sukralosa und Neotam sowie Kalorien, während diese Informationen auf dem Etikett nicht ausgewiesen seien. Die BPOM hat daraufhin mehrere Prüfmaßnahmen gestartet und laut Berichten Anfang November 2026 bereits Proben des im Handel befindlichen Produkts entnommen. Ein abschließendes Ergebnis dieser Labortests liegt noch nicht vor, parallel wurde der Produzent vorgeladen, um den Sachverhalt zu klären; auch Doktif soll zur Klärung der Daten angehört werden, weil Behördenschef Taruna Ikrar nach Angaben der Beteiligten Herkunft des beauftragten Labors und der verwendeten Proben nachvollziehen will.
Technisch-organisatorisch folgt die BPOM dabei einem risikoorientierten Prüfpfad, der vom Nachverfolgen der Ware über die Probenentnahme bis hin zu Labortests und einer abschließenden Evaluierung reicht. Entscheidend ist, dass die Behörde nicht nur „irgendwelche Abweichungen“ betrachtet, sondern Sicherheit, Qualität, Kennzeichnung und Werbung als zusammenhängende Prüfgrößen behandelt. In der Praxis bedeutet das: Wenn Analysewerte nicht zur behaupteten Zusammensetzung passen oder wenn Werbeaussagen wie „null Kalorien“ nicht mit den tatsächlichen Stoffen und deren Deklarationspflichten zusammenlaufen, kippt ein Etikettfehler schnell vom formalen Problem in ein Rechtsproblem. Genau diese Logik spiegeln auch Beispiele aus der Lebensmittelaufsicht wider, bei denen ein fehlender, hinzugekommener oder „still mitgelieferter“ Süßstoff als Compliance-Verstoß bewertet werden kann.
Beim konkreten Regelwerk stützt sich die indonesische Einordnung auf BPOM-Verordnung Nr. 11/2019. Danach wird Beeru Stevia als Tafelsüße (BTP-Pemanis) auf Basis von Steviolglykosiden (Glikosida steviol) klassifiziert. Steviolglykoside gelten als deutlich süßkräftiger als Zucker; zugleich werden sie als kalorienfrei betrachtet, weshalb sie in „zuckerfrei“- und „kalorienfrei“-Marketing oft zentral sind. Der akzeptable tägliche Aufnahmewert (ADI) wird in der Verordnung mit 0–4 mg/kg Körpergewicht pro Tag angegeben und als Steviol berechnet. Daneben listet die Verordnung neun zugelassene natürliche Süßstoffe sowie sechs künstliche Süßstoffe auf, zu denen auch Sukralosa und Neotam zählen – der regulatorische Kern liegt also nicht darin, dass diese Stoffe grundsätzlich verboten wären, sondern in der korrekten Deklaration und in der belastbaren Übereinstimmung zwischen Label und Analyse.
Damit erklärt sich auch, warum die BPOM zusätzlich einen zweiten Komplex adressieren will: Bei flüssigen Stevia-Produkten (stevia tetes), die mit einer Null-Kalorien-Auslobung beworben werden, soll laut laufender Prüfung möglicherweise der Gehalt manipuliert worden sein. Die Vermutung richtet sich dabei auf die Frage, ob tatsächlich die beworbenen Bestandteile vorliegen oder ob stattdessen (oder zusätzlich) Sukralosa und Neotam im Produkt enthalten sein könnten. Für Unternehmen ist das gerade deshalb relevant, weil sich Zulassung und Kontrolle im Lebensmittelrecht nicht auf die erste Freigabe beschränken: Für Produkte mit geringem Risiko kann zwar ein beschleunigtes Zulassungsverfahren vorgesehen sein, im Gegenzug erwartet die Behörde dann eine verstärkte Kontrolle nach dem Markteintritt. Das erhöht den Wert eines robusten Etiketten-Audits sowie sauberer Nachweisketten für Zulieferangaben.
Der Hersteller Beeru Indonesia reagiert auf die Situation mit einem vorläufigen Verkaufsstopp von Beeru Stevia und kündigt unternehmensinterne Tests an, die sich über rund sieben Arbeitstage erstrecken sollen. Parallel dazu weist die BPOM auf gestaffelte mögliche Sanktionen hin, falls Laboranalysen Abweichungen von den Anforderungen bestätigen oder Werbeaussagen als irreführend eingestuft werden. Je nach Art, Schweregrad und Risiko des Verstoßes reicht der mögliche Katalog von einem behördlich angeordneten Produktrückruf über eine vorübergehende Einstellung der Produktion bis hin zum Widerruf der Vertriebsgenehmigung. Insgesamt wird so sichtbar, wie stark regulatorische Entscheidungen in der Praxis von messbaren Daten abhängen und wie schnell aus einer Kontroverse um ein Etikett ein breiterer Compliance-Check werden kann.
Für die Branche ist die Meldung damit weniger ein Einzelfall als ein Signal an Lieferketten und Marketingteams: Wer Süßstoffe verwendet, braucht nicht nur „die richtige Rezeptur“, sondern muss sie auch konsistent dokumentieren, deklarieren und in der Vermarktung belastbar machen. Gerade bei Mischungen und bei Stoffen, die in der Verordnung sowohl natürlicher als auch künstlicher Kategorie zugeordnet sind, entscheidet am Ende das Zusammenspiel aus Rezept- bzw. Spezifikationsdaten, analytischer Plausibilitätsprüfung und dem Etiketten-Review vor jeder Charge. Aus unternehmerischer Sicht rückt zudem die Frage nach der Proben- und Testlogistik in den Vordergrund: Wenn externe Tests öffentlich Druck erzeugen, beschleunigt das regulatorische Verfahren – und der Nachweis, der dann zählt, beginnt häufig bereits bei den Vorstufen der Qualitätssicherung.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "BPOM prüft Beeru Stevia: Verdacht auf undeclariertes Sukralosa und Neotam" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "BPOM prüft Beeru Stevia: Verdacht auf undeclariertes Sukralosa und Neotam" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »BPOM prüft Beeru Stevia: Verdacht auf undeclariertes Sukralosa und Neotam« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!