CHICAGO / LONDON (IT BOLTWISE) – In einem aufsehenerregenden Fall wurden zwei Mitarbeiter eines US-amerikanischen Cybersecurity-Unternehmens beschuldigt, selbst Ransomware-Angriffe durchgeführt zu haben. Die Anklage der US-Staatsanwaltschaft richtet sich gegen Kevin Tyler Martin und einen weiteren Mitarbeiter von DigitalMint, die eigentlich als Verhandler für Lösegeldzahlungen tätig waren. Sie sollen in Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Mitarbeiter von Sygnia, Ryan Clifford Goldberg, mindestens fünf Unternehmen in den USA angegriffen haben.

In einem bemerkenswerten Fall von Cyberkriminalität wurden zwei Mitarbeiter eines auf Cybersecurity spezialisierten Unternehmens in den USA beschuldigt, selbst Ransomware-Angriffe durchgeführt zu haben. Die US-Staatsanwaltschaft hat Kevin Tyler Martin und einen weiteren, nicht namentlich genannten Mitarbeiter von DigitalMint angeklagt. Beide waren ursprünglich als Verhandler für Lösegeldzahlungen tätig, um im Auftrag von Opfern mit Hackern zu verhandeln.
Die Anklage umfasst drei Fälle von Computerhacking und Erpressung, die sich auf eine Reihe von versuchten Ransomware-Angriffen gegen mindestens fünf in den USA ansässige Unternehmen beziehen. Neben Martin und seinem Kollegen wurde auch Ryan Clifford Goldberg, ein ehemaliger Incident-Response-Manager bei Sygnia, als Teil des Plans angeklagt.
Die drei Angeklagten sollen in die Systeme der Unternehmen eingedrungen sein, sensible Daten gestohlen und Ransomware eingesetzt haben, die von der ALPHV/BlackCat-Gruppe entwickelt wurde. Diese Gruppe operiert nach einem Ransomware-as-a-Service-Modell, bei dem die Malware von der Gruppe entwickelt wird, während die Angriffe von Partnern wie den Angeklagten durchgeführt werden.
Ein FBI-Affidavit, das im September eingereicht wurde, zeigt, dass die abtrünnigen Mitarbeiter mehr als 1,2 Millionen US-Dollar an Lösegeld von einem Opfer, einem Hersteller von Medizinprodukten in Florida, erhalten haben. Weitere Ziele waren unter anderem ein Drohnenhersteller in Virginia und ein Pharmaunternehmen mit Sitz in Maryland.
Sygnia, das Unternehmen, bei dem Goldberg beschäftigt war, bestätigte seine Entlassung nach Bekanntwerden seiner mutmaßlichen Beteiligung an den Angriffen. DigitalMint erklärte, dass Martin zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Angriffe angestellt war, jedoch außerhalb seines Beschäftigungsrahmens gehandelt habe. Beide Unternehmen kooperieren mit den laufenden Ermittlungen der Behörden.
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