CUPERTINO / LONDON (IT BOLTWISE) – Apple erzielt erhebliche Einnahmen durch KI-Apps von Drittanbietern, obwohl das Unternehmen selbst nicht führend in der KI-Technologie ist. Die Einnahmen aus dem App Store könnten 2026 erstmals die Milliardengrenze überschreiten.

Apple hat sich als einer der Hauptprofiteure der KI-Revolution positioniert, ohne selbst an der technologischen Spitze zu stehen. Während andere Technologiegiganten Milliarden in die Entwicklung von KI-Infrastrukturen investieren, nutzt Apple seine Rolle als Torwächter des App Stores, um von den Erfolgen anderer zu profitieren. Diese Strategie hat sich als äußerst lukrativ erwiesen, da die Einnahmen aus KI-Apps von Drittanbietern stetig steigen.
Der App Store von Apple erhebt Gebühren von bis zu 30 Prozent auf Abonnements, die über die Plattform abgeschlossen werden. Dies hat dazu geführt, dass Apple allein im Jahr 2025 Einnahmen von rund 900 Millionen US-Dollar aus generativen KI-Anwendungen erzielen konnte. Ein wesentlicher Treiber dieses Wachstums ist OpenAI’s ChatGPT, das für einen Großteil der Gebührenerträge verantwortlich ist. Trotz eines leichten Rückgangs bei den Downloads von Chatbots bleibt der Geldfluss durch laufende Abonnements stabil.
Interessanterweise hinkt Apple in der eigenen KI-Entwicklung hinterher. Der hauseigene Assistent Siri wird oft als weniger leistungsfähig im Vergleich zu modernen Konversations-KIs angesehen. Dennoch hat Apple eine clevere Strategie entwickelt, indem es auf die Stärken seiner Konkurrenten setzt. Durch Partnerschaften, wie die mit Google, die Gemini für komplexe Anfragen auf Apple-Geräten nutzt, kann Apple die rechenintensive Arbeit auslagern und gleichzeitig von den App-Store-Gebühren profitieren.
Langfristig könnte Apples Abhängigkeit von Drittanbieter-Apps jedoch Risiken bergen. Sollte sich das Nutzerverhalten ändern und integrierte, betriebssystemeigene Assistenten bevorzugt werden, müsste Apple möglicherweise in die Entwicklung eigener, wettbewerbsfähiger KI-Lösungen investieren. Dennoch bleibt Apple vorerst in einer starken Position, da die Nachfrage nach KI-Apps anhält und die globale Dominanz seiner Mobilgeräte dem Unternehmen einen erheblichen Vorteil verschafft.
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