FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Der bekannte Investor Michael Burry, bekannt aus dem Film ‘The Big Short’, hat erneut für Aufsehen gesorgt. Mit einer milliardenschweren Wette gegen die KI-Giganten NVIDIA und OpenAI zieht er Parallelen zur Dotcom-Blase. Auch die Deutsche Bank zeigt sich besorgt über ihre Investitionen im KI-Sektor und prüft Absicherungsstrategien.

Michael Burry, der legendäre Investor, der durch seine Vorhersage der Subprime-Krise bekannt wurde, hat erneut die Finanzwelt in Aufruhr versetzt. Diesmal richtet sich seine Skepsis gegen den aktuellen KI-Boom, indem er Put-Optionen im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar gegen NVIDIA und Palantir platziert hat. Diese Wetten dominieren das Portfolio seines Hedgefonds Scion Asset Management, das insgesamt nur acht Positionen umfasst.
Parallel zu Burrys Wetten zeigt sich auch die Deutsche Bank besorgt über ihre Exposition im KI-Sektor. Die Bank hat in den letzten Monaten massiv in die Finanzierung von Rechenzentren investiert, darunter Kredite an das schwedische Unternehmen EcoDataCenter und die kanadische Firma 5C. Angesichts der Unsicherheiten im Markt diskutiert die Bank nun Strategien zur Absicherung ihrer milliardenschweren Kredite, einschließlich Short-Positionen gegen einen Korb von KI-Aktien.
Burrys Skepsis basiert auf konkreten Marktdaten, die er in seinen Social-Media-Posts geteilt hat. Er weist auf einen Rückgang des Wachstums in den Cloud-Computing-Sparten von Amazon und Alphabet hin, während Microsoft nur leichte Einbußen verzeichnete. Diese Entwicklungen, kombiniert mit den zirkulären Geschäftsbeziehungen zwischen KI-Unternehmen wie NVIDIA, OpenAI und Microsoft, lassen Burry Parallelen zur Dotcom-Blase ziehen.
Die Reaktionen auf Burrys Wetten ließen nicht lange auf sich warten. Die Aktien von NVIDIA und Palantir verzeichneten in den letzten Tagen deutliche Verluste. Palantir-CEO Alex Karp kritisierte Burrys Strategie scharf, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Trotz des Erfolgs von ChatGPT schreibt OpenAI weiterhin massive Verluste, was die Bedenken über eine mögliche KI-Blase verstärkt.
Die Parallelen zur Dotcom-Blase sind nicht von der Hand zu weisen. Damals wie heute stehen astronomische Bewertungen im Widerspruch zu den tatsächlichen Geschäftsergebnissen. Die Deutsche Bundesbank warnt zudem vor einem Crowding-out-Effekt durch passive ETF-Investments, die die Marktliquidität beeinträchtigen könnten. Diese Entwicklungen werfen die Frage auf, ob der aktuelle KI-Boom tatsächlich nachhaltig ist oder ob die Finanzwelt erneut vor einer Blase steht.
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