KIEW / LONDON (IT BOLTWISE) – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf die Freigabe eingefrorener russischer Vermögenswerte, um die Verteidigung seines Landes zu stärken. Diese Gelder könnten entscheidend für den Kauf von Luftverteidigungssystemen und Raketen sein, um den anhaltenden Angriffen Russlands entgegenzuwirken.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut die Freigabe der in Belgien eingefrorenen russischen Staatsvermögen gefordert. Diese Gelder, die sich auf 140 bis 160 Milliarden Euro belaufen, sollen der Ukraine helfen, die Verteidigung gegen die russische Aggression zu stärken. Selenskyj betonte, dass die Freigabe dieser Mittel nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein symbolischer Schlag gegen den Kreml wäre, der damit einen erheblichen Verlust erleiden würde.
Die Ukraine plant, die freigegebenen Gelder für den Kauf von Luftverteidigungssystemen und Raketen einzusetzen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die anhaltenden Angriffe Russlands abzuwehren und die Sicherheit des Landes zu gewährleisten. Selenskyj unterstrich, dass das Einfrieren der Gelder nur der erste Schritt sei und dass die tatsächliche Freigabe an die Ukraine ein entscheidender Sanktionsschritt wäre, um den Frieden in der Region zu fördern.
Die Europäische Union diskutiert seit Monaten über die Möglichkeit, eingefrorene russische Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine zu nutzen. Diese Diskussionen sind jedoch komplex, da Russland vor dem „Diebstahl“ seines Staatsvermögens warnt und mit Gegenmaßnahmen droht. Moskau hat angedeutet, dass es im Gegenzug Vermögenswerte westlicher Unternehmen in Russland beschlagnahmen könnte, was die Spannungen weiter verschärfen würde.
Selenskyj dankte der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für die bereits erfolgte Auszahlung von Zinsen aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten. Diese Gelder, die sich auf 5,6 Milliarden Euro belaufen, wurden der Ukraine als Unterstützung bereitgestellt. Selenskyj sieht darin einen wichtigen Schritt, um Russland für seine Aggression zur Rechenschaft zu ziehen und hofft auf eine baldige politische Entscheidung der EU, die restlichen Milliarden als Reparationszahlungen freizugeben.
In der Ukraine selbst steht Selenskyj unter Druck, da ein Korruptionsskandal in der Energiewirtschaft des Landes für Aufsehen sorgt. Trotz dieser internen Herausforderungen setzt die Ukraine auf die fortlaufende Unterstützung der EU, die bereits zugesagt wurde. Deutschland hat seine Unterstützung ebenfalls bestätigt, was der Ukraine in dieser kritischen Phase zusätzliche Stabilität verleihen könnte.
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