WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein massives Datenleck bei der Washington Post hat die persönlichen Informationen von fast 10.000 Mitarbeitern und externen Auftragnehmern offengelegt. Unter den Betroffenen befindet sich auch der ehemalige nationale Sicherheitsberater John Bolton. Die Hackergruppe Clop, bekannt für ihre Ransomware-Angriffe, hat die Verantwortung für den Angriff übernommen.

Datenleck bei Washington Post: Persönliche Informationen von John Bolton und Tausenden weiteren betroffen
Datenleck bei Washington Post: Persönliche Informationen von John Bolton und Tausenden weiteren betroffen (Foto: IT BOLTWISE)
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Ein schwerwiegendes Datenleck bei der Washington Post hat die persönlichen Daten von fast 10.000 Mitarbeitern und externen Auftragnehmern offengelegt. Zu den Betroffenen gehört auch der ehemalige nationale Sicherheitsberater John Bolton. Die Zeitung wurde am 29. September von einem Hacker kontaktiert, der behauptete, Zugang zu den Oracle E-Business Suite-Anwendungen der Post erlangt zu haben, die für Finanztransaktionen und andere Geschäftsprozesse genutzt werden.

Nach einer Untersuchung stellte die Washington Post fest, dass die Hacker zwischen dem 10. Juli und dem 22. August Zugriff auf das Netzwerk hatten. Sie konnten Daten von 9.720 Mitarbeitern und Auftragnehmern erbeuten, darunter vollständige Namen, Sozialversicherungsnummern, Bankkontodaten sowie Steuer- und Identifikationsnummern. Die russischsprachige Ransomware-Gruppe Clop hat sich zu dem Angriff bekannt und droht, die gestohlenen Daten zu veröffentlichen, falls kein Lösegeld gezahlt wird.

Clop veröffentlichte eine 183-Gigabyte große Torrent-Datei auf ihrer Dark-Web-Leak-Seite. Eine Analyse der Daten durch Straight Arrow News ergab, dass viele der von der Washington Post aufgelisteten Informationen enthalten sind. Unter den Dateien befinden sich auch Bankauszüge, die Zahlungen an Bolton für seine Beiträge in der Post detailliert auflisten, einschließlich seiner Adresse.

Die Washington Post wurde von Oracle darüber informiert, dass eine zuvor unbekannte Sicherheitslücke in der E-Business Suite-Software entdeckt wurde. Es ist unklar, ob Clop direkt mit der Washington Post kommuniziert hat. Laut einem Bericht der Google Threat Intelligence Group begann Clop diesen Sommer, Nutzer der Oracle E-Business Suite gezielt anzugreifen. Ob die Gruppe die Post aufgrund ihrer Rolle als Medienunternehmen ins Visier genommen hat, bleibt unklar.

John Bolton, der während der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump als nationaler Sicherheitsberater diente, ist in der Vergangenheit bereits Ziel von Angriffen geworden. Letzten Monat wurde er vom Justizministerium angeklagt, geheime Dokumente unsachgemäß aufbewahrt zu haben, eine Anklage, zu der er sich nicht schuldig bekannt hat. Diese Vorwürfe werden von Trumps Gegnern als politisch motiviert angesehen.


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