LONDON (IT BOLTWISE) – Bitcoin, die führende Kryptowährung, steht laut Expertenmeinung in den nächsten Jahrzehnten nicht vor einer Bedrohung durch Quantencomputer. Adam Back, ein prominenter Kryptograph, betont, dass die aktuellen Fortschritte in der Quantencomputing-Technologie noch weit davon entfernt sind, die Sicherheit von Bitcoin zu gefährden.

Bitcoin, die weltweit bekannteste Kryptowährung, wird in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich nicht durch Quantencomputer gefährdet, so der Kryptograph Adam Back. Back, der in der Bitcoin-Community als eine Schlüsselfigur gilt, erklärte, dass die Bedrohung durch Quantencomputer für Bitcoin erst in 20 bis 40 Jahren relevant werden könnte. Diese Einschätzung basiert auf den aktuellen Fortschritten in der Quantencomputing-Technologie, die noch nicht in der Lage sind, die für Bitcoin verwendeten Verschlüsselungsstandards zu brechen.
Die Diskussion über die Sicherheit von Bitcoin in Bezug auf Quantencomputer wurde durch eine Aussage des Unternehmers Chamath Palihapitiya angestoßen, der prognostizierte, dass Quantencomputer in zwei bis fünf Jahren eine Bedrohung darstellen könnten. Palihapitiya argumentierte, dass etwa 8.000 Qubits erforderlich wären, um den SHA-256-Algorithmus, auf dem Bitcoin basiert, zu brechen. Adam Back hingegen betonte, dass es bereits von der National Institute of Standards and Technology (NIST) genehmigte post-quantum Verschlüsselungsstandards gibt, die Bitcoin rechtzeitig implementieren könnte.
Der aktuelle Stand der Quantencomputing-Technologie zeigt, dass bestehende Systeme entweder zu fehleranfällig sind oder nicht genügend Qubits besitzen, um moderne Verschlüsselungsstandards zu brechen. Beispielsweise hält das Caltech Neutral-Atom-Array mit 6.100 physischen Qubits den aktuellen Rekord, ist jedoch nicht in der Lage, RSA-2048 zu brechen, obwohl theoretisch nur etwa 4.000 logische Qubits benötigt werden. Diese Diskrepanz ist auf die realen Bedingungen zurückzuführen, die in idealisierten Modellen nicht berücksichtigt werden.
Während die Bedrohung durch Quantencomputer für Bitcoin derzeit gering ist, bleibt die Möglichkeit eines zukünftigen Risikos bestehen. Experten warnen vor der ‘Harvest now, decrypt later’-Strategie, bei der Daten gesammelt und gespeichert werden, bis die Technologie zur Entschlüsselung verfügbar ist. Daher ist es wichtig, dass Bitcoin und andere Systeme rechtzeitig auf quantensichere Verschlüsselung umstellen, um langfristige Sicherheit zu gewährleisten.
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