FRIEDRICHSHAFEN / LONDON (IT BOLTWISE) – In Friedrichshafen entsteht ein innovatives Wohnprojekt, das 245 neue Wohnungen umfasst. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) setzt dabei auf nachhaltiges Bauen und den Erhalt bestehender Gebäude. Der städtebauliche Wettbewerb wurde von Schaudt Architekten gewonnen, deren Entwurf durch die harmonische Integration von Neubauten in den Bestand überzeugt.

In Friedrichshafen plant die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ein bemerkenswertes Wohnprojekt, das im Rahmen der Wohnraumoffensive des Bundes realisiert wird. Ziel ist es, auf eigenen Flächen attraktiven und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Im Quartier an der Ekkehard-, Schwab- und Hebelstraße sollen rund 245 neue Wohnungen entstehen. Der städtebauliche Wettbewerb, der hierfür ausgelobt wurde, fand in Schaudt Architekten GmbH aus Konstanz mit Schuler und Winz Landschaftsarchitekten aus Balingen seine Sieger.
Der Entwurf der Gewinner beeindruckte die Jury durch den überwiegenden Erhalt des Gebäudebestandes, was einen beispielhaften Beitrag zu nachhaltigem und klimaangepasstem Bauen darstellt. Durch die punktuelle Nachverdichtung in Kombination mit Neubauten, die sich harmonisch in den Bestand einfügen, wird neuer Wohnraum geschaffen, ohne die Identität des Quartiers zu verlieren. Die großzügigen Grünflächen bleiben weitestgehend erhalten und werden um einen zentralen Quartiersplatz ergänzt, der als urbane Mitte fungieren soll.
Besonders hervorzuheben ist die Einbindung der Mieterinnen und Mieter in den Planungsprozess. Die BImA hat drei Mietende in die Jury des Preisgerichts berufen, um deren Interessen zu vertreten. Diese Vorgehensweise wird von Friedrichshafens Erstem Bürgermeister Fabian Müller als vorbildlich, aber leider nicht üblich, bezeichnet. Die Wohnungen sollen im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes zunächst den Bestandsmieterinnen und -mietern sowie Bundesbediensteten angeboten werden. Nicht benötigte Wohnungen werden zu denselben bezahlbaren Konditionen auf dem freien Wohnungsmarkt angeboten.
Der Siegerentwurf bildet nun die Grundlage für die weiteren Ausarbeitungsschritte. Bürgermeister Müller prüft zudem, ob für den Umbau die neuen Regeln des sogenannten Bauturbos infrage kommen, was das Verfahren zur Änderung eines Bebauungsplans erheblich beschleunigen könnte. Die Baumaßnahmen sollen abschnittsweise erfolgen, um den bisherigen Mieterinnen und Mietern einen Umzug innerhalb des Quartiers zu ermöglichen. Die BImA bleibt in enger Abstimmung mit den Mietern, um sie über die anstehenden Umzüge zu informieren.
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