PEKING / LONDON (IT BOLTWISE) – In der zunehmend überfüllten Erdumlaufbahn kam es kürzlich zu einem Beinahe-Zusammenstoß zwischen einem Starlink-Satelliten von SpaceX und einem von China gestarteten Satelliten. Diese Beinahe-Kollision verdeutlicht die dringende Notwendigkeit einer besseren Koordination zwischen den verschiedenen Satellitenbetreibern, um die Sicherheit im Weltraum zu gewährleisten.

Der Weltraum wird zunehmend zu einem überfüllten Ort, und die jüngste Beinahe-Kollision zwischen einem Starlink-Satelliten von SpaceX und einem chinesischen Satelliten verdeutlicht die Risiken, die damit verbunden sind. Am 9. Dezember 2025 startete eine Kinetica 1-Rakete von CAS Space neun Satelliten vom Jiuquan Satellite Launch Center in der Wüste Gobi. Einer dieser Satelliten kam einem Starlink-Satelliten gefährlich nahe, was SpaceX dazu veranlasste, die mangelnde Koordination zwischen den Betreibern zu kritisieren.
Michael Nicolls, Vizepräsident der Starlink-Entwicklung bei SpaceX, äußerte sich besorgt über die fehlende Abstimmung im Orbit. Er betonte, dass die meisten Risiken im Weltraum durch die mangelnde Koordination zwischen den Satellitenbetreibern entstehen. Diese Beinahe-Kollision ereignete sich in einer Höhe von 560 Kilometern, wobei die beiden Satelliten sich auf nur 200 Meter annäherten.
CAS Space, das Unternehmen hinter der Kinetica 1-Rakete, erklärte, dass es die Startfenster unter Berücksichtigung eines bodengestützten Raumüberwachungssystems auswählt, um Kollisionen mit bekannten Satelliten oder Trümmern zu vermeiden. Dennoch untersucht das Unternehmen den Vorfall, um die genauen Umstände zu klären und sicherzustellen, dass solche Beinahe-Zusammenstöße in Zukunft vermieden werden können.
Die Anzahl der Satelliten im Erdorbit hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Während im Jahr 2020 weniger als 3.400 funktionale Satelliten die Erde umkreisten, ist diese Zahl bis 2025 auf etwa 13.000 gestiegen. SpaceX betreibt derzeit fast 9.300 Starlink-Satelliten, von denen mehr als 3.000 allein in diesem Jahr gestartet wurden. Die Starlink-Satelliten sind in der Lage, potenziellen Kollisionen autonom auszuweichen, was sie in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 etwa 145.000 Mal getan haben.
Die Beinahe-Kollision verdeutlicht die Notwendigkeit einer besseren internationalen Zusammenarbeit und Koordination im Weltraum. Ein einziger Zusammenstoß könnte eine große Trümmerwolke erzeugen, die weitere Kollisionen verursachen könnte. Dieses Szenario, bekannt als Kessler-Syndrom, könnte es schwierig oder unmöglich machen, Satelliten in bestimmten Bereichen des Weltraums zu betreiben.
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