WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Space Force plant, ihre nächste Generation von Überwachungssatelliten unabhängig zu entwickeln, ohne die bisherige Zusammenarbeit mit dem National Reconnaissance Office fortzusetzen. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Schritt in der strategischen Autonomie der Space Force.

Die Space Force hat angekündigt, ihre zukünftige Generation von Überwachungssatelliten eigenständig zu entwickeln, ohne die bisherige Partnerschaft mit dem National Reconnaissance Office (NRO) fortzusetzen. Diese Entscheidung wurde von Colonel Brendan Hochstein, dem Kommandeur des Space System Command’s Combat Power System Delta, bekannt gegeben. Die Space Force plant, die Erfahrungen und Technologien der aktuellen SILENTBARKER-Konstellation zu nutzen, um ihre Überwachungsfähigkeiten weiter auszubauen.
Die SILENTBARKER-Satelliten, die derzeit in Zusammenarbeit mit dem NRO betrieben werden, spielen eine entscheidende Rolle bei der Überwachung des Weltraums. Die Space Force beabsichtigt, diese Mission vollständig zu übernehmen und die nächste Generation von Überwachungssatelliten selbst zu beschaffen. Diese Satelliten sollen von kommerziellen Anbietern gekauft, aber von der Space Force betrieben werden. Ein Entwurf für die Ausschreibung wird voraussichtlich bis Ende des Jahres veröffentlicht.
Colonel Hochstein erklärte, dass die Space Force die Überwachungs- und Aufklärungsmissionen als getrennte Aufgaben betrachtet. Während die Überwachung die Umgebung scannt, konzentriert sich die Aufklärung auf die detaillierte Beobachtung spezifischer Objekte. Die SILENTBARKER-Satelliten gehören zur Überwachungskategorie, während die geplanten RG-XX-Satelliten für die Aufklärung vorgesehen sind. Diese Unterscheidung ermöglicht eine gezieltere Nutzung der Ressourcen und eine effizientere Informationsbeschaffung.
Die Space Force hat kürzlich eine Anfrage an die Industrie gestellt, um Informationen über optische Sensoren mit einem weiten Sichtfeld zu erhalten, die in den zukünftigen SILENTBARKER-Satelliten eingesetzt werden sollen. Diese Sensoren sollen in der Lage sein, Objekte im Weltraum mit einer visuellen Magnitude von 14,5 zu erkennen, wobei besonderes Interesse an Sensoren besteht, die Objekte mit einer Magnitude von 16 oder höher detektieren können. Diese Anforderungen spiegeln die wachsende Besorgnis über die Bemühungen anderer Nationen wider, die Sichtbarkeit ihrer Satelliten zu verringern.
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