MOSKAU / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Hackergruppe mit Verbindungen zu Russland hat seit 2021 gezielt Schwachstellen in Edge-Geräten ausgenutzt, um kritische Infrastrukturen zu infiltrieren. Diese Angriffe zeigen eine besorgniserregende Entwicklung hin zu bekannten Sicherheitslücken in gängigen Netzwerkausrüstungen. Amazons Bedrohungsforschungsteam hat diese Aktivitäten aufgedeckt und warnt vor den potenziellen Risiken für Unternehmen weltweit.

Eine Hackergruppe, die mit Russland in Verbindung steht, hat seit mindestens 2021 gezielt Schwachstellen in Edge-Geräten genutzt, um kritische Infrastrukturen zu infiltrieren. Diese Entwicklung stellt eine alarmierende Verschiebung hin zur Ausnutzung bekannter Sicherheitslücken in gängigen Netzwerkausrüstungen dar, wie das Bedrohungsforschungsteam von Amazon kürzlich berichtete. Die Angreifer konzentrieren sich dabei auf Geräte wie Firewalls und Netzwerkmanagement-Schnittstellen, die oft als unterschätzte Risikofaktoren gelten.
Nach der Kompromittierung dieser Geräte konnten die Angreifer Netzwerkverkehr abfangen, der Anmeldedaten enthielt, und diese nutzen, um Zugang zu Cloud-Plattformen zu erhalten und sich weiter in den Umgebungen der Opfer zu verankern. Diese Strategie ermöglicht es den Hackern, ihre Arbeitsbelastung zu reduzieren und gleichzeitig die gleichen operationellen Ergebnisse zu erzielen, ohne neue Sicherheitslücken finden und ausnutzen zu müssen.
Amazon hat die Hacker mit der russischen Militärgeheimdienstagentur GRU in Verbindung gebracht, basierend auf einer Infrastruktur und Zielauswahl, die mit der berüchtigten Sandworm-Kampagne gegen kritische Infrastrukturen in der Ukraine und anderswo übereinstimmt. Die Angriffe richteten sich hauptsächlich gegen Elektrizitätsversorger, Managed Service Provider im Energiesektor, Telekommunikationsunternehmen, Cloud-Kollaborationsplattformen und Quellcodedatenbanken. Die meisten Opfer befanden sich in Nordamerika, Europa und dem Nahen Osten.
Um sich vor dieser Bedrohung zu schützen, empfiehlt Amazon Unternehmen, ihre Edge-Geräte auf Anzeichen einer Kompromittierung zu überprüfen und starke Authentifizierungsmaßnahmen zu erzwingen. Zudem sollten Netzwerke segmentiert, verdächtige Anmeldeversuche überprüft und die unnötige Internetexposition von Geräten reduziert werden. Besonders Unternehmen im Energiesektor sollten auf Anmeldeversuche von einer bereitgestellten Liste von Indikatoren für Kompromittierungen achten.
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