LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Kryptoanleger hat durch einen fatalen Fehler fast 50 Millionen US-Dollar verloren. Der Vorfall zeigt die Gefahren von Address Poisoning, einer Betrugsmasche, die selbst erfahrene Nutzer täuschen kann. Trotz einer erfolgreichen Testtransaktion landete der Großteil der USDT-Stablecoins in der falschen Wallet.

Ein Kryptoanleger hat kürzlich eine bittere Erfahrung gemacht, als er fast 50 Millionen US-Dollar in Form von USDT-Stablecoins an einen Betrüger überwies. Der Vorfall, der von den Blockchain-Experten von Web3 Antivirus aufgedeckt wurde, verdeutlicht die Gefahren der sogenannten Address Poisoning-Masche. Diese Betrugsstrategie nutzt die Tatsache aus, dass viele Wallets aus Gründen der Übersichtlichkeit nur die ersten und letzten Zeichen einer Adresse anzeigen.
Beim Address Poisoning senden Betrüger winzige Beträge an Wallet-Adressen, die den bereits genutzten Adressen ihrer Zielpersonen ähneln. Dadurch wird eine falsche Adresse in der Transaktionshistorie der Opfer platziert. Wenn diese dann eine Adresse aus ihrer Historie kopieren, um größere Beträge zu überweisen, kann es passieren, dass sie unwissentlich die Adresse des Betrügers verwenden.
In diesem Fall hatte der betroffene Nutzer zunächst eine Testtransaktion über 50 USDT durchgeführt, die erfolgreich war. Doch zwischen dieser und der Haupttransaktion platzierte der Betrüger seine eigene Adresse in der Historie des Nutzers. Der Anleger, in dem Glauben, die richtige Adresse zu verwenden, überwies daraufhin die restlichen 49.999.950 USDT an den Betrüger.
Die gestohlenen USDT wurden laut Web3 Antivirus kurz nach dem Vorfall in Ethereum umgewandelt und auf mehrere Wallets verteilt, was eine Rückverfolgung und Rückgewinnung des Geldes nahezu unmöglich macht. Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, bei großen Transaktionen stets die vollständige Zieladresse zu überprüfen und sich nicht auf die verkürzten Darstellungen in der Transaktionshistorie zu verlassen.
Der Vorfall zeigt auch, wie wichtig es ist, sich über die neuesten Betrugsmethoden im Bereich der Kryptowährungen zu informieren und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Experten raten dazu, bei größeren Transaktionen immer die vollständige Adresse zu überprüfen und gegebenenfalls zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen.
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