LONDON (IT BOLTWISE) – Michael Saylors Unternehmen Strategy ist trotz eines möglichen Rückgangs des Bitcoin-Preises auf 74.000 US-Dollar nicht von der Insolvenz bedroht. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass die Bitcoin-Bestände des Unternehmens weit über den Verbindlichkeiten liegen und keine Preis-basierten Liquidationsmechanismen existieren.

Michael Saylor, der CEO von Strategy, hat sich in der Finanzwelt einen Namen gemacht, indem er sein Unternehmen in eine Art Bitcoin-Schatzkammer verwandelt hat. Mit einem Bestand von etwa 672.497 BTC, die derzeit auf rund 58,7 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, steht Strategy trotz eines möglichen Bitcoin-Preisrückgangs auf 74.000 US-Dollar auf soliden Füßen. Selbst bei einem solchen Preisverfall würden die Bitcoin-Bestände immer noch einen Wert von etwa 49,8 Milliarden US-Dollar haben, was die Schulden des Unternehmens von rund 8,24 Milliarden US-Dollar bei weitem übersteigt.
Ein wesentlicher Aspekt, der oft missverstanden wird, ist die Schuldenstruktur von Strategy. Das Unternehmen nutzt keine Margin-Kredite, und seine Bitcoin-Bestände sind nicht als Sicherheit verpfändet. Es gibt keine Preis-basierten Liquidationsmechanismen, die bei einem Preisverfall greifen würden. Die meisten Schulden bestehen aus ungesicherten Wandelanleihen, die den Gläubigern nicht das Recht geben, Bitcoin zu beschlagnahmen, wenn die Preise fallen.
Zusätzlich zu den Bitcoin-Beständen verfügt Strategy über etwa 2,19 Milliarden US-Dollar in bar, was ausreicht, um die Dividenden- und Zinsverpflichtungen für etwa 32 Monate zu decken. Diese Verpflichtungen belaufen sich auf geschätzte 750 bis 800 Millionen US-Dollar jährlich. Darüber hinaus generiert das Softwaregeschäft des Unternehmens weiterhin Einnahmen, und es gibt keine größeren Schuldenfälligkeiten vor 2028, was dem Unternehmen auch in einem längeren Abschwung Flexibilität verleiht.
Langfristige Risiken bestehen jedoch weiterhin. Eine fortgesetzte Aktienausgabe zur Finanzierung von Bitcoin-Käufen könnte zu einer Verwässerung führen, insbesondere wenn die Aktie über einen längeren Zeitraum unter dem Nettoinventarwert gehandelt wird. Eine anhaltende Verwässerung könnte schließlich die Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten einschränken und das Management in einem schweren und lang anhaltenden Bärenmarkt zwingen, seine Strategie zu überdenken. Derzeit jedoch deutet die Liquiditätsposition und die Bilanz von Strategy darauf hin, dass ein Rückgang des Bitcoin-Preises auf 74.000 US-Dollar die Solvenz des Unternehmens nicht gefährden würde.
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