NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle Umfrage von Goldman Sachs unter mehr als 900 institutionellen Anlegern zeigt, dass ein erheblicher Teil der Investoren bis Ende 2026 mit einem Anstieg des Goldpreises auf über 5.000 US-Dollar rechnet. Gleichzeitig setzen viele Anleger auf Aktien im Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor, da diese Bereiche von der fortschreitenden Digitalisierung und dem KI-Boom profitieren könnten.

Die jüngste Umfrage von Goldman Sachs, die im November 2025 durchgeführt wurde, beleuchtet die Erwartungen institutioneller Anleger hinsichtlich der Entwicklung von Goldpreisen und Aktienmärkten bis Ende 2026. Ein bemerkenswerter Anteil von 36 Prozent der befragten Investoren prognostiziert, dass der Goldpreis die Marke von 5.000 US-Dollar pro Feinunze überschreiten wird. Diese optimistische Einschätzung wird durch den verstärkten Goldkauf von Zentralbanken und fiskalpolitische Unsicherheiten gestützt, die von 38 Prozent bzw. 27 Prozent der Befragten als Hauptgründe genannt werden.
Gold hat sich in den letzten Jahren als sichere Anlage in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten etabliert. Neben Privatanlegern haben auch internationale Zentralbanken ihre Goldreserven aufgestockt, um sich gegen Inflationsrisiken und Währungsschwankungen abzusichern. Die hohe Liquidität und das Fehlen von Ausfallrisiken machen Gold zu einer attraktiven Anlageoption. Zudem wird erwartet, dass der anhaltende Boom der Künstlichen Intelligenz auch im Jahr 2026 eine bedeutende Rolle spielen wird, was die Nachfrage nach Gold weiter ankurbeln könnte.
Im Gegensatz dazu zeigt die Umfrage, dass 44 Prozent der Experten optimistisch sind, dass Aktien im Bereich Technologie, Medien und Telekommunikation im Jahr 2026 besser abschneiden werden. Diese Sektoren profitieren von der fortschreitenden Digitalisierung und dem KI-Boom, der insbesondere kleinen Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz neue Chancen eröffnet. Greg Calnon von Goldman Sachs betont, dass Small-Cap-Unternehmen, die sich auf Nischenmärkte konzentrieren, von diesen Entwicklungen profitieren könnten, ohne direkt mit den großen KI-Unternehmen konkurrieren zu müssen.
Die Anleger erwarten, dass die Trends, die bereits 2025 die Märkte geprägt haben, auch 2026 fortbestehen werden. Dazu gehört die Dominanz der Künstlichen Intelligenz sowie die Diversifizierung der Zentralbankbestände im Zuge eines globalen Zinssenkungszyklus. Diese Entwicklungen könnten sowohl den Gold- als auch den Aktienmärkten neue Impulse verleihen, wobei die Anleger weiterhin wachsam auf makroökonomische Veränderungen reagieren müssen.
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