LONDON (IT BOLTWISE) – Der Waadtländer Startup Corintis gewinnt die Gold-Auszeichnung beim „Top100 Swiss Startup Award“ und setzt damit ein starkes Zeichen für Deep-Tech aus der Schweiz. Das Engineering-Unternehmen aus Ecublens entwickelt eine Mikrofluidik-Kühltechnologie, die Flüssigkeit über extrem feine Kanäle direkt auf Hochleistungs-Chips führt. Laut Beschreibung kühlt das Verfahren bis zu dreimal effizienter als herkömmliche Methoden und adressiert damit einen Engpass im KI-Boom, bei dem Rechenzentren bereits rund 30 Prozent ihres Stromverbrauchs für Kühlung aufwenden. Die Jury besteht aus über 100 Mitgliedern, begleitet wird die Veranstaltung von Investoren und Politikvertretern.

Wer in der Schweizer Startup-Szene aktuell nach den besonders skalierbaren Technologien sucht, landet schnell bei Corintis. Der aus der EPFL heraus gegründete Chip-Kühler aus Ecublens VD hat beim „Top100 Swiss Startup Award“ die Gold-Rangierung geholt und damit die Aufmerksamkeit auf ein Problem gelenkt, das in vielen KI- und Rechenzentrumsprojekten zwar ständig präsent ist, aber selten so greifbar gelöst wird: Hitze, die direkt Betriebskosten und Effizienz limitiert. Die Auszeichnung wurde zum 16. Mal vergeben, organisiert von Handelszeitung und Venturelab, und in die Bewertung flossen die Urteile von über 100 Jury-Mitgliedern ein. Dass dabei nicht nur einzelne Teams, sondern die gesamte Breite der „Deep-Tech“-Landschaft im Fokus stand, zeigte sich auch an den weiteren Platzierten aus ICT und Raumfahrt.
Corintis nutzt dafür eine Mikrofluidik-Kühltechnologie, die bewusst näher am Chip arbeitet als klassische Ansätze. Laut Beschreibung fließt eine Flüssigkeit über winzige, massgeschneiderte Kanäle direkt auf dem Chip – dabei liegen die Kanalstrukturen bis zu zehnmal feiner als ein menschliches Haar. Der Effekt ist nicht nur „mehr Kühlung“, sondern eine messbar höhere Effizienz: Die Kühlung soll bis zu dreimal effizienter sein als herkömmliche Methoden. In der Praxis ist genau diese Art von Effizienz- oder Leistungsübersetzung entscheidend, weil KI-Workloads in Rechenzentren typischerweise kontinuierlich mehr Rechenleistung nachziehen und damit die thermische Belastung dauerhaft steigt. Die Quelle ordnet das Problem explizit in den KI-Boom ein: Chips in Rechenzentren werden immer heißer, und Kühlung beansprucht bereits rund 30 Prozent des Stromverbrauchs von Rechenzentren.
Damit wird klar, warum ein Engineering-Startup in einem „Startup-Award“-Umfeld so stark wirkt: Die Technologie greift in die Stellschrauben ein, die Betreiber in der Regel als Erstes optimieren müssen, sobald Kapazitäten wachsen. Wenn Kühlungsenergie ein großer Block bleibt, verschiebt sich das Kostenprofil von Rechenzentren und beeinflusst auch Entscheidungen zu Standorten, Auslastungsstrategien und Hardware-Generationen. Corintis adressiert hier nicht nur ein thermisches Detail, sondern ein Systemthema aus Energieeffizienz und Betriebsstabilität. Besonders spannend ist zudem, dass der Ansatz über präzise Kanalgeometrien und direkten Flüssigkeitskontakt mit dem Chip arbeitet – das ist ein anderer Weg als Luftkühlung oder großvolumige Wärmeableitung, bei denen die thermische Kopplung oft begrenzter ist. Für Unternehmen mit KI-Infrastruktur bedeutet das: Kühlkonzepte rücken von „Service-Thema“ hin zu einem zentralen Technologiebaustein.
Die Gold-Auszeichnung kommt außerdem in einem Umfeld, das zeigt, wie stark die Plattform „Top100“ als Talent- und Kapital-Schaufenster funktioniert. Seit dem Start im Jahr 2011 wurden 677 Startups ausgezeichnet; in der Bilanz werden über 27.900 Arbeitsplätze genannt sowie 19 Milliarden Franken an eingesammeltem Kapital. Zusätzlich werden 111 Exits, 11 Börsengänge und 11 Unicorns angeführt. Solche Kennzahlen erklären auch, warum große Finanzakteure als Presenting Partner auftreten und warum die Veranstaltung für die Startup-Community ein regelmäßiger Fixpunkt bleibt: Sie bringt frühe Teams, Investoren und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen, also genau die Beteiligten, die über Pilotprojekte, Finanzierungsrunden und Marktzugang entscheiden. Im selben Rahmen wurden Sonderpreise vergeben, darunter Kandou AI für die größte Finanzierungsrunde 2026, Memo Therapeutics für den größten Exit 2026 sowie in den Kategorien Biotech (Aukera Therapeutics), Cleantech (Voltiris) und Robotics (Flexion Robotics).
Auch die Konkurrenz-Signale sind dabei relevant, weil sie die thematische Breite der Schweizer Innovationskraft sichtbar machen. Silber ging an DeepJudge aus Zürich im Bereich ICT, Bronze an PAVE Space aus Villeneuve VD, ein Raumfahrt-Startup, das es von Anfang an auf Platz 3 schaffte. Ergänzend trat Patrick Hertzog, Gründer des Schweizer Tech-Unicorns Nexthink, als Stargast auf und gab der Startup-Community als Rat „groß denken, Risiken eingehen“ – allerdings gekoppelt an den Fokus auf die eigentlichen Kundenprobleme. Diese Kombination passt gut zum Markt: Gerade bei tiefgreifenden Technologien wie Mikrofluidik-Kühlung entscheidet nicht nur die Technik selbst, sondern auch die Fähigkeit, sie in reale Betriebsanforderungen von Rechenzentren zu übersetzen und in Implementierungen zu bringen, die sich in bestehende Prozesse einfügen.
Im globalen Rennen verortet die Quelle die Schweiz als stark bei Künstlicher Intelligenz, Robotik, Biotech, Klimatech und Raumfahrt. Gleichzeitig folgt daraus der Hinweis auf das Risiko von Selbstzufriedenheit: Es brauche mehr eigenes Kapital, um die eigenen „Champions“ zu fördern, und entsprechende Initiativen wie der Deep Tech Nation AWI Fund oder der Swiss Champions Fund seien ein erster Schritt. Genau hier liegt der industriepolitische Hebel, der über einzelne Awards hinausgeht: Wenn Deep-Tech-Unternehmen skalieren sollen, müssen Finanzierungs- und Wachstumsphasen so ausgestaltet sein, dass aus Labor- und Prototypenentwicklungen robuste Produkte werden. Für Entscheider in Unternehmen mit KI- und Hardwarebezug bedeutet das wiederum: Preis- und Effizienzargumente reichen allein nicht, wenn die Lieferkette für kritische Komponenten, Testumgebungen und die Validierung im Feld noch nicht ausreichend abgesichert ist. Der Erfolg von Corintis zeigt zumindest, dass in der Schweiz nicht nur Ideen entstehen, sondern Technologien, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit an den realen Engpässen der nächsten KI-Ära messen lassen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Corintis gewinnt „Top100 Swiss Startup Award“ mit KI-Kühltechnik für Chips" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Corintis gewinnt „Top100 Swiss Startup Award“ mit KI-Kühltechnik für Chips" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Corintis gewinnt „Top100 Swiss Startup Award“ mit KI-Kühltechnik für Chips« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!