NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle Studie von Panorays zeigt, dass 85 % der CISOs Schwierigkeiten haben, Bedrohungen durch Drittanbieter zu erkennen. Trotz steigender Vorfälle in der Lieferkette fehlt es an umfassender Sichtbarkeit, was die Sicherheitslage vieler Unternehmen gefährdet. Die Einführung von KI-gestützten Lösungen könnte jedoch Abhilfe schaffen.

Die jüngste Studie von Panorays, einem führenden Anbieter von Software für das Management von Sicherheitsrisiken durch Drittanbieter, beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Chief Information Security Officers (CISOs) konfrontiert sind. Laut der Umfrage, die auf den Antworten von 200 CISOs aus US-amerikanischen Unternehmen basiert, sehen 85 % der Befragten keine vollständige Sichtbarkeit der Risiken, die von Drittanbietern ausgehen. Dies ist besonders alarmierend angesichts der zunehmenden Angriffe auf Lieferketten.
Ein zentrales Problem ist die unzureichende Vorbereitung auf Krisenfälle. Obwohl 77 % der CISOs Drittanbieterrisiken als erhebliche Bedrohung ansehen, haben nur 21 % getestete Krisenreaktionspläne. Dies erhöht das Risiko von Ausfällen und finanziellen Verlusten erheblich. Die Studie zeigt auch, dass viele Unternehmen nur ihre direkten Lieferanten überwachen, während die eigentlichen Bedrohungen oft im Hintergrund lauern.
Ein weiteres Problem ist die rasante Einführung von KI-Tools, die oft ohne ausreichende Sicherheitsüberprüfung in die IT-Umgebungen integriert werden. Nur 22 % der CISOs haben formale Prüfprozesse für diese Tools, was zu einem gefährlichen blinden Fleck führt. Die Studie hebt hervor, dass 60 % der Befragten Schatten-KI als besonders riskant betrachten, da diese unkontrolliert Zugang zu sensiblen Systemen erhalten.
Die Unzufriedenheit mit den bestehenden Governance-, Risk- und Compliance-Plattformen ist groß. Obwohl 61 % der Unternehmen in solche Lösungen investiert haben, empfinden 66 % diese als ineffektiv im Umgang mit den dynamischen Risiken der Lieferkette. Viele Sicherheitsabteilungen greifen daher auf manuelle Lösungen zurück, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Schwachstellen übersehen werden.
Die Studie zeigt jedoch auch positive Entwicklungen: Der Einsatz von KI-gestützten Tools zur Bewertung von Drittanbieterrisiken hat zugenommen. Während im Vorjahr nur 27 % der Unternehmen solche Technologien nutzten, sind es in diesem Jahr bereits 66 %. Diese Entwicklung könnte helfen, die Sichtbarkeitslücke zu schließen und die Sicherheitslage zu verbessern.
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