LONDON (IT BOLTWISE) – Eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Telnet-Daemon Telnetd, die seit 2015 besteht, wurde erst kürzlich entdeckt. Diese Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, mit minimalem Aufwand Root-Zugriff auf betroffene Systeme zu erlangen. Obwohl ein Patch verfügbar ist, wird dringend empfohlen, den Dienst abzuschalten und auf das sicherere SSH-Protokoll umzusteigen.

Eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke im Telnet-Daemon Telnetd sorgt für Aufsehen in der IT-Sicherheitswelt. Diese Schwachstelle, die bereits seit 2015 existiert, ermöglicht es Angreifern, mit einer einfachen Zeichenkette Root-Zugriff auf anfällige Systeme zu erlangen. Der Fehler wurde erst am 19. Januar 2026 entdeckt, obwohl er seit über einem Jahrzehnt besteht.
Telnetd ist ein Dienst, der das Telnet-Protokoll unterstützt, ein älteres Client/Server-Protokoll, das früher häufig für den Fernzugriff auf Server verwendet wurde. In der heutigen Zeit wird es jedoch aus Sicherheitsgründen weitgehend durch das verschlüsselte SSH-Protokoll ersetzt. Dennoch ist Telnet auf einigen Servern noch aktiv, was die Gefahr dieser Sicherheitslücke erhöht.
Die Schwachstelle entsteht dadurch, dass Telnetd die vom Client empfangene Umgebungsvariable User ohne Überprüfung an das Login-Programm weitergibt. Wird eine speziell gestaltete Zeichenkette wie “-f root” übergeben, erfolgt eine automatische Anmeldung als Root ohne zusätzliche Authentifizierung. Diese Lücke wurde durch einen Commit im Jahr 2015 eingeführt und betrifft alle Versionen ab 1.9.3.
Obwohl ein Patch zur Behebung des Problems verfügbar ist, wird dringend empfohlen, Telnetd nicht mehr zu verwenden. Stattdessen sollte auf das sicherere SSH-Protokoll umgestiegen werden. Falls Telnetd weiterhin benötigt wird, sollte der Zugriff auf vertrauenswürdige Clients beschränkt werden, um das Risiko zu minimieren.
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