LONDON (IT BOLTWISE) – Ein massives Datenleck hat fast 150 Millionen Zugangsdaten von Nutzern großer Tech-Konzerne offengelegt. Die Infostealer-Malware, die für diesen Vorfall verantwortlich ist, stellt eine erhebliche Bedrohung für die digitale Sicherheit dar, da sie Identitätsdiebstahl und Betrug erleichtert. Besonders betroffen sind Konten bei Google, Facebook und Apple.

Ein kürzlich aufgetretenes Datenleck hat weltweit für Aufsehen gesorgt, da fast 150 Millionen Zugangsdaten von Nutzern großer Tech-Konzerne im Internet kursieren. Diese Daten stammen von Geräten, die mit Infostealer-Malware infiziert wurden, einer Art von Schadsoftware, die darauf abzielt, sensible Informationen wie Benutzernamen und Passwörter zu stehlen. Besonders betroffen sind Konten bei Google, Facebook, Apple und anderen globalen Diensten.
Die ungeschützte Datenbank, die ein Volumen von 96 Gigabyte umfasst, ist ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle. Sie enthält nicht nur Benutzernamen und Passwörter im Klartext, sondern oft auch die direkten Login-URLs, was automatisierte Angriffe erheblich erleichtert. Besonders stark betroffen sind Gmail-Konten mit 48 Millionen Einträgen, gefolgt von 17 Millionen Facebook-Logins und 6,5 Millionen Instagram-Accounts.
Die Quelle dieses Lecks sind nicht gehackte Server von Apple oder Google, sondern die Computer und Smartphones der Nutzer selbst. Infostealer-Malware gelangt häufig über manipulierte Software oder Phishing-Mails auf die Geräte und arbeitet dann unbemerkt im Hintergrund. Viele Nutzer unterschätzen das Risiko, insbesondere wenn Passwörter im Browser gespeichert oder Anhänge unbedacht geöffnet werden.
Der Vorfall verdeutlicht einen besorgniserregenden Trend: Der Diebstahl von Zugangsdaten ist heute industrialisiert. Infostealer werden oft als „Malware-as-a-Service“ vermietet, was die Einstiegshürde für Kriminelle ohne tiefes Technikwissen senkt. Die Automatisierung solcher Angriffe erhöht das Risiko für Nutzer erheblich, da ein einziges infiziertes Gerät zur Übernahme der gesamten digitalen Identität führen kann.
Sicherheitsexperten raten zu einem mehrstufigen Ansatz, um sich zu schützen. Dazu gehört das sofortige Ändern von Passwörtern, insbesondere für E-Mail, Banking und soziale Netzwerke, sowie die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Zudem sollten Software nur aus offiziellen Quellen geladen und regelmäßige Updates installiert werden, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
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