WACHTBERG / LONDON (IT BOLTWISE) – Das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) hat ein innovatives System entwickelt, das autonome Drohnen und Bodenroboter kombiniert, um radioaktive Gefahrenquellen effizienter zu lokalisieren und zu bergen. Diese Technologie verspricht, die Sicherheit von Einsatzkräften bei CBRNE-Gefahren erheblich zu verbessern und gleichzeitig die Einsatzzeiten zu verkürzen.

Das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) hat ein wegweisendes System entwickelt, das autonome Drohnen und Bodenroboter kombiniert, um radioaktive Gefahrenquellen effizienter zu lokalisieren und zu bergen. Diese Technologie zielt darauf ab, die Sicherheit von Einsatzkräften bei CBRNE-Gefahren (chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Bedrohungen) erheblich zu verbessern und gleichzeitig die Einsatzzeiten zu verkürzen.
Im Zentrum des Systems stehen hochautomatisierte Drohnen, die mit Gammastrahlungsdetektoren sowie optischen und Infrarotkameras ausgestattet sind. Diese Drohnen sind in der Lage, Strahlungsquellen schnell und präzise zu identifizieren. Die Bordelektronik wertet die gesammelten Daten in Echtzeit aus und liefert sofortige Lageinformationen an die Einsatzkräfte, die sich in sicherer Entfernung befinden. Der operative Ablauf ist zweistufig: Zunächst erstellt die Drohne autonom eine Karte des Zielgebiets und ermittelt Basiswerte für die Strahlung. Bei Abweichungen von diesen Werten wird die Suchphase eingeleitet, in der die Drohne vordefinierte Routen abfliegt, um die Quelle präzise einzugrenzen.
Ergänzt wird die Luftaufklärung durch autonome Bodenfahrzeuge, die in die Gefahrenzone fahren, um die Drohnen-Befunde zu verifizieren und weitere Daten zu sammeln. Diese Roboter sind mit ausgefeilten Greifarmen ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, radioaktive Trümmerteile autonom oder per Fernsteuerung aufzunehmen und in spezielle Sicherheitsbehälter zu legen. Diese Manipulations- und Kartierungstechnologien haben dem FKIE-Team bereits internationale Anerkennung bei Roboterwettbewerben eingebracht.
Die Innovationen des Fraunhofer FKIE kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da hybride Bedrohungen und Destabilisierungsversuche das Gefahrenpotenzial erhöht haben. Der globale Markt für Such- und Rettungsrobotik verzeichnet ein starkes Wachstum und wird bis 2030 auf mehr als 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. Treiber dieser Entwicklung sind die Zunahme von Naturkatastrophen und rasante Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz. Das Fraunhofer FKIE plant, die Technologie kontinuierlich weiterzuentwickeln und in realistischen Szenarien zu testen, um die Autonomie und Integration von Luft- und Bodenteams weiter zu verbessern.
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