REDMOND / LONDON (IT BOLTWISE) – Microsoft kündigt das Ende der Exchange Web Services (EWS) in Exchange Online an. Unternehmen müssen bis April 2027 auf die Microsoft Graph API umsteigen, um ihre Workflows aufrechtzuerhalten. Diese Umstellung ist notwendig, um den modernen Anforderungen an Sicherheit und Skalierbarkeit gerecht zu werden.

Microsoft hat angekündigt, dass die Unterstützung für die Exchange Web Services (EWS) in Exchange Online im Jahr 2027 eingestellt wird. Diese Entscheidung markiert das Ende einer Ära, da EWS fast zwei Jahrzehnte lang ein wesentlicher Bestandteil für die Integration von Drittanbieter-Apps war. Unternehmen, die weiterhin auf Exchange Online setzen, müssen bis April 2027 auf die moderne Microsoft Graph API migrieren, um ihre Arbeitsabläufe zu sichern.
Der Umstieg auf die Microsoft Graph API ist nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern auch eine Investition in eine sicherere und leistungsfähigere Plattform. Die Graph API bietet eine einheitliche Schnittstelle für den gesamten Microsoft-365-Kosmos und ermöglicht eine stärkere Authentifizierung sowie breitere Funktionen. Microsoft hat bereits 2018 signalisiert, dass das Ende von EWS bevorsteht, indem keine neuen Funktionen mehr für die API entwickelt wurden.
Ein Sicherheitsvorfall, bekannt als „Midnight Blizzard“, der im Januar 2024 stattfand, beschleunigte den Zeitplan für die Abschaltung von EWS. Dieser Vorfall nutzte EWS als Einfallstor, was Microsoft dazu veranlasste, auch eigene Anwendungen von der Abschaltung zu erfassen. Unternehmen müssen nun ihre internen Workflows und Software-Lösungen anpassen, um einen reibungslosen Betrieb ihrer Microsoft-365-Umgebungen zu gewährleisten.
Microsoft hat einen gestaffelten Plan mit festen Deadlines vorgelegt. Ab dem 1. Oktober 2026 werden EWS-Anfragen standardmäßig blockiert. Administratoren können jedoch über eine neue „EWS App AllowList“ bis August 2026 entscheiden, welche kritischen Anwendungen vorerst weiterlaufen dürfen. Das endgültige Aus für EWS kommt dann am 1. April 2027, wenn der Zugriff unwiderruflich gekappt wird.
Die Umstellung auf die Graph API bietet Unternehmen die Möglichkeit, von einer moderneren und sichereren Architektur zu profitieren. Microsoft stellt Werkzeuge wie Nutzungsberichte im Admin-Center und einen EWS Analyzer zur Verfügung, um den Umstieg zu erleichtern. Unternehmen sollten jetzt handeln, um Abhängigkeiten zu identifizieren und Entwickler-Ressourcen für die Migration einzuplanen. Der Schritt zu Graph ist nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern auch eine Investition in die Zukunft.
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