LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Analyse geht davon aus, dass KI und Automatisierung in den USA bis 2035 für einen massiven Arbeitsplatzwechsel sorgen könnten. Betroffen wären laut Schätzung rund 11 Millionen Menschen, während parallel in KI-nahen Bereichen auch neue Stellen entstehen. Der Bericht hebt vor allem die Herausforderung der Mobilität hervor: Es geht weniger um Jobmangel als um den Umstieg in andere Tätigkeiten. Gleichzeitig deutet die Lage am Arbeitsmarkt auf eine zähe Phase hin, in der der Druck auf Beschäftigte spürbar bleibt.

Die Debatte um KI und Arbeit bekommt eine neue Wendung: Nicht das pauschale „mehr Jobs oder weniger Jobs“ steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie schnell sich Menschen in andere Rollen bewegen können. Laut einem Bericht des McKinsey Global Institute könnten in den USA bis 2035 etwa 11 Millionen Beschäftigte ihre bisherige Tätigkeit komplett wechseln müssen. Das entspricht rund 6,5% der aktuellen Erwerbsbevölkerung. Damit wird der Fokus deutlich auf den Zeitraum der nächsten Jahre verschoben – genau dann, wenn Unternehmen Prozesse automatisieren und gleichzeitig neue Funktionen in KI-gestützten Arbeitsabläufen aufbauen.
Technisch betrachtet entsteht der Effekt weniger durch „KI als einzelnes Produkt“, sondern durch Automatisierungsschichten: Software übernimmt Teilaufgaben, Modelle unterstützen Entscheidungen und Standardprozesse werden stärker datengetrieben. McKinsey setzt in der Rechnung auf ein Szenario, in dem KI- und Automatisierungseffekte zwar insgesamt Arbeitsnachfrage reduzieren können, zugleich aber Beschäftigung in AI-bezogenen Feldern und im restlichen Wirtschaftsumfeld anziehen. Die Basisannahme: Automatisierung könnte die Arbeitsnachfrage bis 2035 um 36 Millionen Jobs senken, während Wachstum in KI-nahen Bereichen und in der Gesamtwirtschaft 40 Millionen Jobs zusätzlich generieren könnte. Entscheidend ist dann die Passung zwischen den Profilen der betroffenen Beschäftigten und den neu entstehenden Rollen.
Der Bericht formuliert dazu eine harte Konsequenz für die Betroffenen: Rund 25 Millionen der 36 Millionen potenziell betroffenen Arbeitskräfte könnten in ihren aktuellen Berufen bleiben, weil Wachstum in ihren Branchen den Rückgang durch Automatisierung teilweise ausgleicht. Für die übrigen 11 Millionen sieht das Papier einen vollständigen Berufswechsel vor. Genau hier liegt die „größte und am längsten anhaltende Transformation“ – so die Studie – die in der US-Arbeitswelt in dieser Breite historisch auffallen dürfte. Gleichzeitig versucht die Studie, die Lage zu entdramatisieren: Selbst wenn sich die Joblandschaft verschiebt, könnte die Zahl der insgesamt verfügbaren Stellen im Jahr 2035 höher sein als heute, aber weniger Menschen wären dafür im gleichen Maße verfügbar – unter anderem wegen einer alternden Bevölkerung.
Während die KI-Mechanik also vor allem um Umschichtung und Qualifikationswechsel kreist, zeigt die Gegenwart bereits, wie herausfordernd Umbrüche für Unternehmen und Beschäftigte sind. Laut Daten des U.S. Bureau of Labor Statistics fielen die Job openings zum Ende des Monats August auf einen Fünf-Monats-Tiefstand. Ebenso blieb die freiwillige Kündigungsrate – ein Indikator dafür, wie sicher sich Beschäftigte fühlen – nahe einem Tiefpunkt der vergangenen sechs Jahre. Auch die Zahl der Entlassungen schrumpfte den zweiten Monat in Folge. Diese Kombination beschreibt weniger einen dramatischen Arbeitsmarkt-Schock, sondern eher ein „Low-Hire, Low-Fire“-Umfeld: weniger Einstellungen, weniger Fluktuation, und damit auch weniger natürliche Bewegung zwischen Arbeitgebern.
Dass fehlende Bewegung bei vielen als „Stau“ wahrgenommen wird, spiegelt sich in Branchenbeobachtungen zur Jobsuche. In einer Einschätzung, die sich auf die Sicht von Arbeitssuchenden stützt, wird betont, dass zögerliche Neueinstellungen die Frustration erhöhen können, weil Beschäftigte weniger Ausweichmöglichkeiten sehen. Parallel dazu sank der Employee Confidence Index in September auf einen neuen Tiefstand; außerdem blieb das Konsumentenvertrauen insgesamt schwach. Die Conference Board-Umfrage für September fiel um 6,7 Punkte auf 81,9 – unter anderem belastet durch höhere Gaspreise sowie Unsicherheiten im Umfeld von Krieg und globalen Handelsbeziehungen. Das University-of-Michigan-Konsumbarometer zeigt zwar ebenfalls Einbußen, wird aber stärker von der privaten finanziellen Lage und der Inflation getrieben; die Arbeitsmarktperspektive spielt dort weniger die gleiche Rolle wie im Konsumentenindex, der stärker den Arbeitsplatzbezug abbildet.
Auch im wirtschaftspolitischen Kalender verschärft sich der Kontrast: Das offizielle September-Jobs-Reporting steht laut Veröffentlichung für den Freitagmorgen an, und Ökonomen rechnen damit, dass das Beschäftigungswachstum gegenüber August langsamer ausfällt. Als Konsens wird genannt: 95.000 zusätzliche Stellen im Vergleich zu 162.000 im August sowie eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,1%. Für Unternehmen und Personalabteilungen bedeutet das: KI-Transformation trifft auf einen Arbeitsmarkt, der derzeit nicht automatisch „nachzieht“. Wenn Neueinstellungen ohnehin zäh sind, wird Umschulung und interne Neuverteilung von Aufgaben zu einem Kernhebel – und zwar nicht erst, wenn KI wirklich „reif“ ist, sondern während sich die Nachfrage nach Rollen bereits verlagert.
Aus Industriekundensicht lässt sich daraus eine praktische Schlussfolgerung ableiten: Wer nur auf Stellenverluste schaut, übersieht den wahrscheinlich wichtigeren Engpass. Die Studie macht Mobilität zum Problem, und Mobilität setzt Strukturen voraus – von Weiterbildungsprogrammen über Talent-Pipelines bis zu klaren Rollenbeschreibungen, die den Übergang von heute nach morgen abbilden. Gerade weil gleichzeitig in KI-nahen Feldern neue Jobs entstehen können, liegt der Wert für Arbeitgeber in einem „Übersetzungsmodell“ zwischen Anforderungen der Automatisierung und vorhandenen Kompetenzen der Belegschaft. So wird KI nicht nur zu einem Technologieprojekt, sondern zu einem Organisations- und Workforce-Thema mit messbaren Ergebnissen.
Am Ende entscheidet weniger die reine Jobbilanz als die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen und Beschäftigte Qualifikationen angleichen. Der Bericht von McKinsey betont das, indem er gleichzeitig mehr Jobs als Jobsverluste bis 2035 in Aussicht stellt und dennoch eine der größten und nachhaltigsten Transformationen konstatiert. In der Praxis heißt das: Personalplanung sollte KI-Effekte nicht erst als „Zukunftsrisiko“ behandeln, sondern als Planungsgröße für Kompetenzmodelle, Hiring-Strategien und Umschulungsbudgets – besonders in einer Arbeitsmarktphase, in der die Fluktuation derzeit niedrig bleibt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "KI könnte 11 Millionen US-Beschäftigte bis 2035 in neue Jobs drängen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "KI könnte 11 Millionen US-Beschäftigte bis 2035 in neue Jobs drängen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »KI könnte 11 Millionen US-Beschäftigte bis 2035 in neue Jobs drängen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!