LONDON (IT BOLTWISE) – Die Dauer von Immobilientransaktionen in Europa hat sich stabilisiert, was auf eine mögliche Trendwende hindeutet. Der aktuelle Real Estate Trends Report von Drooms zeigt, dass die durchschnittliche Transaktionsdauer bei 363 Tagen liegt, während Investoren weiterhin großes Interesse an der DACH- und CEE-Region zeigen.

Die Immobilienbranche in Europa steht vor einer potenziellen Trendwende, da die durchschnittliche Dauer von Transaktionen erstmals seit Jahren stabil geblieben ist. Der Real Estate Trends Report von Drooms zeigt, dass die Transaktionsdauer im Jahr 2025 bei 363 Tagen verharrte, was auf eine mögliche Verbesserung des Transaktionsumfelds hindeutet. Diese Stabilität könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich der Markt von den bisherigen Rekordhöhen erholt.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Transaktionsdauer in Großbritannien auf 577 Tage gestiegen ist, während sie in Deutschland erstmals wieder gesunken ist. In Deutschland reduzierte sich die Dauer von 405 auf 398 Tage, was als positives Signal für den deutschen Markt gewertet werden kann. Frankreich und Spanien hingegen verzeichneten einen Anstieg der Transaktionsdauer, was auf unterschiedliche Marktbedingungen in diesen Ländern hinweist.
Die Datenmenge pro Immobilientransaktion bleibt weiterhin hoch, was auf die strengen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen zurückzuführen ist. Diese Komplexität stellt eine Herausforderung für die Branche dar, die zunehmend auf strukturierte und digitale Prozesse angewiesen ist, um den Informationsaustausch effizient zu gestalten. Laut Alexandre Grellier, CEO von Drooms, könnte die Stabilisierung der Transaktionsdauer ein Indikator für ein aufhellendes Transaktionsumfeld sein, obwohl die Dealsicherheit weiterhin abnimmt.
Investoren zeigen weiterhin großes Interesse an der DACH- und CEE-Region, wobei 28 Prozent der Befragten planen, einen erheblichen Teil ihres Investitionsvolumens außerhalb ihres Heimatmarktes zu investieren. Spanien, die DACH-Region und die CEE-Region stehen dabei besonders im Fokus. Die größte Herausforderung für die Unternehmen bleibt jedoch die Finanzierung, da 46 Prozent angeben, dass die Sicherung weiterer Finanzmittel ihre größte Herausforderung darstellt.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Einfluss der Künstlichen Intelligenz auf das Transaktionsgeschäft. Viele Befragte erwarten, dass KI ihnen ermöglicht, mit derselben Personalstärke mehr Deals zu sichten und vorzubereiten. Dies könnte den Markt fairer gestalten, indem kleinere Unternehmen mit großen Investmentmanagern konkurrieren können. KI wird zwar nicht die Due Diligence übernehmen, aber sie kann den Zugang zu besseren Deals erleichtern.
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