LONDON (IT BOLTWISE) – Eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke in Sangoma FreePBX hat zu einer massiven Kompromittierung von über 900 Instanzen weltweit geführt. Diese Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, über die Administrationsoberfläche von FreePBX auf die Systeme zuzugreifen und beliebige Befehle auszuführen. Besonders betroffen sind die USA, Brasilien, Kanada, Deutschland und Frankreich.

Die Sicherheitslücke in Sangoma FreePBX, die als CVE-2025-64328 bekannt ist, hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Diese Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, nach der Authentifizierung beliebige Shell-Befehle auf dem Host-System auszuführen. Besonders brisant ist, dass über 900 Instanzen von dieser Sicherheitslücke betroffen sind, wobei die meisten in den USA, Brasilien, Kanada, Deutschland und Frankreich lokalisiert sind.
Die Schwachstelle betrifft FreePBX-Versionen ab 17.0.2.36 und wurde in der Version 17.0.3 behoben. Um die Gefahr zu minimieren, wird den Nutzern dringend empfohlen, ihre Systeme zu aktualisieren und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört, den Zugang zur FreePBX-Administrationsoberfläche auf autorisierte Nutzer zu beschränken und den Zugriff aus potenziell feindlichen Netzwerken zu unterbinden.
Die Bedrohung durch diese Sicherheitslücke ist so ernst, dass die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) sie in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen aufgenommen hat. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, mit der Betreiber von FreePBX-Instanzen handeln müssen, um ihre Systeme zu schützen.
Ein weiterer besorgniserregender Aspekt ist die aktive Ausnutzung der Schwachstelle durch die Bedrohungsakteure hinter der Operation INJ3CTOR3. Diese nutzen die Schwachstelle, um eine Web-Shell namens EncystPHP zu installieren, die es ihnen ermöglicht, mit erhöhten Rechten auf den kompromittierten Systemen zu agieren. Dadurch können sie nicht nur beliebige Befehle ausführen, sondern auch ausgehende Anrufe über die PBX-Umgebung initiieren.
Die Betreiber von FreePBX-Instanzen sind daher aufgefordert, unverzüglich auf die neueste Version zu aktualisieren und alle empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um ihre Systeme vor weiteren Angriffen zu schützen.
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