BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Cybersicherheit in Deutschland steht vor einer Herausforderung: Nur ein Bruchteil der Unternehmen, die für das Gemeinwesen wichtig sind, hat sich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registriert. Diese Registrierung ist Teil der NIS-2-Richtlinie der EU, die darauf abzielt, die Sicherheit kritischer Infrastrukturen zu stärken. Trotz der wachsenden Bedrohungslage durch Cyberangriffe haben sich bisher nur wenige Unternehmen an die Vorgaben gehalten.

Die Cybersicherheit in Deutschland steht vor einer bedeutenden Herausforderung. Trotz der wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe haben sich nur wenige Unternehmen, die für das Gemeinwesen von Bedeutung sind, beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registriert. Diese Registrierung ist Teil der NIS-2-Richtlinie der Europäischen Union, die darauf abzielt, die Sicherheit kritischer Infrastrukturen zu stärken.
Die Richtlinie verpflichtet Unternehmen, die in kritischen Bereichen der Infrastruktur tätig sind, sich beim BSI zu registrieren und Vorfälle zu melden, die die Cybersicherheit betreffen. Dies umfasst auch Schulungen für Mitarbeiter, um IT-Ausfälle und Cyberangriffe besser abwehren zu können. Zwei Wochen vor Ablauf der Frist am 6. März 2026 haben sich jedoch nur 4.856 von rund 29.500 betroffenen Unternehmen registriert.
Unternehmen, die die Frist versäumen, begehen eine Ordnungswidrigkeit und müssen mit Zwangs- und Bußgeldern rechnen. In gravierenden Fällen kann das BSI auch Aufsichtsmaßnahmen einleiten, die tiefere Prüfungen des gesamten Sicherheitskonzepts nach sich ziehen. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Jeanne Dillschneider kritisierte den niedrigen Stand der Registrierungen als Armutszeugnis und betonte die Dringlichkeit, den Ernst der Lage zu erkennen.
Die Registrierung beim BSI ist nicht nur eine bürokratische Pflicht, sondern ein wichtiger Schritt, um die Cybersicherheit in Deutschland zu verbessern. Unternehmen müssen ihre Stammdaten und Kontaktinformationen hinterlegen, damit die Behörde im Falle einer Bedrohung schnell reagieren kann. Die geringe Beteiligung zeigt jedoch, dass viele Unternehmen die Risiken noch nicht ernst genug nehmen.
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