LONDON (IT BOLTWISE) – Die europäischen Aktienmärkte stehen unter Druck, da die Ölpreise trotz der Freigabe strategischer Reserven weiter steigen. Der DAX verlor 1,4 Prozent, während der Euro-Stoxx-50 um 0,7 Prozent fiel. Die Unsicherheit im Nahen Osten und die Auswirkungen auf die Straße von Hormus tragen zur Volatilität bei.

Die europäischen Aktienmärkte haben zur Wochenmitte unter dem Druck steigender Ölpreise gelitten. Trotz der Freigabe einer Rekordmenge an Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) stiegen die Preise für Brent-Öl um 4,9 Prozent auf 92,12 Dollar je Barrel. Diese Maßnahme sollte die Märkte beruhigen, doch die Unsicherheiten im Nahen Osten, insbesondere die Lage im Iran, sorgen weiterhin für Unruhe.
Die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl übertrifft die Menge, die 2022 während des Ukraine-Konflikts freigegeben wurde. Dennoch scheint der Markt diese Maßnahme bereits eingepreist zu haben, wie der Ökonom David Fyfe von Argus erklärt. Die Wirksamkeit solcher strategischen Reserven hängt stark von der Dauer der Schließung der Straße von Hormus ab, da sie nur eine kurzfristige Lösung darstellen.
Der DAX verlor 1,4 Prozent und fiel auf 23.640 Punkte, während der Euro-Stoxx-50 um 0,7 Prozent auf 5.795 Punkte sank. Die US-Verbraucherpreise für Februar blieben stabil und setzten keinen neuen Impuls, da sie den Erwartungen der Ökonomen entsprachen. Einzelne Aktien wie Rheinmetall verzeichneten nach der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen einen Rückgang von 8 Prozent, obwohl das Unternehmen ein Umsatzplus von 29 Prozent erzielte.
Auch andere Rüstungsaktien wie Leonardo in Mailand verloren an Wert. Der Konsumgüterhersteller Henkel musste ebenfalls Einbußen hinnehmen, da das Wachstum hinter den Erwartungen zurückblieb. Im Gegensatz dazu konnte die Porsche AG nach der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen für 2025 einen Anstieg von 6,1 Prozent verzeichnen, obwohl die Zahlen unter den Erwartungen lagen.
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