LONDON (IT BOLTWISE) – Die Financial Action Task Force (FATF) hat in einem neuen Bericht auf die Risiken hingewiesen, die von Offshore-Krypto-Dienstleistern ausgehen. Diese Unternehmen erschweren die Durchsetzung von Anti-Geldwäsche-Maßnahmen und könnten Schlupflöcher für Sanktionen schaffen. Die FATF fordert eine stärkere internationale Zusammenarbeit, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Die Financial Action Task Force (FATF) hat in einem aktuellen Bericht die Risiken hervorgehoben, die von Offshore-Krypto-Dienstleistern ausgehen. Diese Unternehmen können Lücken in der Durchsetzung von Anti-Geldwäsche-Maßnahmen (AML) schaffen und die Verfolgung illegaler Aktivitäten erschweren. Der Bericht mit dem Titel „Understanding and Mitigating the Risks of Offshore Virtual Asset Service Providers (oVASPs)“ warnt davor, dass einige Offshore-Firmen Unterschiede in der regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Abdeckung ausnutzen, was es den Behörden erschwert, Aktivitäten zu überwachen und AML- sowie Terrorismusfinanzierungsregeln durchzusetzen.
Besonders problematisch ist laut FATF, dass viele Offshore-Krypto-Firmen in mehreren Jurisdiktionen tätig sind. Ein Unternehmen könnte in einem Land registriert sein, seine Infrastruktur in einem anderen betreiben und weltweit Kunden über Online-Plattformen bedienen. Dies führt zu Unsicherheiten darüber, welche Behörde die Verantwortung trägt. Die FATF betont, dass eine effektive internationale Zusammenarbeit unerlässlich ist, um die Wirksamkeit nationaler Risikominderungsmaßnahmen zu gewährleisten.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass einige Länder Schwierigkeiten haben, Offshore-Plattformen zu identifizieren, die Dienstleistungen für lokale Nutzer anbieten. Ohne eine lokale rechtliche Präsenz haben die Behörden möglicherweise nur begrenzte Einblicke in diese Unternehmen oder die von ihnen abgewickelten Transaktionen. Um dieses Problem zu lösen, fordert die FATF die Länder auf, die Aufsicht über Krypto-Firmen zu verstärken, die ihre Märkte bedienen, auch wenn diese Unternehmen im Ausland ansässig sind.
Die FATF empfiehlt, dass Regierungen von Offshore-VASPs verlangen, sich zu registrieren oder Lizenzen zu erwerben, wenn sie Dienstleistungen für inländische Nutzer anbieten. Zudem wird eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Regulierungsbehörden und Strafverfolgungsbehörden über Grenzen hinweg gefordert. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Überwachung von Peer-to-Peer-Transfers zu verbessern, die ohne regulierte Intermediäre wie Börsen oder Verwahrstellen stattfinden und somit Lücken in der AML-Überwachung schaffen können.
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