BERKELEY / LONDON (IT BOLTWISE) – Astronomen haben erstmals die Geburt eines Magnetars beobachtet und damit eine Theorie bestätigt, die vor 16 Jahren aufgestellt wurde. Diese Entdeckung liefert neue Erkenntnisse über die hellsten explodierenden Sterne im Universum und eröffnet neue Perspektiven in der Astrophysik.

Die Entdeckung der Geburt eines Magnetars, eines hochmagnetisierten, rotierenden Neutronensterns, markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Astrophysik. Diese Beobachtung bestätigt eine Theorie, die vor 16 Jahren von einem Physiker der UC Berkeley vorgeschlagen wurde. Magnetare gelten als die Energiequelle hinter einigen der hellsten Supernovae im Universum, den sogenannten superleuchtenden Supernovae.
Superleuchtende Supernovae sind seit ihrer Entdeckung in den frühen 2000er Jahren ein Rätsel für Astronomen. Diese Explosionen sind zehnmal oder mehr heller als gewöhnliche Supernovae und bleiben länger hell, als es bei der Explosion eines massiven Sterns zu erwarten wäre. Die Theorie, dass ein Magnetar die lang anhaltende Helligkeit antreibt, wurde erstmals 2010 von Dan Kasen vorgeschlagen.
Die jüngste Beobachtung einer Supernova im Jahr 2024, bekannt als SN 2024afav, hat die Verbindung zwischen Magnetaren und diesen außergewöhnlichen Supernovae bestätigt. Die Analyse der Daten zeigte ungewöhnliche Oszillationen in der Lichtkurve der Supernova, die als ‘Chirp’ bezeichnet werden und durch die allgemeine Relativitätstheorie erklärt werden können. Diese Entdeckung liefert den endgültigen Beweis dafür, dass ein Magnetar im Zentrum der Supernova entstanden ist.
Die Beobachtungen wurden von einem Netzwerk von 27 Teleskopen weltweit durchgeführt, das die Supernova über 200 Tage hinweg verfolgte. Die Forscher stellten fest, dass die Helligkeit der Supernova nach ihrem Höhepunkt nicht wie erwartet abnahm, sondern in einer Serie von vier Oszillationen abfiel. Diese Beobachtungen führten zu der Schlussfolgerung, dass die allgemeine Relativitätstheorie eine entscheidende Rolle bei der Erklärung der Mechanik dieser Supernova spielt.
Die Entdeckung hat weitreichende Implikationen für das Verständnis von Supernovae und der Rolle von Magnetaren. Während nicht alle superleuchtenden Supernovae durch Magnetare angetrieben werden, zeigt diese Forschung, dass sie eine bedeutende Rolle spielen können. Zukünftige Beobachtungen, insbesondere mit dem Vera C. Rubin Observatory, könnten weitere ‘chirpende’ Supernovae aufdecken und unser Verständnis des Universums weiter vertiefen.
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