WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die jüngste Warnung des FCC-Vorsitzenden Brendan Carr an Rundfunkanstalten, ihre Lizenzen zu verlieren, wenn sie “Täuschungen und Nachrichtenverzerrungen” über den Iran-Krieg verbreiten, hat eine Welle der Kritik ausgelöst. Diese Maßnahme, die auf die Kritik von Präsident Donald Trump an der Medienberichterstattung über den Konflikt folgte, wirft erhebliche Fragen zur Pressefreiheit auf. Während einige die Notwendigkeit betonen, während eines Krieges genaue Informationen zu liefern, warnen Kritiker vor den Gefahren staatlichen Drucks auf die Medien.

Die jüngste Warnung des Vorsitzenden der Federal Communications Commission (FCC), Brendan Carr, hat in den USA eine hitzige Debatte über die Pressefreiheit entfacht. Carr drohte Rundfunkanstalten mit dem Entzug ihrer Lizenzen, sollten sie “Täuschungen und Nachrichtenverzerrungen” über den laufenden Krieg mit Iran verbreiten. Diese Ankündigung folgte auf die Kritik von Präsident Donald Trump, der mehreren großen Nachrichtenorganisationen vorwarf, militärische Entwicklungen im Nahen Osten falsch darzustellen.
Trump hatte insbesondere Berichte kritisiert, die behaupteten, US-Tankflugzeuge seien bei Angriffen zerstört worden, während die Regierung erklärte, sie seien nicht ernsthaft beschädigt worden. Carr reagierte auf diese Vorwürfe und betonte, dass lizenzierte Rundfunkanstalten eine gesetzliche Verpflichtung hätten, im öffentlichen Interesse zu handeln. Er warnte, dass Sender, die “Täuschungen und Nachrichtenverzerrungen” verbreiten, ihre Lizenzen verlieren könnten, wenn sie ihren Kurs nicht korrigieren.
Die FCC reguliert Fernsehsender und Radiosender, da sie die öffentlichen Frequenzen nutzen. Nach Bundesrecht müssen Sender Lizenzen erwerben und diese regelmäßig erneuern. Diese Lizenzen werden unter dem Prinzip vergeben, dass Rundfunkanstalten dem “öffentlichen Interesse, der Bequemlichkeit und der Notwendigkeit” dienen müssen, ein Standard, der die US-Rundfunklandschaft seit dem frühen 20. Jahrhundert prägt. Historisch gesehen war die FCC jedoch sehr zurückhaltend, in die Nachrichteninhalte einzugreifen, da dies als ernstes verfassungsrechtliches Problem angesehen wird.
Die Äußerungen von Carr stießen auf parteiübergreifende Kritik. Mehrere Gesetzgeber und Verfechter der freien Meinungsäußerung argumentierten, dass die Drohung, Rundfunkanstalten wegen ihrer Kriegsberichterstattung zu sanktionieren, einem staatlichen Druck auf Nachrichtenorganisationen gleichkommen könnte. Einige Kritiker wiesen darauf hin, dass Lizenzierungsbefugnisse in anderen Ländern gegen kritische Medien eingesetzt wurden. So entschied der Europäische Gerichtshof 2026, dass Ungarn gegen EU-Recht verstoßen hat, als Regulierungsbehörden die Erneuerung der Sendelizenz des unabhängigen Senders Klubrádió verweigerten.
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