NORTH CAROLINA / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Musiker aus den USA hat gestanden, mithilfe von KI-Bots Streaming-Zahlen manipuliert zu haben, um Millionen an Tantiemen zu erschleichen. Der Fall zeigt die Herausforderungen, denen sich Streaming-Dienste gegenübersehen, wenn es um die Integrität ihrer Plattformen geht.

Der Fall des Musikers Michael Smith aus North Carolina wirft ein Schlaglicht auf die Möglichkeiten und Risiken, die mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Musikstreaming verbunden sind. Smith, der nicht mit dem christlichen Musiker Michael W. Smith verwechselt werden sollte, hat zugegeben, Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music und andere um Millionen von US-Dollar betrogen zu haben. Dies gelang ihm durch den Einsatz von KI-generierten Musikstücken und automatisierten Bots, die die Streaming-Zahlen künstlich in die Höhe trieben.
Zwischen 2017 und 2024 entwickelte Smith gemeinsam mit einem nicht namentlich genannten Musik-Promoter und dem Geschäftsführer eines KI-Musikunternehmens eine ausgeklügelte Strategie, um die Streamingzahlen seiner Musikstücke zu manipulieren. Dabei wurden hunderttausende von KI generierte Songs auf den Plattformen veröffentlicht, die dann durch den Einsatz von Bots milliardenfach abgespielt wurden. Um nicht entdeckt zu werden, nutzte Smith virtuelle private Netzwerke (VPNs), um die Herkunft der Streams zu verschleiern und sicherzustellen, dass die Abrufzahlen einzelner Titel nicht auffällig hoch waren.
Die Ermittlungen des FBI ergaben, dass Smith in der Hochphase seines Betrugs über 1.000 Bots einsetzte, die täglich mehr als 660.000 Streams generierten. Dies führte zu Einnahmen von über 3.000 US-Dollar pro Tag. Insgesamt soll Smith seit 2019 über 4 Milliarden Streams und 12 Millionen US-Dollar an Tantiemen generiert haben. Trotz der ausgeklügelten Technik, die er einsetzte, um seine Aktivitäten zu verschleiern, führte der starke Fokus auf seine eigenen Inhalte letztlich zur Entdeckung des Betrugs.
Im Jahr 2024 wurde Smith wegen Verschwörung zum Telekommunikationsbetrug, Telekommunikationsbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche angeklagt. Jede dieser Anklagen könnte eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft nach sich ziehen. Um seine Strafe zu reduzieren, bekannte sich Smith schuldig und erklärte sich bereit, über 8 Millionen US-Dollar aus seinen illegalen Einnahmen zurückzuzahlen. Das endgültige Strafmaß soll im Sommer verkündet werden, doch Smith steht weiterhin vor der Herausforderung, sich mit den steuerlichen Konsequenzen seiner nicht versteuerten Einnahmen auseinanderzusetzen.
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