LONDON (IT BOLTWISE) – Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche einen dramatischen Rückgang von 10,4% erlebt, was den stärksten wöchentlichen Verlust seit sechs Jahren markiert. Dieser Rückgang wird durch steigende US-Anleiherenditen und gedämpfte Zinssenkungserwartungen ausgelöst, die geopolitische Risiken überlagern. Die Auswirkungen sind besonders für Investoren in der DACH-Region von Bedeutung, da der starke US-Dollar die Goldimporte verteuert.

Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche einen bemerkenswerten Rückgang von 10,4% verzeichnet und notiert nun bei 4.498 US-Dollar pro Unze. Dies stellt den stärksten wöchentlichen Verlust seit sechs Jahren dar und übertrifft selbst typische Krisenphasen. Der Rückgang wird hauptsächlich durch makroökonomische Faktoren wie steigende US-Anleiherenditen und gedämpfte Zinssenkungserwartungen verursacht, die die geopolitischen Spannungen in den Hintergrund drängen.
Zu Beginn der Woche lag der Goldpreis noch bei 5.011,8 US-Dollar, fiel jedoch bis Freitagabend drastisch auf 4.490,3 US-Dollar. Die COMEX Gold-Futures für April 2026 schlossen bei 4.552 US-Dollar, was einen Rückgang um 80,4 US-Dollar innerhalb weniger Stunden bedeutet. Der Hauptauslöser für diesen Preisverfall sind die steigenden US-Anleiherenditen, die die realen Renditen nach oben treiben. Die Federal Reserve hat signalisiert, dass keine baldige Lockerung der Geldpolitik zu erwarten ist, was die Erwartungen an Zinssenkungen drastisch reduziert hat.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hatten den Goldpreis zunächst auf fast 5.600 US-Dollar getrieben, doch der sogenannte Safe-Haven-Effekt verpuffte schnell, als die makroökonomischen Faktoren überwogen. Silber verzeichnete einen noch stärkeren Rückgang von 15,7% auf 68 US-Dollar, was ein klares Risiko-off-Signal darstellt. Charttechnisch gesehen hat der Bruch der SMA50 bei 4.993 US-Dollar und der SMA200 im 4-Stunden-Chart das bärische Bild verstärkt.
Für Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Euro-Dollar-Kurs von entscheidender Bedeutung. Ein starker US-Dollar verteuert die Goldimporte und belastet Exchange Traded Commodities (ETCs) wie Xetra-Gold. Die Europäische Zentralbank hält die Zinsen unverändert, während die Inflation durch steigende Energiepreise hoch bleibt. Trotz der aktuellen Korrektur könnte der Goldpreis bei 4.400 US-Dollar attraktive Einstiegschancen bieten.
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