AUSTIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Nach einem Unfall mit einem Tesla Cybertruck im FSD-Modus stehen der Elektroautohersteller und sein CEO Elon Musk erneut in der Kritik. Die Klage der Fahrerin wirft Tesla vor, auf Kameras statt auf LiDAR-Technologie gesetzt zu haben, was zu Sicherheitsproblemen geführt habe. Ein neuer Dokumentarfilm beleuchtet zudem interne Warnungen und Sicherheitsbedenken zur Autopilot-Technologie.

Der jüngste Unfall eines Tesla Cybertrucks in Texas hat erneut die Diskussion um die Sicherheit der Autopilot-Technologie des Unternehmens entfacht. Am 18. August 2025 kam es zu einem Vorfall, bei dem das Fahrzeug mit aktiviertem Autopiloten eine Y-förmige Überführung nicht korrekt folgte und auf eine Betonbarriere zusteuerte. Die Fahrerin hat daraufhin Tesla und Elon Musk verklagt, da sie das Unternehmen für fahrlässig hält, weil es auf Kameras anstelle von LiDAR-Sensoren gesetzt hat.
Die Entscheidung von Tesla, auf kostengünstigere Videokameras zu setzen, wird von vielen Experten kritisch gesehen. Während Wettbewerber wie Waymo auf LiDAR-Technologie setzen, um Entfernungen und Bewegungen präzise zu erfassen, hält Musk diese Technologie für überflüssig und zu teuer. Er argumentiert, dass Menschen keine Laser aus ihren Augen schießen, um zu fahren, und dass Teslas KI-gestützte Kamerasysteme ausreichend seien.
Ein neuer Dokumentarfilm, “Elon Musk Unveiled – The Tesla Experiment”, beleuchtet die internen Warnungen von Tesla-Ingenieuren, die auf Sicherheitsrisiken hingewiesen haben. Whistleblower berichten, dass sie schikaniert und entlassen wurden, weil sie auf die Probleme aufmerksam gemacht haben. Der Film zeigt, wie Musk die Entwicklung der selbstfahrenden Technologie vorantreibt, obwohl Experten vor möglichen Gefahren warnen.
Die rechtlichen Auseinandersetzungen um Teslas Autopilot sind nicht neu. Bereits 2024 änderte das Unternehmen den Namen seiner Fahrassistenzfunktion, um die Verantwortung der Fahrer zu betonen. Dennoch kam es immer wieder zu Unfällen, die auf die Technologie zurückgeführt werden. Ein Bundesrichter in Florida bestätigte kürzlich ein Urteil über 243 Millionen Dollar gegen Tesla wegen eines tödlichen Unfalls im Jahr 2019. Tesla plant jedoch, Berufung einzulegen.
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