SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – Elon Musk hat einen bedeutenden Rechtsstreit verloren, in dem er behauptete, dass Werbetreibende gegen das Antitrust-Gesetz verstoßen hätten. Der Richter entschied, dass der Boykott von Werbetreibenden gegen die Plattform X, ehemals Twitter, legal ist. Dies könnte weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Strategie von Musk und seiner Plattform haben.

Elon Musk hat einen wichtigen Rechtsstreit verloren, in dem er behauptete, dass Werbetreibende gegen das Antitrust-Gesetz verstoßen hätten, indem sie sich zu einem Werbeboykott gegen seine Plattform X, ehemals Twitter, zusammengeschlossen hätten. US-Bezirksrichterin Jane Boyle wies die Klage ab, da Musk keine ausreichenden Beweise für einen Schaden für die Verbraucher vorlegen konnte, was für einen Antitrust-Verstoß erforderlich ist.
Die Entscheidung des Gerichts ist ein schwerer Schlag für Musk, der argumentiert hatte, dass die Werbetreibenden kriminell verfolgt werden sollten, nachdem seine Verbündeten im Kongress einen Bericht veröffentlicht hatten, der behauptete, sie würden versuchen, die Einnahmen von Twitter zu schmälern, um konservative Stimmen zu zensieren. Die Klage war Teil eines größeren rechtlichen Kampfes, den Musk begonnen hatte, als er Media Matters for America wegen ihrer Berichterstattung verklagte, die seiner Meinung nach den Boykott ausgelöst hatte.
Richterin Boyle stellte klar, dass die Natur der angeblichen Verschwörung keinen Antitrust-Anspruch darstellt. Sie betonte, dass die Frage des Antitrust-Schadens darin besteht, ob Verbraucher und nicht Konkurrenten geschädigt wurden. Musk hatte argumentiert, dass der Boykott die Plattform daran hinderte, mit anderen sozialen Medien zu konkurrieren, aber seine Argumente reichten nicht aus, um einen Verstoß gegen das Antitrust-Gesetz zu belegen.
Die Klage richtete sich gegen die World Federation of Advertisers sowie gegen große Werbetreibende wie Shell, Nestle, Colgate und Mars. Boyle stellte fest, dass Musk offenbar nicht erkannt hatte, wie viel Macht die Werbetreibenden durch die Einhaltung von Standards für Markensicherheit gewonnen hatten. Diese Standards wurden durch die Global Alliance for Responsible Media (GARM) etabliert, die den Plattformen vorschreibt, bestimmte Sicherheitsstandards einzuhalten.
Obwohl Musk ein Treffen arrangierte, um sicherzustellen, dass Twitter nicht aus GARM ausgeschlossen wird, endete der Boykott nicht. Die Plattform musste die Werbepreise senken, um über Wasser zu bleiben, was Musk dazu veranlasste, rechtliche Schritte einzuleiten. Boyle stellte fest, dass Musk keine ausreichenden Beweise dafür vorgelegt hatte, dass die Werbetreibenden gemeinsam gegen X vorgegangen waren. Die Werbetreibenden argumentierten, dass sie unabhängige Geschäftsentscheidungen auf der Grundlage ihrer eigenen Sicherheitsbedenken getroffen hätten.
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