LONDON (IT BOLTWISE) – Die Formula Cura 4, einst ein Geheimtipp unter den Vierkolben-Scheibenbremsen, zeigt im aktuellen Test Schwächen in der Bremsleistung und Zuverlässigkeit. Während andere Hersteller ihre Modelle weiterentwickelt haben, bleibt die Cura 4 hinter den Erwartungen zurück. Besonders die ungleichmäßige Performance der Vorder- und Hinterradbremse sorgt für Kritik.

Die Formula Cura 4, ein Vierkolben-Flaggschiff im Bereich der Scheibenbremsen, hat in einem aktuellen Test nicht überzeugen können. Obwohl sie mit einem Gewicht von 248 Gramm und einem attraktiven Preis von 211 Euro punkten kann, zeigt sie Schwächen in der Bremsleistung und Zuverlässigkeit. Besonders im Vergleich zur Konkurrenz, die in den letzten Jahren ihre Modelle verfeinert hat, fällt die Cura 4 zurück.
Ein bemerkenswerter Vorteil der Cura 4 ist ihre 2,2 Millimeter dicke Bremsscheibe, die für ein gutes Hitzemanagement sorgt. Der Hebel der Bremse liegt angenehm in der Hand, jedoch ist die Hebelweitenverstellung problematisch. Die Rändelschraube lässt sich nur schwer verstellen, was den Einsatz eines Werkzeugs erfordert. Zudem ist die Verstellung für große Hände nicht ausreichend.
Im Praxistest zeigte die Vorderradbremse einen ungewöhnlich harten Druckpunkt, was auf Fertigungstoleranzen hinweist. Diese Schwankungen in der Performance sind problematisch, da sie die Dosierbarkeit der Bremskraft erschweren. Die Hinterradbremse hingegen funktionierte einwandfrei, was die Inkonstanz der Fertigung unterstreicht.
Auf langen, steilen Abfahrten erreicht die Cura 4 schnell ihre Grenzen. Die Bremskraft reicht nicht aus, um mit der Konkurrenz mitzuhalten, was auch durch Labordaten bestätigt wird. Bei der Nassbremsprüfung landete die Cura 4 auf dem vorletzten Platz, was ihre Schwächen unterstreicht. Insgesamt zeigt der Test, dass die Formula Cura 4 hinter den Erwartungen zurückbleibt und im Vergleich zur Konkurrenz Nachholbedarf hat.
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