COLORADO SPRINGS / LONDON (IT BOLTWISE) – Die US Space Force hat ihre Haltung zur orbitalen Mobilität geändert und sieht diese nun als Schlüsselkomponente für zukünftige Kriegsführung im Weltraum. General Chance Saltzman betonte die Bedeutung von Satelliten, die sich frei im Orbit bewegen und betankt werden können, um die Überlegenheit der USA im Weltraum zu sichern.

Die US Space Force hat ihre Strategie zur orbitalen Mobilität überdacht und sieht diese nun als entscheidend für die zukünftige Kriegsführung im Weltraum an. General Chance Saltzman erklärte auf dem jährlichen Space Symposium in Colorado Springs, dass die Fähigkeit von Satelliten, sich frei im Orbit zu bewegen und betankt zu werden, ein zentraler Bestandteil der 15-jährigen Objective Force-Planung sei.
General Stephen Whiting, Leiter des US Space Command, hat sich in den letzten Jahren unermüdlich für die Entwicklung von Technologien zur orbitalen Mobilität eingesetzt. Er betonte, dass die Fähigkeit der USA, ihre Gegner zu übermanövrieren, auch im Weltraum von entscheidender Bedeutung sei. Diese Strategie soll durch die Einführung von Satelliten mit erhöhter Manövrierfähigkeit und die Möglichkeit der Betankung im Orbit unterstützt werden.
Historisch gesehen war die Space Force skeptisch gegenüber der militärischen Nützlichkeit solcher Mobilitätsoperationen. Doch Saltzman hat seine Meinung geändert und sieht nun die Notwendigkeit einer Manöverstreitkraft. Er betonte, dass es wichtig sei, diese Konzepte zu modellieren und zu simulieren, um die Anforderungen und Ressourcen für die Zukunft richtig zu planen.
Die Objective Force-Planung sieht vor, dass bis 2040 eine umfassende Logistikarchitektur im Orbit etabliert wird. Zwischen 2025 und 2030 sollen erste Demonstrationen von Betankungstechnologien und sogenannten ‘space tugs’ stattfinden, die als Augmented Maneuver-Systeme bezeichnet werden. Diese Entwicklungen sollen die Fähigkeit der USA stärken, ihre Raumfahrtressourcen effizienter zu nutzen und ihre strategische Überlegenheit im Weltraum zu sichern.
Die Industrie reagiert auf diese Entwicklungen: Sowohl Lockheed Martin als auch BAE Systems haben angekündigt, selbstfinanzierte Demonstrationen für orbitale Manöver durchzuführen. Lockheed Martin plant, 2028 und 2029 Experimente im geosynchronen Orbit durchzuführen, während BAE Systems an einem neuen Raumfahrzeug arbeitet, das hohe Manövrierfähigkeit und Mehrfachnutzlasten unterstützen kann.
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