BERLIN / DÜSSELDORF / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Warenhauskette Galeria steht vor finanziellen Herausforderungen, da Mietzahlungen ausbleiben und Vermieter besorgt sind. Einige Filialen könnten geschlossen werden, wenn keine Einigung erzielt wird. Die Zukunft der Standorte ist ungewiss, während die Suche nach Alternativmietern beginnt.

Die Warenhauskette Galeria sieht sich derzeit mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert, da sie offenbar nicht in der Lage ist, ihre Mietzahlungen pünktlich zu leisten. Laut Berichten aus der Immobilienbranche haben mehrere Vermieter beklagt, dass die Mieten für den Monat April nicht eingegangen sind. Besonders betroffen ist die Filiale am Berliner Alexanderplatz, deren Immobilie der Commerz Real gehört. Ein Unternehmenssprecher äußerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur seine Besorgnis über die ausbleibenden Zahlungen und die fehlende Erreichbarkeit von Galeria.
Die Situation ist besonders brisant, da beide Parteien erst kürzlich eine Verlängerung der Nutzungsvereinbarung bis März 2027 vereinbart hatten, in der auch die Mietkonditionen festgelegt wurden. Sollte Galeria weiterhin nicht zahlen, sehen sich die Vermieter gezwungen, nach Alternativmietern zu suchen. Es gibt bereits Interesse von namhaften Einzelhändlern, die die frei werdenden Flächen übernehmen könnten. Dennoch versucht man weiterhin, mit Galeria in Kontakt zu treten, um eine Lösung zu finden.
Die finanzielle Lage von Galeria ist nicht neu. Bereits im März wurde bekannt, dass neue Filialschließungen drohen, da die Mietverträge von acht Standorten neu verhandelt werden müssen. Sollte keine tragfähige Lösung gefunden werden, könnten Schließungen unausweichlich sein. Betroffen sind Filialen in München, Berlin, Köln, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg. Galeria begründet diesen Schritt mit der angespannten Lage im innerstädtischen Einzelhandel.
Galeria betreibt derzeit 83 Warenhäuser in Deutschland und beschäftigt rund 12.000 Menschen. Die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa sowie hohe Mietkosten haben das Unternehmen bereits Anfang 2024 in Schwierigkeiten gebracht. Neun Häuser wurden im Sommer 2024 geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Die Zukunft der Kette hängt nun von den laufenden Verhandlungen und der Fähigkeit ab, die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen.
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