WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Das neue CAPE-System zur Rückzahlung von Zöllen in Milliardenhöhe ist mit erheblichen Startschwierigkeiten konfrontiert. Technische Probleme und bürokratische Hürden erschweren den Prozess für viele Importeure. Die Rückzahlung von 166 bis 175 Milliarden Euro, die ursprünglich unter dem International Emergency Economic Powers Act erhoben wurden, gestaltet sich komplex und zeitaufwändig. Unternehmen müssen eine fehlerfreie Dokumentation vorlegen, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.

Das CAPE-System, das für die Rückzahlung von Zöllen in Milliardenhöhe entwickelt wurde, steht vor erheblichen Herausforderungen. Seit dem Start am 20. April berichten zahlreiche Unternehmen von technischen Problemen, die die Einreichung der erforderlichen Anträge behindern. Das Portal, das im Automated Commercial Environment (ACE) betrieben wird, ist aufgrund hoher Zugriffszahlen überlastet, was zu Systemabstürzen führt.
Ein weiteres Problem ist die Umstellung auf ausschließlich elektronische Zahlungen. Seit dem 6. Februar stellt der Zoll keine Papierschecks mehr aus, was bedeutet, dass Unternehmen, die ihre Bankdaten nicht aktualisiert haben, keine Rückzahlungen erhalten. Dies hat zu einer erheblichen Verzögerung bei der Auszahlung von Geldern geführt, die viele Unternehmen dringend benötigen.
Die erste Phase des CAPE-Systems schließt viele Importeure aus. Nur etwa 63 Prozent der betroffenen Warensendungen sind derzeit antragsberechtigt. Besonders problematisch ist dies für Unternehmen, deren Zollverfahren bereits abgeschlossen sind oder die unter laufendem Protest stehen. Für die verbleibenden 37 Prozent der Ansprüche gibt es noch keinen klaren Fahrplan zur Rückerstattung.
Während die USA mit diesen Herausforderungen kämpfen, bereitet sich Europa auf eine eigene Zollrevolution vor. Ab dem 1. Juli 2026 wird die steuerfreie Grenze für Online-Importe aufgehoben, was zu einer erheblichen Zunahme der zu verzollenden Pakete führen wird. Diese Maßnahme ist ein Vorläufer für den geplanten EU Customs Data Hub, der 2028 starten soll und die Bürokratie weiter abbauen soll.
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