FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Die europäischen Aktienmärkte starten verhalten in die Woche, da steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen die Anleger verunsichern. Der DAX verliert im frühen Handel 0,2 Prozent, während der Euro-Stoxx-50 um 0,3 Prozent nachgibt. Besonders Technologiewerte stehen im Fokus, da sie trotz der Unsicherheiten weiterhin als Favoriten gelten.

Die europäischen Aktienmärkte haben die Woche mit leichten Verlusten begonnen, da steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen die Anleger verunsichern. Der DAX fiel im frühen Handel um 0,2 Prozent auf 24.291 Punkte, während der Euro-Stoxx-50 um 0,3 Prozent nachgab. Die Unsicherheit wurde durch die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump verstärkt, der die Antwort des Iran auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als “inakzeptabel” bezeichnete. Dies führte zu einem Anstieg der Brent-Ölpreise um über 3 Prozent auf knapp 105 Dollar.
Am Anleihemarkt zogen die Renditen leicht an, da höhere Ölpreise in der Regel eine höhere Inflation bedeuten. Laut Markstratege Chris Weston richtet sich der Blick der Händler auch auf das bevorstehende Treffen zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und Donald Trump in Peking. Zudem stehen die US-Verbraucherpreisdaten am Dienstag im Fokus. Trotz der Unsicherheiten bleiben Technologiewerte aufgrund ihrer robusten Performance weiterhin gefragt. Der Stoxx-Index der Technologiepapiere legte um ein halbes Prozent zu und führte die Branchen an.
Die Berichtssaison setzt weiterhin Akzente, wobei Energieunternehmen dank höherer Öl- und Gaspreise auf ein Gewinnplus von über 50 Prozent zusteuern. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank, bezeichnet die Gewinnentwicklung der Unternehmen als resilient. Ein Wachstum von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal deutet sich an, was dem höchsten Gewinnsprung seit drei Jahren entspricht. Hannover Rück profitierte im ersten Quartal von einem geringen Aufkommen an Großschäden und steigerte das Nettoergebnis um knapp die Hälfte auf 711 Millionen Euro.
Im Gegensatz dazu enttäuschten einige Unternehmen wie der Maschinen- und Anlagenbauer Gea, dessen Aktie um 5 Prozent fiel. Auch der Düngemittelhersteller K+S und der Schiffbauer TKMS verzeichneten Kursverluste. Der Rüstungssektor steht unter Druck, da Friedensbemühungen in der Ukraine den Markt belasten. Rheinmetall, das am Freitag fast 10 Prozent verloren hatte, gab weitere 2 Prozent nach. In Paris fielen Thales um 1,8 Prozent und in Mailand um 4,2 Prozent. Im MDAX verzeichneten Hensoldt und Renk ebenfalls Verluste.
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