LONDON (IT BOLTWISE) – Eine O2-Umfrage zeigt: Nur 24 Prozent der TV-Zuschauer beschäftigen sich beim Fußballspiel nicht zusätzlich mit dem Smartphone. Fast die Hälfte nutzt Messenger-Dienste, viele wechseln zu Social Media, ein Teil shoppt online oder schaut parallel im Netz. Für Anbieter aus Telekommunikation und Medien bedeutet das vor allem: höhere Mobilfunknachfrage, neue Werbe- und Interaktionschancen sowie wachsende Anforderungen an Datenschutz und Netzsicherheit. Der Artikel zeigt, was hinter dem Second-Screen-Phänomen steckt und wie die Branche darauf reagieren kann.

Second-Screen-Trend bei Fußball-Übertragungen: Smartphone statt „nichts daneben“
Second-Screen-Trend bei Fußball-Übertragungen: Smartphone statt „nichts daneben“ (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Fußballspiele werden für viele Zuschauer längst nicht mehr nur am Fernseher „konsumiert“, sondern als Multibildschirm-Erlebnis orchestriert: Handy, Tablet und Streaming-Dienste laufen parallel zur TV-Übertragung. Eine aktuelle Umfrage des Telekommunikationsunternehmens O2 Telefonica unter 1.006 Mobilfunknutzern in Deutschland kommt dabei zu einem klaren Ergebnis. Nur 24 Prozent gaben an, während eines Spiels keinerlei Nebenaktivitäten zu verfolgen. Fast die Hälfte beschäftigt sich parallel mit Messenger-Diensten, gut ein Drittel ist auf Social Media unterwegs, und weitere Teile surfen, telefonieren oder shoppen. Damit wird aus dem klassischen Live-Moment zunehmend eine digital vernetzte „Session“.

Technisch lässt sich dieser Trend als systematische Verlagerung von Aktivität in die Nutzerendgeräte beschreiben, bei der nicht zwangsläufig das Video selbst über Mobilfunk läuft. Gerade Messenger, Social-Media-Interaktionen, Web-Browsing und Sprachnachrichten erzeugen verteilt über Minuten und Anstoßzeiten eine spürbare Last auf dem Mobilfunknetz. O2-Technikexperte Matthias Sauder interpretiert die Werte als Second-Screen-Erwartung: Fans wollen Informationen, Reaktionen und Gemeinschaftsgefühl in Echtzeit auf einem zweiten Display bündeln. Für Mobilfunkanbieter ist das relevant, weil die Netzspitzen nicht nur aus Streaming resultieren, sondern auch aus vielen parallelen „kleinen“ Datenströmen, die zusammen ein Lastprofil mit hoher Varianz formen.

Historisch ist das kein völliges Neuland. Bereits mit der breiten Verfügbarkeit von Smartphones und Social-Media-Apps in den 2010er-Jahren entstand das Muster, dass Zuschauer Ereignisse kommentieren, teilen und in Communities diskutieren. Neu ist jedoch die Konsistenz und Skalierung: Die Umfrage macht deutlich, wie groß der Anteil der „always-on“-Nutzung während TV-Live-Events ist. Bei internationalen Turnieren verschärft sich der Effekt zusätzlich durch Zeitverschiebungen. Viele Spiele liegen in Deutschland spät oder mitten in der Nacht, doch die Bereitschaft zu digitaler Begleitung bleibt hoch: Fast die Hälfte will wegen der Zeitumstellung nur ausgewählte Partien sehen, dennoch ist die Live-Interaktion auf dem zweiten Bildschirm offenbar ein fester Bestandteil des Erlebnisses.

Aus Marktsicht stehen damit nicht nur Sender, sondern vor allem Telekommunikationsunternehmen, Plattformen und Gerätehersteller im Fokus. Vergleichbare Anbieter wie die Deutsche Telekom oder Vodafone müssen ihre Kapazitätsplanung und Servicequalität für solche Lastspitzen mitdenken, selbst wenn „nur“ ein Teil der Nutzer tatsächlich streamt. Branchenexperten formulieren den Punkt häufig zugespitzt: „Second-Screen-Nutzung verteilt die Last über mehrere Apps und macht Spitzenlastplanung komplexer als bei reinen Video-Streams.“ Für Medienhäuser entsteht zugleich eine neue Logik der Zuschauerbindung: Interaktion, Push-Informationen, Chat-Funktionalitäten und begleitende Inhalte werden zu Wettbewerbsfaktoren, weil sie den Unterschied zwischen „nur schauen“ und „mitmachen“ markieren.

Auch die Geräte- und App-Ökonomie profitiert indirekt. Wenn ein wachsender Anteil der Nutzer parallel messengerbasiert kommuniziert oder Social-Media-Inhalte konsumiert, steigt die Relevanz von schnellen Latenzen, stabilen Verbindungen und gutem Mobilfunk-Ökosystem. Gleichzeitig zeigt die Umfrage eine sehr konkrete Konsumdimension: Acht Prozent gaben an, im Zusammenhang mit der Fußball-WM bereits einen neuen Fernseher gekauft zu haben oder dies noch vorhaben. Das ist interessant, weil es zwei gegenläufige Trends gleichzeitig sichtbar macht: einerseits „daddeln“ im zweiten Bildschirm, andererseits wird in die Bildqualität auf dem Hauptdisplay investiert. Für Werbe- und Partnerschaftsmodelle entsteht dadurch ein verändertes Zielgruppenbild.

Regulatorisch und datenschutztechnisch verschiebt sich mit dem Second-Screen ein Teil der Verantwortung in Richtung Plattformen und Applikationen, die Interaktionen, Tracking oder personalisierte Inhalte bereitstellen. In Deutschland und der EU gelten dafür die Regeln der DSGVO, insbesondere bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und beim Einsatz nicht unbedingt notwendiger Tracking-Technologien. Selbst wenn Mobilfunkanbieter nur Transportdienste leisten, können Werbe-ID-Mechanismen oder App-Analytics beim Nutzerpfad relevant werden. Für Unternehmen bedeutet das: Wer Zuschauerinteraktionen in Echtzeit begleiten will, muss Consent-Mechanismen sauber gestalten, Datenminimierung umsetzen und Transparenz über Zwecke sowie Aufbewahrungsfristen sicherstellen.

Mit Blick auf den Wettbewerb ist die Dynamik zweigeteilt. Telcos kämpfen um Netzqualität und Tarife, während Medienhäuser und Tech-Plattformen um Aufmerksamkeit und Interaktionspunkte konkurrieren. Wenn Messenger und Social Media zum Nebenkanal werden, gewinnt die Frage an Bedeutung, wie zuverlässig Dienste auch unter Last laufen und ob eine Plattformwechsel-Bereitschaft besteht. Gleichzeitig können Anbieter in der Werbung neue Formate testen, etwa synchronisierte Benachrichtigungen oder interaktive Formate, die sich weniger an der linearen TV-Logik orientieren. Der entscheidende Punkt ist Timing: Anstoßzeiten zwischen 18 Uhr und 5 Uhr MEZ sorgen für wiederkehrende Muster, die mit Live-Events in ein planbares Last- und Inhaltsfenster übersetzt werden können.

In der Zukunft dürfte der Second-Screen-Trend nicht nur an Intensität gewinnen, sondern auch technisch anspruchsvoller werden. Wahrscheinlich ist eine stärkere Integration von Live-Interaktion in die TV-Experience selbst, etwa über App-basierte Begleitoberflächen, kommentierte Zusammenfassungen oder synchronisierte Timeline-Ansichten. Für Entwickler entstehen Chancen im Bereich „Event-Telemetrie“ und zuverlässiger Push-Mechanismen, die mit regulatorischen Leitplanken kompatibel sind. Für Mobilfunkanbieter wird zugleich wichtig sein, Lastspitzen datengetrieben zu antizipieren und Hard- und Software (z. B. Scheduling und QoS) so auszulegen, dass nicht nur Video, sondern auch Messaging und Browsing stabil bleiben. Insgesamt deutet die Umfrage darauf hin: Das digitale Live-Ereignis wird zur Standarderwartung – und Unternehmen, die diese Realität in Netzplanung, Produktdesign und Compliance zusammenführen, können ihre Position in der heißen Spielphase nachhaltig stärken.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Second-Screen-Trend bei Fußball-Übertragungen: Smartphone statt „nichts daneben“ - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Second-Screen-Trend bei Fußball-Übertragungen: Smartphone statt „nichts daneben“".
Stichwörter Daten Datenschutz Fußball Messenger Mobilfunk Netzauslastung O2 Social Media Streaming Telekom Tv Zweitbildschirm
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Second-Screen-Trend bei Fußball-Übertragungen: Smartphone statt „nichts daneben“" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Second-Screen-Trend bei Fußball-Übertragungen: Smartphone statt „nichts daneben“" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Second-Screen-Trend bei Fußball-Übertragungen: Smartphone statt „nichts daneben“« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    660 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs