PHILIPPINEN / LONDON (IT BOLTWISE) – ASUS bringt mit dem ExpertBook P5 G2 und P3 G2 zwei neue KI-fähige Business-Notebooks an den Markt und setzt dabei auf lokale Inferenz statt dauernder Cloud-Nutzung. Das Flaggschiff P5 G2 positioniert sich als Copilot+-PC mit einem AMD Ryzen AI 9 HX und einer NPU, die mit 55 TOPS für KI-Workloads werben kann. Die Ausstattung reicht bis zu 96 GB DDR5-RAM, ergänzt durch Wi‑Fi 7 und MIL-STD‑810H-Haltbarkeit. Für preisbewusste Firmen adressiert ASUS parallel das P3 G2, das ebenfalls mit integrierter NPU und TPM 2.0 auf sichere, hybride Workflows abzielt.

ASUS nutzt den nächsten Schritt in Richtung „Edge-KI“ und macht ihn für Business-Kundinnen und Kunden konkret: Mit dem ExpertBook P5 G2 und dem ExpertBook P3 G2 stellt der taiwanesische Hersteller zwei Notebooks vor, die KI-Aufgaben lokal auf dem Gerät ausführen sollen, statt sie standardmäßig über die Cloud zu verlagern. Genau in dieser Lücke verschärfen sich die Anforderungen der hybriden Arbeit: Mitarbeiter erwarten schnellere Assistenzfunktionen, während IT-Abteilungen gleichzeitig Datenschutz, Latenz und Kosten unter Kontrolle halten müssen. Dass ASUS dabei den Fokus auf eine NPU mit hoher Rechenleistung legt, wirkt wie eine klare Antwort auf die bisherige „Cloud-first“-Praxis vieler Unternehmen.
Technisch startet das ExpertBook P5 G2 als das eigentliche Leitmodell. ASUS rahmt es als Copilot+-PC und nennt als Basis den AMD Ryzen AI 9 HX Prozessor, dessen Neural Processing Unit (NPU) laut Hersteller 55 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) bewältigt. Für die Praxis ist entscheidend, was diese Kennzahl aus Benutzersicht bedeutet: KI-gestützte Funktionen sollen direkt auf dem Notebook laufen können, was bei Sprach- oder Textassistenten, Bild- und Dokumenten-Workflows sowie bei bestimmten Offline-Features die Abhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung reduziert. Im Hintergrund kommt hier ein klassischer Trend zusammen: Mit steigender NPU-Performance wandern Inferenzlasten zunehmend vom Server an die Peripherie.
Die Plattform versteht ASUS außerdem als „Business-fähig“ im Sinne der gesamten Systemarchitektur. Bis zu 96 GB DDR5-RAM und bis zu 6 TB SSD-Speicher sind als Bandbreite für anspruchsvolle Projekte gedacht, etwa wenn große Datenmengen lokal verarbeitet oder mehrere Anwendungen parallel betrieben werden. Das 14-Zoll-Display mit 2.500 x 1.600 Pixeln und 144 Hz soll dabei die Produktivitäts- und Multitasking-Erfahrung verbessern, was besonders in kreativen oder technisch orientierten Abteilungen relevant ist. Mit rund 1,27 Kilogramm adressiert der Hersteller zudem ein Gewicht, das für Außendienst und tägliches Pendeln akzeptabel bleibt. Ergänzend kommen Wi‑Fi 7 und die angekündigte MIL‑STD‑810H-Haltbarkeit hinzu, womit ASUS die Hardware robust für wechselnde Umgebungen positioniert.
Beim ExpertBook P3 G2 wählt ASUS bewusst eine andere Marktlogik: Es richtet sich stärker an preisbewusste Firmen, bleibt aber im Kern auf derselben Idee. Auch hier setzt der Hersteller auf AMD Ryzen-Prozessoren mit integrierten NPUs und nennt als Security-Baustein TPM 2.0. Damit folgt ASUS einem Muster, das man aus der Enterprise-Hardwareentwicklung kennt: Sicherheit wird nicht als Zusatzfeature, sondern als Standardkomponente betrachtet, wenn Geräte in Flotten und unter Managed-IT-Bedingungen betrieben werden. TPM 2.0 ist dabei vor allem relevant für Schlüsselschutz, sichere Plattforminitialisierung und hardwaregestützte Vertrauenskette—eine Voraussetzung, damit KI-Funktionen nicht nur „smart“, sondern auch organisatorisch verantwortbar sind.
Im Marktkontext ist diese Ausrichtung auch als Wettbewerbsspiel zu lesen. Während viele Anbieter weiterhin mit leistungsfähigen Cloud-Backends werben, drängt die Chipindustrie darauf, dass Inferenz „on-device“ real nutzbar wird. Ein wichtiger Vergleichspunkt ist NVIDIA: Der Konzern dominiert mit GPUs und KI-Software-Ökosystemen den datenintensiven Teil vieler Workflows, etwa in Rechenzentren und bei Workstations. ASUS selbst zeigt diese Doppelstrategie, indem parallel zu den Notebooks neue ExpertCenter- und Workstation-Varianten angekündigt werden, inklusive einer Nutzung von NVIDIA RTX Spark als Systembaustein für KI-Profis. Diese Parallele signalisiert: Für unterschiedliche Lasten existieren unterschiedliche Hardwarepfade—lokal für schnelle Alltagsfunktionen, beschleunigt mit NVIDIA-Ökosystem für Hochlast-Workflows.
Für die Preisbildung und Rollout-Planung ist zudem relevant, wie der Markt die „KI-Aufrüstung“ interpretiert. ASUS nennt Verfügbarkeit über autorisierte Händler und nennt dabei konkrete Einstiegspreise: Das ExpertBook P5 G2 startet umgerechnet bei rund 1.400 Euro, das ExpertBook P3 G2 bei etwa 1.100 Euro. Für Metro-Manila-Berichte und generell für Immobilien- und Technologieinvestitionen ist die Botschaft klar: Digitale Infrastruktur und KI-gestützte Arbeitskräfte werden zum relevanten Treiber von Unternehmensinvestitionen. In der Branche wird diese Entwicklung laut Experten vor allem mit zwei Faktoren verbunden: Der Bedarf an geringerer Latenz und die sinkende Rechtfertigung, jede KI-Funktion zwingend in die Cloud zu verschieben, sobald leistungsfähige NPUs verfügbar sind.
Ein weiterer historischer Kontext hilft, die Bedeutung einzuordnen. Bereits in den letzten zwei bis drei Jahren ist die KI-Front beim Endgerät deutlich breiter geworden: Zuerst wurden „KIs“ eher als Features im Hintergrund wahrgenommen, dann kamen dedizierte NPUs und neuartige Modellkomprimierung hinzu, die lokale Ausführung erleichtern. Gleichzeitig wurde der Sicherheitsdiskurs lauter—Stichwort Datenabfluss, Supply-Chain-Risiken und die Frage, wie Unternehmenspolicies KI-Workloads absichern. Dass ASUS TPM 2.0 nennt und Wi‑Fi 7 als moderne Funkbasis einzieht, passt in dieses Muster: Hardware- und Netzwerkfähigkeit sind zentrale Hebel, damit KI-Features nicht nur technisch laufen, sondern auch in IT-Governance-Prozesse eingebunden werden können.
Mit Blick auf Regulatorik und Datenschutz dürfte die nächste Phase vor allem davon abhängen, wie konsequent Unternehmen KI-Funktionen im Rahmen ihrer Informationsklassifizierung einsetzen. Lokale Ausführung kann helfen, sensible Daten weniger häufig zu übertragen, ersetzt aber nicht automatisch die Pflichten aus Datenschutz und internen Richtlinien. Entscheidend ist, ob das KI-Feature in der Lage ist, Kontexteingaben lokal zu verarbeiten, wie die Update-Strategie für Modellkomponenten organisiert ist und welche Logging-Mechanismen für Troubleshooting greifen. Hier wirkt eine Security-„Schicht“ wie TPM 2.0 als Fundament, während die später angekündigte MyExpert-AI-Software-Suite zum Ende 2026 die eigentliche Umsetzung der KI-gestützten Workflows liefern soll. Unternehmen werden damit nicht nur „Hardware kaufen“, sondern eine fortlaufende Software- und Policy-Landschaft managen.
Aus technischer und strategischer Perspektive wird spannend, wie ASUS und der Markt die NPU-Power in echte Produktivitätsmetriken übersetzen. 55 TOPS sind ein richtiger Parameter, aber im Alltag zählen End-to-End-Latenz, Energieverbrauch, thermisches Verhalten und die Frage, ob typische Unternehmensfälle ohne spürbare Qualitätseinbußen laufen. Gerade bei Copilot+-PCs werden Unternehmen außerdem prüfen, ob Modellaktualisierungen, Offlinedienste und Kompatibilität zu bestehenden Management-Tools nahtlos funktionieren. Für Entwickler eröffnet sich dadurch eine greifbare Chance: KI-Features lassen sich künftig stärker „edge-nativ“ designen—also so, dass sie sowohl bei eingeschränkter Konnektivität als auch bei restriktiven Datenregimen zuverlässig arbeiten.
In der Zukunft ist daher nicht nur die nächste Gerätegeneration relevant, sondern auch die Differenzierung im Betrieb: IT-Abteilungen werden Workflows so segmentieren, dass bestimmte Aufgaben lokal laufen und andere, rechenintensive Schritte bewusst an Server oder beschleunigte Umgebungen delegiert werden—ein hybrider Ansatz, der historisch bereits mit virtuellen Maschinen und Container-Strategien vorgeprägt ist. ASUS setzt mit der gleichzeitigen Entwicklung von Notebooks, All-in-One-Systemen und Workstations genau auf diese Bandbreite. Wenn die MyExpert AI Suite Ende 2026 greift und ASUS seine Edge-Strategie weiter verfeinert, dürften Unternehmen in Europa und weltweit verstärkt kalkulieren: Welche KI-Funktionen lohnen sich bei lokalen NPUs sofort, und welche profitieren erst von spezialisierten NVIDIA-gestützten Beschleunigern? Diese Weichenstellung entscheidet am Ende über TCO, Compliance-Tempo und die Nutzerakzeptanz.
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