BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – WhatsApp testet offenbar einen grünen Punkt im Profilbild, der den Online-Status direkt sichtbar macht. Die Funktion taucht bislang nur in der Beta-Version auf und soll den bisherigen Text „Online“ in den Kontaktinfos ersetzen. Gleichzeitig plant Meta weitere Präsenz-Optionen wie einen Filter für „gerade online“ in Listen. Für Nutzer bedeutet das weniger Klicks – aber auch potenziell mehr Druck, sofort zu antworten.

WhatsApp arbeitet an einer deutlich sichtbaren Präsenzanzeige: In der Beta-Version soll im Profilbild eines Kontakts ein grüner Punkt erscheinen, sobald die Person gerade in der App aktiv ist. Bisher zeigt WhatsApp den Status vor allem über Texthinweise in den Kontaktinformationen; die neue Darstellung verlagert diese Information in ein sofort erkennbares UI-Element. Laut Branchenberichten wird die Funktion ausgewählten Nutzern in Deutschland und weiteren Ländern angezeigt, was auf einen gestuften Rollout hindeutet. Damit folgt WhatsApp dem Muster anderer Messenger, stärkt aber gleichzeitig die „Wer ist online?“-Mechanik im Alltag.
Technisch wirkt die Änderung zunächst klein, betrifft jedoch mehrere Stellen der App-Logik. Der grüne Punkt wird sichtbar, wenn man in einem Chat auf den Namen tippt und dadurch die Kontaktansicht öffnet; dort wird das Profilbild künftig mit dem Präsenzindikator überlagert. Entscheidend ist: Der Status ist kein Einblendungsfehler, sondern ein abgeleiteter Zustand, der sich an der App-Nutzung orientiert. Für Entwickler und Produktteams ist das ein klassischer Presence-Fall, bei dem Ereignisse wie „Client ist aktiv“ in eine Darstellung übersetzt werden müssen – inklusive Caching, Aktualisierungsintervallen und Konsistenz zwischen Chatliste und Detailansicht.
Die UI-Ähnlichkeit zu anderen Diensten ist dabei kein Zufall. Aus Nutzersicht erinnert der grüne Punkt an Anwesenheitsanzeigen, wie sie etwa in Microsoft Teams oder im Facebook Messenger seit längerem genutzt werden. WhatsApp setzt damit auf Wiedererkennung und reduziert die kognitive Last: Statt erst „Zuletzt online“ oder „Online“ zu lesen, sieht man den Status am Profilbild. Im Vergleich zu rein textbasierten Hinweisen ist das ein Effektivitätsgewinn, aber auch ein Qualitätsrisiko, falls die Präsenzsignale zeitlich versetzt ankommen. Für Unternehmen ist das relevant, weil Messenger zunehmend für Teamkommunikation genutzt werden; schon kleine Status-Fehler können dann zu Missverständnissen führen.
Ein weiterer geplanter Schritt: Meta arbeitet offenbar an einem Filter, mit dem sich in einer Kontaktliste alle Personen anzeigen lassen, die gerade online sind. Das würde die „Suche“ im Messenger verändern: Statt einzelne Chats zu öffnen, kann man gezielt die Kommunikationspartner identifizieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort reagieren. Ergänzend soll der grüne Punkt auch in der Übersicht der WhatsApp-Chats auftauchen. Dadurch wird Presence zum Navigationselement. Experten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass solche Funktionen das Antwortverhalten indirekt steuern können: Wer online ist, aber nicht sofort antwortet, gerät schneller unter Erwartungsdruck.
Aus Marktsicht ist der Timing-Effekt interessant. WhatsApp hat Präsenzfunktionen zwar seit Jahren als Status („Zuletzt online“, „Online“) im System, aber die Intensität der Sichtbarkeit war geringer als bei manchen Wettbewerbern. Mit dem grünen Punkt erhöht der Messenger die „Aufmerksamkeitsdichte“ im Profil- und Listen-UI. Das kommt gegen den Trend eher zurückhaltender Datenschutzsteuerung, denn Nutzer müssen aktiv entscheiden, ob und wie stark ihr Online-Status sichtbar sein soll. Vergleichbare Dienste wie Signal oder Telegram setzen deutlich andere Schwerpunkte: Signal arbeitet zwar ebenfalls mit Online-/Statuskonzepten, Telegram bietet hingegen flexible Sichtbarkeit und häufig andersartige Indikatoren. Genau diese Unterschiede beeinflussen, wie Nutzer Präsenz als soziales Signal wahrnehmen.
Datenschutz und Regulierung spielen dabei eine praktische Rolle, nicht nur eine theoretische. Auch wenn Presence kein klassischer „Inhalt“ ist, kann sie Rückschlüsse auf Verfügbarkeit und Lebensrhythmen erlauben. In der EU gilt dafür mittelbar das Schutzniveau personenbezogener Daten: Betreiber müssen sich an Datensparsamkeit und Transparenz ausrichten. Konkret bedeutet das, dass WhatsApp Nutzern Funktionen zur Kontrolle geben muss, etwa zur Einschränkung von „Zuletzt online“ und „Wer kann sehen, ob ich online bin“. Für IT- und Compliance-Teams in Unternehmen ist das zusätzlich relevant, weil Messenger in Firmenkontexten oft für spontane Abstimmungen genutzt werden und dadurch die Privatsphäre der Mitarbeitenden berührt wird.
Was können Nutzer jetzt tun? WhatsApp bietet laut den üblichen Einstellungsroutinen bereits Möglichkeiten, den eigenen Online-Status zu verbergen. In den Datenschutzoptionen lässt sich festlegen, wer den Status „Zuletzt online“ beziehungsweise „Online“ sehen kann. Wer hier „Niemand“ auswählt, reduziert die Präsenzsignale spürbar; ebenso kann man für die Sichtbarkeit „wie bei Zuletzt online“ konfigurieren, sodass das System nicht automatisch den Status an alle Kontakte ausspielt. Dadurch bleibt die Kernfunktion erhalten, ohne dass jeder Kontakt ein Echtzeit-Verfügbarkeitsfenster ableiten kann. Der grüne Punkt wäre dann zwar Teil des Interfaces, aber potenziell für andere nicht mehr eindeutig aus Ihrer Perspektive ableitbar.
Für die weitere Produktentwicklung ist absehbar, dass WhatsApp mit dem grünen Punkt eine Präsenzlogik „UI-first“ verankert. Sobald das in der Chatübersicht sichtbar wird und zusätzliche Filter hinzukommen, entsteht ein stärkerer Interaktions-Loop: Nutzer schauen nach Präsenz, wählen „online“-Kontakte und erwarten schnellere Antworten. Die Herausforderung ist, diese Mechanik so zu implementieren, dass sie nicht dauerhaft falsche Signale sendet. Technisch dürfte der Messenger deshalb auf robuste Client-Signale, kurze aber sinnvolle Zeitfenster und sauberes Default-Verhalten setzen. Gleichzeitig werden Transparenz und Kontrollmöglichkeiten wichtiger, weil die Funktion im Alltag sozial spürbar ist.
In der Zukunft wird die Frage entscheidend sein, wie granular WhatsApp Presence mit Datenschutz verknüpft. Denkbar ist, dass der Messenger neben „online“ auch abgestufte Zustände einführt, etwa „aktiv im Chat“ oder „zuletzt aktiv“, ohne zwingend ein klares Echtzeitversprechen abzugeben. Auch das Zusammenspiel mit bestehender Verschlüsselung und den Datenflüssen im Netzwerk bleibt relevant: Presence-Daten sind zwar nicht „Chat-Inhalte“, werden aber dennoch über Schnittstellen verarbeitet. Für Entwickler ergeben sich daraus Chancen in Form neuer Privatsphäre-UX-Muster und besserer Status-Transparenz. Gleichzeitig sollten Unternehmen und Nutzer früh prüfen, wie solche Indikatoren in ihren Kommunikationsregeln wirken – denn Technik verändert Verhalten, noch bevor sie Prozesse automatisiert.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "WhatsApp: Grüner Punkt im Profil zeigt Online-Status – was sich ändert" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "WhatsApp: Grüner Punkt im Profil zeigt Online-Status – was sich ändert" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »WhatsApp: Grüner Punkt im Profil zeigt Online-Status – was sich ändert« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!