LONDON (IT BOLTWISE) – Michael Saylor stellt sich gegen BIP-110 und warnt, die vorgeschlagene Soft-Fork sei „mehr gefährlich als die Bedingung“. Der Vorschlag würde Transaktionen mit großen Mengen beliebiger Daten vorübergehend einschränken und damit auch Ordinals-Inschriften treffen. Befürworter sehen darin wirksamen Schutz gegen Blockchain-Aufblähung und zusätzliche Last für Node-Betreiber. Gegner argumentieren hingegen, dass Eingriffe in die Basisschicht nur bei klaren, breiten Konsensfehlern gerechtfertigt sind.

Die Debatte um BIP-110 verschärft sich inmitten einer Phase, in der das Bitcoin-Netzwerk ohnehin spürbar mit neuen Nutzungsformen ringt. Michael Saylor hat sich laut seinem öffentlichen X-Post gegen die geplante Bitcoin-Software-Änderung positioniert und dabei die Kernidee in Frage gestellt, nämlich dass eine temporäre Soft-Fork das Problem der „nicht-monetären Datenspeicherung“ zuverlässig entschärfen könne. Zur Beurteilung ist wichtig, was im Kern verändert werden soll: BIP-110 zielt auf Transaktionen mit großen Datenmengen ab und will Prioritäten wieder stärker auf „Bitcoin als Geld“ setzen. Gleichzeitig läuft das Vorhaben auf ein Aktivierungsfenster in Anfang August 2026 zu.
Technisch betrachtet baut BIP-110 auf einer Soft-Fork-Logik auf: Upgraded Nodes würden unter bestimmten Bedingungen Blöcke oder Transaktionen als ungültig behandeln, wodurch sich die Akzeptanzregeln gegenüber nicht aktualisierten Nodes verschieben. Im Text ist die Stoßrichtung konkret benannt – es geht um sieben Einschränkungen für Transaktionen, die „große Mengen beliebiger Daten“ transportieren, darunter auch Ordinal-Inscriptions. Unterstützer argumentieren, dass solche „Spam“-ähnlichen Muster den Chain-Speicher aufblähen und für Node-Betreiber unnötige Lasten erzeugen. Der politische Kern ist jedoch die Frage, wie stark man die Neutralität der Basisschicht aufweicht und ob der Nachweis für schädliche Auswirkungen ausreichend breit geführt ist.
Auf der Gegenposition steht Saylor mit einem eher konservativen Konsensverständnis. Seine Argumentationslinie: Eine Soft-Fork, die über Ungültigkeitseffekte in der Praxis bestimmte Blöcke für aktualisierte Nodes ausschließt, sei nur für „klare, schwere und allgemein verstandene“ Fehlfunktionen gedacht. Anders als bei bekannten Konsensproblemen – etwa bei Inflation, Signaturvalidierung oder Double-Spend-Vorfällen – fehlt aus seiner Sicht die vergleichbare Evidenz. Damit verschiebt er die Beweislast hin zu einem sehr hohen Maß an Sicherheit und Übereinstimmung. Gleichzeitig kommt Gegenwind von anderer Seite: Ein erfahrener Marktteilnehmer kritisierte den Vorschlag als „gute Idee“, und ein Bitcoin-Sicherheitsfachmann erklärte, es sei legitim, die Unterstützer von BIP-110 nicht weiterhin zu respektieren, weil er die Prioritäten für Protokolländerungen als falsch einschätzt. Solche Fronten sind typisch für Bitcoin-BIPs: Nicht nur Technik zählt, sondern auch Governance und die Frage, welche Use-Cases die Base-Layer-Regeln langfristig prägen dürfen.
Der Markt beobachtet diese politische Schicht offenbar mit – zumindest spiegelt sich in der Preissituation kurzfristige Stabilität wider. Zum Zeitpunkt der Abfassung lag Bitcoin laut Benzinga Pro bei 64.785,18 US-Dollar, ein Plus von 0,26 % gegenüber den letzten 24 Stunden. Das ist keine direkte Zustimmung oder Ablehnung zu BIP-110, aber es zeigt: Trotz der Governance-Diskussion bleibt der Marktfluss geordnet. Als Wettbewerbs- bzw. Kontrastfolie lässt sich das Ordinals-Ökosystem betrachten, das BIP-110 ausdrücklich adressieren würde. Dort geht es um das Ausnutzen von On-Chain-Ressourcen für Inscriptions; BIP-110 wäre in diesem Sinne weniger „Routine-Hygiene“ als vielmehr ein Eingriff in die wirtschaftliche Attraktivität bestimmter Strategien. In der Logik vieler Node-Operatoren bedeutet das zudem: Selbst wenn eine Soft-Fork nur temporär wäre, kann sie langfristige Anpassungen in Mempool- und Datenverarbeitungsroutinen erzwingen.
Für Unternehmen und Entwickler ergibt sich aus der Debatte ein klarer technischer Handlungsauftrag: Architektur und Betriebsprozesse sollten mit der Möglichkeit rechnen, dass Protokollregeln für Datenlasten restriktiver werden. Der Unterschied zwischen „Cloud“-ähnlicher Flexibilität in der Infrastruktur und „On-Chain“-Regelstabilität wird hier besonders sichtbar – Bitcoin ist konservativ, weil Konsenskosten hoch sind. Firmen, die Wallets, Indexer, Monitoring-Tools oder Indexing-Pipelines bereitstellen, müssen daher für unterschiedliche Knoten-Validierungslogiken gerüstet sein, insbesondere wenn es zwischen aktualisierten und nicht aktualisierten Nodes temporär zu Abweichungen kommt. Dazu passt auch der regulatorische Blick: Weniger On-Chain-Payload kann zwar Speicher- und Betriebsrisiken senken, ändert aber nicht automatisch die datenschutzrechtliche Bewertung, weil Aufzeichnungs- und Verarbeitungsprozesse außerhalb der Chain weiterhin sensibel sein können, etwa bei Analyseangeboten oder Logging. Spätestens mit dem Aktivierungsfenster Anfang August 2026 wird entscheidend, wie sauber die Auswirkungen messbar belegt werden – und ob sich die Community auf Neutralitätsregeln einigen kann, ohne den Use-Case-Freiraum zu ersticken.
In Zukunft ist bei BIP-110 wahrscheinlich, dass weniger die Schlagzeile „Spam vs. Money“ als die konkrete Operationalisierung entscheidet: Welche Schwellenwerte gelten, wie werden Grenzfälle behandelt, und wie wirkt sich das auf verteilte Mempool-Propagation, Indexer-Retrieval und bestehende Contract-ähnliche Workflows aus? Historisch ähneln solche Protokollstreits weniger technologischen „Bugfixes“ und mehr Governance-Entscheidungen, wie sie zuletzt bei mehreren BIPs in anderen Kontexten zu beobachten waren: Zuerst wird die technische Machbarkeit diskutiert, danach die wirtschaftlichen Nebenwirkungen. Wenn Saylor mit seiner Forderung nach breitem, klarem Konsensrecht behält, könnte die Community noch stärker auf belastbare Metriken für Node-Overhead, Blockspace-Nutzung und tatsächliche Schadensbilder drängen. Alternativ könnte die Mehrheit in Richtung BIP-110 kippen, wenn sich die Lastargumente für Betreiber in frühen Tests eng genug quantifizieren lassen. In jedem Fall führt der Konflikt zu einer realistischen Erwartung: Für Entwickler wird die nächste Generation von Bitcoin-Infrastruktur stärker „regelbewusst“ werden – mit Anpassungspfaden für konsensuale Änderungen, bevor sie aktiv werden.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "BIP-110: Michael Saylor warnt vor einer „gefährlicheren“ Bitcoin-Soft-Fork" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "BIP-110: Michael Saylor warnt vor einer „gefährlicheren“ Bitcoin-Soft-Fork" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »BIP-110: Michael Saylor warnt vor einer „gefährlicheren“ Bitcoin-Soft-Fork« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!