EURONEXT PARIS / LONDON (IT BOLTWISE) – Vivendi untermauert mit Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 ein moderates Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Der Konzern meldet 9,83 Milliarden Euro Umsatz sowie ein bereinigtes EBITA von 1,21 Milliarden Euro. Gleichzeitig liegt die Dividende für 2025 laut Verwaltungsrat bei 0,25 Euro je Aktie. Für Anleger rückt damit vor allem die Kombination aus profitabler Substanz und Ausschüttung in den Fokus.

Vivendi bewegt sich nach der Veröffentlichung der Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2025 wieder stärker in der Aufmerksamkeit vieler Anleger: Der Konzern weist einen Konzernumsatz von 9,83 Milliarden Euro aus, das sind 5,2 % mehr als 9,35 Milliarden Euro im Jahr 2024. Operativ gelingt ebenfalls eine Verbesserung, obwohl das Geschäft typischerweise hohe Investitionen in Inhalte und Plattformtechnik verlangt. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITA) steigt auf 1,21 Milliarden Euro nach 1,10 Milliarden Euro im Vorjahr; damit geht eine moderat höhere EBITA-Marge von gut 11,8 % auf etwa 12,3 % einher.
Der Umsatzmix erklärt dabei einen großen Teil der Dynamik. Von den 9,83 Milliarden Euro entfallen rund 6,1 Milliarden Euro auf Canal+ Group; dort wächst der Umsatz gegenüber 2024 (5,8 Milliarden Euro) um etwa 5 %. Havas steuert im gleichen Zeitraum 2,6 Milliarden Euro bei, nach 2,45 Milliarden Euro im Jahr 2024 – entsprechend rund 6,1 % Wachstum. Vivendi verortet das Bild konsistent in zwei Faktoren: Beim Pay-TV- und Streaming-Geschäft treiben steigende Abonnentenzahlen und die Expansion in internationale Märkte die Entwicklung; bei Havas kommen neue Kundenmandate hinzu und ein höherer Anteil digitaler, datengetriebener Kommunikationsleistungen.
Auch die Abonnentenentwicklung liefert konkrete Ankerpunkte für die Interpretation. Laut Unternehmensangaben überschritt die Zahl der Canal+-Abonnenten im Geschäftsjahr 2025 die Marke von 26 Millionen, nachdem 2024 noch rund 24,5 Millionen vermeldet worden waren. Bei Havas spiegelt sich die Strategie einer breiteren Angebotspalette in der Umsatzentwicklung wider: Mehr Neukundenmandate und ein größerer digitaler Anteil korrespondieren mit dem Plus von 2,45 auf 2,6 Milliarden Euro. Für den Konzern bedeutet das zugleich eine gewisse Stabilisierung gegenüber reinen Reichweiten- oder Programmzyklen, weil die wiederkehrenden Erlösbestandteile im Abonnentengeschäft und die Projektumsätze in der Kommunikation parallel wirken.
Finanziell schließt Vivendi das Geschäftsjahr 2025 zudem mit einer spürbar positiven Gewinnentwicklung ab. Der den Anteilseignern zurechenbare Gewinn steigt auf 780 Millionen Euro nach 720 Millionen Euro im Vorjahr. Entsprechend erhöht sich das verwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) auf 0,68 Euro gegenüber 0,62 Euro. Der Verwaltungsrat schlägt für 2025 eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie vor, nach 0,24 Euro im Jahr 2024. Damit adressiert Vivendi nach eigener Darstellung nicht nur die aktuelle Ertragslage, sondern auch das Ziel, Aktionäre kontinuierlich am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
Ergänzend dazu lohnt der Blick auf die Bilanz- und Liquiditätskennzahlen, weil Ausschüttungen in der Regel nur dann dauerhaft wirken, wenn das Finanzierungskonzept trägt. Laut Investorenunterlagen senkt Vivendi im Geschäftsjahr 2025 seine Nettofinanzverschuldung: Die Nettoverbindlichkeiten fallen von 3,1 Milliarden Euro zum Jahresende 2024 auf 2,9 Milliarden Euro per 31.12.2025. Gleichzeitig steigt der freie Cashflow nach Investitionen auf 920 Millionen Euro, nach 870 Millionen Euro im Jahr 2024. In Summe entsteht damit ein belastbares Fundament, um inhaltliche und technologische Projekte weiterzufinanzieren, ohne die Spielräume für künftige Investitions- und Konsolidierungsphasen einzuengen.
Die Marktseite liefert weitere Einordnung. Vivendi wird hauptsächlich an der Euronext Paris gehandelt, zusätzlich über verschiedene Handelsplattformen in Europa, darunter auch außerbörsliche Systeme. Per 30.06.2026 liegt die Marktkapitalisierung bei rund 11,5 Milliarden Euro; im Datensatz wird zudem eine Rendite von etwa 7,8 % seit Jahresbeginn ausgewiesen. Für das 52-Wochen-Band nennt der Bericht eine Spanne von 9,20 Euro bis 11,40 Euro, wobei der Kurs nahe der oberen Hälfte notiert. Auf Basis der vorgeschlagenen Dividende von 0,25 Euro und eines Kursniveaus um 10,50 Euro ergibt sich daraus rechnerisch eine Dividendenrendite von rund 2,4 % – ein Niveau, das eher in Richtung „stabiler Ertragsanker“ als in Richtung High-Yield-Story gelesen wird.
Strategisch bleibt Vivendi stark auf die Kombination aus Bewegtbild und Kommunikationsdienstleistungen ausgerichtet. Im Geschäftsjahr 2025 entfallen laut Konzernangaben rund 62 % des Umsatzes auf Canal+ Group, etwa 26 % auf Havas und der Rest auf weitere Aktivitäten wie Publishing und Gaming. Die Investitionslogik ist dabei deutlich: Vivendi investiert im Berichtsjahr rund 2,3 Milliarden Euro in Inhalte und Rechte, insbesondere für Serien, Filme und Sportübertragungen; parallel werden im Segment Havas rund 150 Millionen Euro in Technologie und Datenplattformen investiert. Genau an dieser Stelle zeigt sich ein technologischer Kern: Inhalte steigern die Attraktivität der Plattform, während Daten- und Technologieinvestitionen bei Havas die Planung, Aussteuerung und Wirkung digitaler Kampagnen unterstützen.
Im Wettbewerbsumfeld sieht Vivendi sich unter anderem mit Unternehmen wie ProsiebenSat.1 Media SE und RTL Group im europäischen Medienbereich sowie mit Gruppen wie WPP und Publicis im Kommunikations- und Werbegeschäft konfrontiert. Für das Geschäftsjahr 2025 meldet ProsiebenSat.1 Media SE einen Umsatzrückgang auf rund 3,9 Milliarden Euro; Vivendi kommt dagegen auf 9,83 Milliarden Euro und wächst um 5,2 %. Beim Werbemarkt wird in der Quelle ein moderates Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich beschrieben, während Havas mit rund 6,1 % etwas stärker zulegt. Vor diesem Hintergrund wirkt die Vivendi-Entwicklung wie eine Mischung aus defensiver Komponente (Abo-getriebenes Pay-TV) und zyklischer Komponente (Kampagnen und Mandate) – und die Dividendenlinie soll genau dieses Stabilitätsversprechen sichtbar machen.
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